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Deutsche Meisterschaften griechisch-römisch
15. Juni 2018 - 17. Juni 2018 19:00 h - 14:00 h

Deutsche Meisterschaften im griechisch-römischen Stil 2018

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08.05.2018
 
Erfolgreiche Europameisterschaften für Wacker-Ringer
 
Von: Roman Hölzl


In der vergangenen Woche fanden im russischen Kaspiisk die Europameisterschaften im Ringen statt. Gleich sechs Ringer aus dem Kader des SV Wacker Burghausen vertraten dort die Farben ihren Nationen und dies überwiegend mit sehr großem Erfolg. Während die Greco-Spezialisten Tamas Lörincz (Ungarn), Ramsin Azizsir (Deutschland) und Neuzugang Mikheil Kajaia (Serbien) bereits vor gut einer Woche ins Geschehen eingriffen, waren die Freistilringer Mikiay Naim (Bulgarien), Beka Lomtadze (Georgien) und Magomedmurad Gadzhiev (Polen) erst am vergangenem Freitag gefordert. Am Ende konnten sich die Wacker-Ringer gleich drei Silbermedaillen, eine Bronzemedaille sowie einen guten fünften Platz sichern.

Magomedmurad Gadzhiev errang bei der diesjährigen EM den zweiten Platz!

In der Klasse bis 77kg ging Tamas Lörincz an den Start. Im Achtelfinale traf das ungarische Kraftpaket auf den aus Litauen stammenden Paulinus Galkinas. Trotz eines 4:2 Siegen war Lörincz mit seiner Leistung nicht wirklich zufrieden, zumal er sich bei einem eigenen Durchdreher beinahe selbst aufs Blatt legte und sich dabei auch noch einen tiefen Cut oberhalb des Auges zuzog. Im Viertelfinale traf Lörincz auf den späteren Vize-Europameister Viktor Nemes. Gegen den im Standkampf aggressiv nach vorne ringenden Serben fand Lörincz keinen Zugang und unterlag schlussendlich verdient mit 1:5 nach Punkten. Da Nemes ins Finale vorrückte, erhielt Lörincz noch eine Chance auf Edelmetall, die er auch zu nutzen wusste. Gegen den Weißrussen Kazbek Kilou fand Lörincz zurück zu alter Stärke und punktete seinen Gegner nach allen Regel der Ring-Kunst mit 10:0 vorzeitig aus. Im kleinen Finale wartete mit dem Schweden Alex Kessidis – seines Zeichens amtierender U23 Europameister – ein weiterer harter Brocken. Dank einer konzentrierten Leistung sicherte sich Lörincz wie bereits im Vorjahr durch einen überraschend klaren 7:2 Punktsieg die Bronzemedaille.

Gleich zwei Athleten aus dem Burghauser Bundesliga-Kader traten in der Klasse bis 97kg an - Ramsin Azizsir und Neuzugang Mikheil Kajaia. Beide Sportler kämpften sich mit starken Leistungen bis ins Halbfinale vor, wo sie dann selbst die Klingen kreuzten. Aus diesem Gefecht ging der Serbe Mikheil Kajaia als 3:1 Punktsieger hervor und traf im Finale auf den Armenier Artur Aleksanyan – den seit Jahren dominierenden Ringer im Halbschwergewicht, der bereits auf vier Titel bei Europameisterschaften, drei Weltmeistertitel und einen Olympiasieg zurückblicken kann. Zwar stemmte sich Mikheil Kajaia mit aller Kraft gegen den Favoriten, konnte am Ende aber eine klare 0:7 Punktniederlage nicht verhindern. Auch bei Ramsin Azizsir lief es im Kampf um die Bronzemedaille nicht viel besser. Gegen den ehemaligen Welt- und Europameister Balasz Kiss (Ungarn) unterlag Azizsir mit 1:4 nach Punkten. Unter dem Wissen, dass Azizsir eine Gewichtsklasse aufrückte, stellt sein fünfter Platz trotzdem ein gutes Ergebnis dar.

Bei den Freistil-Wettbewerben machte Mikiay Naim den Auftakt in der Klasse bis 57kg. Der Bulgare traf in der Qualifikationsrunde auf den späteren Europameister Giorgi Edisherashvili (Aserbaidschan) und unterlag chancenlos vorzeitig mit 0:10. In der Hoffnungsrunde traf Naim anschließend auf den Armenier Mihran Jaburyan. Trotz guter Ansätze unterlag Naim auch in diesem Kampf mit 1:4 nach Punkten. Im Gesamtklassement belegte Naim den dreizehnten Platz. Wesentlich besser verlief das Turnier für den Georgier Beka Lomtadze in der Klasse bis 61kg. Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale demontierte Lomtadze seine Gegner Ivan Guidea (Rumänien) und Mirjalal Zada (Aserbaidschan) förmlich. Während er Guidea mit 11:0 von der Matte fegte, stand gegen Zada am Ende sogar ein 12:0 zu Buche. Erst im Finale unterlag Lomtadze gegen den bärenstarken Russen Gadzhimurad Rashidov mit 1:4 nach Punkten und musste sich somit mit der Silbermedaille zufrieden geben.

Auch Magomedmurad Gadzhiev konnte sich am Ende über den zweiten Platz in der Gewichtsklasse bis 70kg freuen,  der allerdings in fast allen seinen Kämpfen mit ungewohnten Schwächen in der Defensivarbeit im negativen Sinn überraschte. Bereits in der Qualifikation hatte Gadzhiev bei seinem 5:4 Punktsieg gegen den Weißrussen Azamat Nurykau alle Hände voll zu tun, um den Sieg sicherzustellen. Auch im Viertelfinale tat sich Gadzhiev gegen den Türken Haydar Yavuz auffallend schwer und hatte am Ende richtig viel Glück, seinen 6:4 Punktsieg über die Zeit zu bekommen. Selbst nach mehrmaliger Betrachtung des Video-Beweises benötigten die Kampfrichter mehrere Minuten, um schlussendlich den Sieger des Duells zu bestimmen. Besser lief es hingegen im Halbfinale gegen Murtazali Muslimov (Aserbaidschan). Zwar endete der Kampf ebenfalls denkbar knapp mit 3:2 zu Gunsten von Gadzhiev, hier hinterließ der Pole in Diensten des SVW einen deutlich konzentrierteren Eindruck. Im Finale traf Gadzhiev auf den Russen Magomed Kurbanaliev. Nach einem vollkommene offenen Kampf ohne technische Wertungen unterlag Gadzhiev mit 1:3 nach Punkten.

Die Deutschen Starter konnten sich sowohl im freien Stil als auch bei den Greco-Wettbewerben jeweils eine Medaille sichern. Im griechisch/römischen Stil sicherte sich Denis Kudla in der Klasse bis 87kg den Brenzerang. Freistilspezialist Martin Obst kämpfte sich sogar bis ins Finale vor, unterlag dort aber knapp und sicherte sich somit den Titel des Vize-Europameisters in der Klasse bis 79kg.

Ergebnisse aller deutschen Starter:

Griechisch/Römisch:

Etienne Kinsinger Platz 5, Klasse bis 60kg
Erik Weiss, Platz 7, Klasse bis 67kg
Maximilian Schwabe, Platz 13, Klasse bis 72kg
Florian Neumaier, Platz 19, Klasse bis 77kg
Roland Schwarz, Platz 5, Klasse bis 82kg
Denis Kudla, Platz 3, Klasse bis 87kg
Ramsin Azizir, Platz 5, Klasse bis 97kg

Freistil:

Christopher Henkel, Platz 9, Klasse bis 65kg
Alexander Semisorow, Platz 11, Klasse bis 70kg
Martin Obst, Platz 2, Klasse bis 79kg
Ahmed Dudarov, Platz 5, Klasse bis 86kg
Georg Stark, Platz 10, Klasse bis 92kg
Gennadij Cudinovic, Platz 13, Klasse bis 97kg



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