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19. September 2021 - 19. September 2022

TSV Berchtesgaden - SVW Burghausen Schüler
25. September 2021 18:15 h - 19:15 h

Ringen Schüler-Grenzlandliga: TSV Berchtesgaden - SVW Burghausen Schüler
ASV Schorndorf - SV Wacker Burghausen
25. September 2021 19:20 h - 22:00 h

Ringen 1. Bundesliga Süd-Ost: ASV Schorndorf - SV Wacker Burghausen
TSV Berchtesgaden - SV Wacker Burghausen II
25. September 2021 19:30 h - 21:00 h

Ringen Bayernliga Süd: TSV Berchtesgaden - SV Wacker Burghausen II

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19.07.2021
 
Burghauser Ringer überzeugen beim Kader-Sichtungsturnier des Deutschen Ringerbundes
 
Von: Roman Hölzl


Da die aktuellen Vorsichtsmaßnahmen zur Einschränkung der Ausbreitung der Corona-Pandemie keine Planungssicherheit zuließen, wurde die Durchführung einer gewöhnlichen deutschen Meisterschaft der Männer 2021 unmöglich. Als Ersatz fand am vergangenen Wochenende ein offizielles DRB Kader-Sichtungsturnier statt. Als Ausrichter wurde der KSC Hösbach in Kooperation mit dem Hessischen Ringer-Verband ausgewählt. So stritten am vergangenen Samstag Deutschlands beste Freistil-Ringer um die Medaillen, einen Tag später griffen dann die Greco-Spezialisten ins Geschehen ein. Auf Grund der Corona-Situation konzentrierten sich die Landesverbände darauf, nur die stärksten Ringer an den Start zu bringen, sodass sich qualitativ stark besetzte Turniere entwickelten.

Einen bärenstarken Auftritt zeigte Idris Ibaev - im Finale sicherte er sich gegen Team-Kollege Michael Widmayer die Goldmedaille.

Bei den Wettkämpfen im Freistil gingen zwei Burghauser Ringer an den Start. So ging Nachwuchstalent Mansur Dakiev in der Klasse bis 70kg an den Start. Gleich zu Beginn traf Dakiev auf Deutschlands besten Ringer in dieser Gewichtsklasse - Alexander Semirsorow (Rümmingen 03). Dieser ließ Dakiev keine Chance und siegte technisch überlegen noch in der ersten Runde. Da Semirsorow bis ins Finale einzog, erreichte Dakiev die Hoffnungsrunde. Auf Grund der geringen Teilnehmerzahlen war der nächste Kampf gleichbedeutend mit dem kleinen Finale um Platz drei. Dort traf er auf den bundesligaerfahrenen Yannik Ott (KSC Hösbach). Mit einer kämpferisch starken Leistung trug Mansur Dakiev den 4:3 Punktsieg davon und sicherte sich so den Bronzerang.

In der Klasse bis 79kg ging Jakob Rottenaicher zum ersten Mal für den SV Wacker Burghausen auf die Matte. Jakob Rottenaicher stammt aus Kirchweihdach und zeigte in der Vergangenheit starke Leistungen beim SV Untergriesbach. Zum Auftakt besiegte Rottenaicher Sven Menzel (RC Germania Potsdam) knapp mit 2:0 nach Punkten. Wesentlich aktionsreicher verlief das Viertelfinale, in dem er sich mit dem Routinier Pascal Ruh (TuS Adelhausen) ein Gefecht mit offenem Visier lieferte. Mit sage und schreibe 12:7 endete dieses spektakuläre Gefecht am Ende zu Gunsten von Rottenaicher. Doch im Halbfinale machte der starke Bundesliga-Ringer Daniel Sartakov (SV Luftfahrt Berlin) kurzen Prozess mit Rottenaicher und siegte noch in der ersten Kampfrunde vorzeitig mit 10:0 nach Punkten. Kurios verlief der entscheidende Kampf um Bronze. So führte sein Gegner Matthias Schmid (SRC Viernheim) bereits schier uneinholbar mit 9:1 nach Punkten, doch dann sah Rottenaicher seine Chance und nutzte sie: Nach einer kleinen Unachtsamkeit seines Gegners beförderte Jakob Rottenaicher seinen sichtlich verdutzen Gegner auf beide Schultern und konnte sich somit die Bronzemedaille freuen.

Mit fünf Startern war der SV Wacker Burghausen beim Turnier der Greco-Spezialisten vertreten. In der leichtesten Gewichtsklasse bis 60kg wurde Fabian Schmitt seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich den ersten Platz. Dabei gab Schmitt keinen einzigen Wertungspunkt ab, wenngleich auch zwei seiner Gegner verletzungsbedingt ihre Kämpfe vorzeitig aufgeben mussten.

Zum ersten Mal durfte sich Mahsun Ersayin auf nationaler Ebene beweisen. Ersayin, der beim SV Wacker Burghausen in der zweiten Mannschaft als Siegringer gilt, traf gleich zum Turnierauftakt auf den deutschen Spitzenringer und späteren Turniersieger Maximilian Schwabe (KSV Pausa) und kassierte eine vorzeitige Punktniederlage. In der Hoffnungsrunde wartete mit Niklas Ohff (FC Erzgebirge Aue) ein weiterer langjähriger Bundesligaringer. Auch in diesem Gefecht hatte Ersayin das Nachsehen und unterlag erneut vorzeitig. Nichtsdestotrotz stellte das Turnier-Teilnahme für Mahsun Ersayin eine nützliche Erfahrung dar.
In der Klasse bis 77kg traf die geballte Stärke des SV Wacker aufeinander, denn sowohl Michael Widmayer als auch Idris Ibaev gingen dort an den Start. In den Poolkämpfen rang Ibaev seine Gegner Maximilian Becher (FC Erzgebirge Aue) und Jannis Helbing (Wrestling Tigers) vorzeitig per technisch überlegenem Punktsieg nieder. Michael Widmayer lies seinerseits in den Gefechten mit Erik Löser (RSK Gelenau) per souveränem 5:0 Punktsieg und Stiven Brandy Schäfer (KSV Berghausen) per vorzeitigem 9:0 Punktsieg nichts anbrennen. In den Halbfinalkämpfen eliminierte anschließend Michael Widmayer den Auer Maximilian Becher vorzeitig, Idris Ibaev ließ Erik Löser bei seinem 8:1 Punktsieg keine Chance, sodass das rein Burghauser Finale feststand. Dort entwickelte sich zwischen den beiden Athleten, die die Ringweise des anderen aus vielen gemeinsamen Trainings-Einheiten in- und auswendig kennen, ein Duell auf Augenhöhe. In der ersten Runde sicherte sich Widmayer durch seinen aktiveren Standkampf die 1:0 Führung, doch in der zweiten Runde schaltete Idris Ibaev seinerseits einen Gang höher und kaufte dem bekannt starken Standkampf-Ringer Widmayer eben im Standkampf den Schneid ab. In der angeordneten Bodenlage gelang Ibaev anschließend ein Bilderbuch-Ausheber und die damit verbundene 6:1 Führung, die auch bis zum Kampfende Bestand haben sollten. Idris Ibaev kann an dieser Stelle eine absolut beeindruckende Turnierleistung bescheinigt werden.

In der Klasse bis 82kg vertrat Roland Schwarz nach seiner überstandenen Corona-Infektion die Burghauser Farben, die ihm auch die Teilnahme am letzten Olympia-Qualifikationsturnier kostete. Im ersten Kampf traf Schwarz, der zwar grundsätzlich wieder genesen, aber immer noch bei 100% seines üblichen Leistungsvermögens befindet, auf den bärenstarken Marius Braun (KSV Musberg), der ihm alles abverlange und in sogar an den Rand einer Niederlage brachte. Einzig durch die Mehrzahl an zweier-Wertungen wurde Schwarz beim Endstand von 5:5 zum Sieger ernannt. Kurios: Beide entscheidenden Wertungen holte Schwarz in Unterlagen im Bodenkampf, nachdem er seinen Kontrahenten zweimal beim Versuchen einen Ausheber anzubringen, dank toller Defensivarbeit eiskalt auskonterte. Souveräner verlief anschließend der zweite Poolkampf von Roland Schwarz, bei dem er auf Simon Öllinger (SC Anger) traf, dem er mit 8:0 nach Punkten in seine Schranken wies. Ebenso schnell wie souverän machte Schwarz den Finaleinzug klar – im Halbfinale siegte Schwarz vorzeitig mit 8:0 gegen Adam Bacher (KSK Konkordia Neuss). So kam es wie es kommen musste – im Finale kam es erneut zum Duell mit Marius Braun. Doch dieses Mal machte Roland Schwarz es besser. Zwar ging er in der ersten Runde mit 0:2 in Rückstand, doch ließ er sich davon nicht aus der Fassung bringen. In der angeordneten Bodenlage ließ Schwarz seinem Gegner in der zweiten Runde keine Chance. Per kraftvollem Ausheber schraubte Schwarz sein Punktekonto auf 5:2, was wach den Endstand eines hochklassigen Finalkampfs darstellen sollte.



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