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02.02.2018
 
Saisonzusammenfassung: Traum-Saison endet mit Deutschem Meistertitel!
 
Von: Roman Hölzl


Die Zielvorgabe war klar – mindestens sollte in diesem Jahr das Halbfinale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften errungen werden. Doch am Ende gelang den Ringern von Trainer Alex Schrader ihr Meisterstück. Nach einer perfekten Saison konnten die Burghauser Schwerathleten Ende Januar den Meisterpokal vielumjubelt in die Höhe halten und erreichten damit historisches. Als erste Abteilung des SV Wacker Burghausen konnten sich die Ringer einen Deutschen Meistertitel in einem Mannschaftswettbewerb sichern. Schon vor der Saison waren die Erwartungen groß. Nach dem Wiederaufstieg in die Deutsche Eliteklasse stellten die Burghauser Verantwortlichen einen Kader zusammen, der von Abteilungsleiter Jürgen Löblein nicht umsonst als „Bester Burghauser Ringerkader aller Zeiten“ bezeichnet wurde.

Eine Saison, die in die Geschichte eingeht: Die Wacker-Ringer holten den Meistertitel!

Insgesamt 12 Neuzugänge – durchwegs nationale und internationale Spitzenringer – veränderten das Gesicht der Burghauser Mannschaft grundlegend: Ein Schritt, der vorab intensiv diskutiert wurde, sich am Ende aber bezahlt machte. Schon vor der Saison wurden die Burghauser Ringer von vielen Fachleuten als „Geheimfavorit“ auf den Meistertitel gehandelt.

Bedingt durch die komplette Neustrukturierung startete der SV Wacker Burghausen in der 1. Bundesliga Südost. Dort zeigte sich schon sehr bald, dass die Wacker-Ringer das Maß aller Dinger darstellen würden. Bereits zwei Kampftage vor Ende der regulären Saison stand fest, dass die Burghauser Schwerathleten den begehrten 1. Platz der Bundesliga Südost erringen würden. Dies hatte zur Folge, dass man in den Play-Off Kämpfen um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bereits vor den Auslosungen gesetzt war und so zumindest in den ersten beiden Runden das Heimrecht im Rückkampf zugesprochen bekam.

Als erster Gegner wartete mit dem SV Johannis Nürnberg im Achtelfinale ein unglückliches Los. Beide Teams haderten arg mit der Losfee, da somit die beiden Erstplatzierten der Bundesliga Südost die Klingen kreuzen mussten. Während die Burghauser Ringer beide vorangegangenen Duelle für sich entscheiden konnten, erlitt die Mannschaft um Teamkapitän Matthias Maasch im Hinkampf einen herben Dämpfer: Trotz sechs Einzelsiege musste man am Ende mit einem 13:13 Unentschieden die Heimreise antreten. Doch genau diese unerwartete Schlappe machte allen Beteiligten bewusst, wie schnell der Traum ausgeträumt sein kann und schweißte neuformierte Team zu einer echten Einheit zusammen. Mit den eigenen Fans im Rücken zeigten die Burghauser Ringer im Rückkampf ihr wahres Gesicht: Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an und lieferten dem Burghauser Publikum einen Kampfabend auf höchsten Niveau. Am Ende zog der SVW dank eines klaren 23:8 Siegs ins Viertelfinale ein, wo man auf den VFL Neckargartach traf, der ebenfalls als einer der Favoriten auf den Meistertitel gehandelt wurde.h

Am folgenden Wochenende in Neckargartach schlitterten die Burghauser Ringer dann auf ein echtes Debakel zu: So führten die Gastgeber zu Halbzeit sage und schreibe mit 11:0, zwei Kämpfe vor Ende führte Neckargartach immer noch mit 12:2. Hauptverantwortlich für ein halbwegs akzeptable Ausgangslage vor dem Rückkampf waren vor allem die beiden Ausnahmeringer Magomedmurad Gadzhiev und Kakhaber Khubezhty in Diensten des SVW, die in den letzten beiden Kämpfen jeweils ihre Gegner auspunkten konnten. So endete der Hinkampf mit 12:10 für die Heimmannschaft. Am Tag vor Heilig Abend kam es dann zum Show-Down in der Sportparkhalle. Schon vor Beginn des Kampfes hatten die Burghauser Ringer mit einem Umstand zu kämpfen: Es kam zu einem Zuschaueransturm, der jede Erwartung meilenweit übertraf. Vor restlos ausverkauftem Haus peitschten die Zuschauer, die aus allen Ringerhochburgen Bayerns an die Salzach pilgerten, die Burghauser Mannschaft zum Sieg. Mit einem 17:5 sorgte der SVW für einen auch in dieser Höhe nicht zu erwartenden Sieg. Trainer Marcus Mackamul fand nach dem Kampf die richtigen Worte: „Wir müssen anerkennen, dass wir gegen das wohl beste Team der Liga verloren haben.“ Doch so recht wollte im Burghauser Lager daran noch niemand glauben, zumal im Halbfinale mit dem ASV Mainz der absolute Top-Favorit wartete.

Wie bereits in den vorangegangenen Play-off Kämpfen mühte sich der SVW auch im Halbfinale im Hinkampf, dieses Mal sogar vor eigenem Publikum. Beide Mannschaften mussten den Hinkampf des Halbfinals mit einer Mannschaft bestreiten, die von der Bestbesetzung weit entfernt war. Durch die 10:14 Heimniederlage waren die Hoffnungen auf den Finaleinzug realistisch betrachtet relativ gering, zumal man im Hinkampf nur vier Einzelsiege einfahren konnte. Und auch beim Auswärtskampf in Mainz deutete bis zur Halbzeit alles darauf hin, dass für die Burghauser Mannschaft das Halbfinale das Ende der Reise darstellen sollte. Mit 8:2 führte der Favorit aus Mainz klar, doch was anschließend geschah, wagten wohl selbst die größten Optimisten nicht zu glauben. Sowohl Magomedmurad Gadzhiev, Kakhaber Khubezhty, Benjamin Sezgin und Wacker-Urgestein Eugen Ponomartschuk besiegten ihre Gegner entweder technisch überlegen oder per Schultersieg. Während man auf der Burghauser Seite den nicht für möglich gehaltenen 11:18 Sieg und den damit einhergehenden Finaleinzug bejubeln konnte, blickte man auf Seiten der Mainzer in ratlose und zu tiefst enttäuschte Gesichter.

Nun wartete das Highlight der Saison: Zum allerersten Mal standen die Burghauser Ringer im Finale. Dort traf man auf den sechsfachen Deutschen Meister, den KSV Köllerbach. Es sollte sich ein Kampfabend entwickeln, der alles übertraf, was man in Burghausen je gesehen hat. Dieses Mal war man auf den Zuschaueransturm vorbereitet: Die komplette Sportparkhalle wurde mit zusätzlichen Tribünen bestückt, sodass sich ein echter Arena-Charakter entwickelte. Mit einer beeindrucken Lichtshow im Innenbereich und bengalischen Feuern vor der Glasfront bot kam bei den Zuschauern schon vor Beginn des Kampfes „Gänsehaut-Feeling“ auf – perfekte Rahmenbedingungen für einen Kampfabend der Extraklasse. Und die Burghauser Ringer taten auf der Matte das ihrige, um die Zuschauer weiter in Ekstase zu versetzen. Jeder Ringer konnte an diesem Abend sein Maximum abrufen, sodass am Ende nach sieben Einzelerfolgen ein 18:6 Heimsieg zu Buche stand. Am folgenden Wochenende pilgerten rund 250 Wackerfans ins Saarland, um den ersten Meistertitel mit der Burghauser Mannschaft zu feiern. Und sie sollten nicht enttäuscht werden. So gelang es Matthias Maasch im Kampf mit Marc-Antonio von Tugginer einen 8:0 Punktsieg davonzutragen und so bereits vorzeitig den ersten Burghauser Meistertitel in trockene Tücher zu bringen. Was dann folgte, waren Emotionen pur: Alle Mann lagen sich feiernd in den Armen und genossen diesen einzigartigen Moment, Champagnerduschen wechselten sich mit Freudengesängen ab. Und als Matthias Maasch den Meister-Pokal entgegen nahm war klar: Historisches ist vollbracht - der SVW ist Deutscher Mannschaftmeister im Ringern. Und noch bis früh in den Morgenstunden klag es: „Deutscher Meister wird nur der SVW!“

 

Die Saisonhighlights in Bildern festgehalten finden Sie >>>HIER<<<



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