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02.06.2021
 
Sechs Abgänge und ein Neuzugang: Burghauser Bundesliga-Kader steht
 
Von: Roman Hölzl


Am 31.05. endete um 23:59 Uhr offiziell die Wechselfrist für Bundesliga-Ringer. Und so drehte sich auch beim SV Wacker Burghausen am letztmöglichen Tag sich das Personalkarussell nochmals: So mussten die Burghauser Verantwortlichen in Windeseile zwei kurzfristige Abgänge kompensieren. Da man allerdings bereits im Vorfeld damit rechnete, dass sich bei dem ein oder anderen Athleten am letzten Tag der Wechselfrist noch ein Wechsel ergeben könnte, war man auf die Situation gut vorbereitet und konnte mit einem hochklassigen Neuzugang kurzfristig gegensteuern.

Neu im Team: Der Bulgare Akhmed Magamaev wird in den schweren Gewichtsklassen im Freistil zum Einsatz kommen.

Mit dem 30-jährigen Akhmed Magamaev gelang es der sportlichen Leitung der Burghauser Ringer, einen starken und erfahrenen Athleten zu verpflichten. Magamaev erfuhr als gebürtiger Russe eine herausragende ringerische Ausbildung, konnte sich aber gegen die starke nationale Konkurrenz nicht durchsetzen. Im Jahr 2017 entschloss er sich, die Staatsbürgerschaft zu wechseln und startete nach 2-jähriger Wechselsperre ab dem Jahr 2019 für Bulgarien. Dort ging er primär in der Gewichtsklasse bis 86kg Freistil auf die Matte, kam aber auch in der 92kg-Klasse zu mehreren Einsätzen. Als amtierender bulgarischer Meister nahm Magamaev zuletzt auch an den beiden Qualifikationsturnieren für die Olympischen Spiele teil, scheiterte aber jeweils mit einem fünften Platz und einer Erstrunden-Niederlage. In Deutschland ist Akhmed Magamaev kein Unbekannter. In der Saison 2019 startete er für den SV Germania Weingarten im Rahmen der DRL, wo er gegen absolute Weltklasse-Gegner in sieben Duellen vier Siege davontragen konnte. „Eigentlich waren wir uns mit Akhmed Magamaev bereits zur vergangenen Saison einig, sahen am Ende auf Grund der ungewissen Corona-Situation von seiner Verpflichtung ab.“, so Cheftrainer Eugen Ponomartschuk. „Akhmed ist in unserer Mannschaft hauptsächlich in den oberen Gewichtsklassen von 86kg bis 130kg Freistil eingeplant und bringt als internationaler Ringer fünf Punkte mit in die Mannschaft ein. Wir freuen uns, dass es in diesem Jahr mit dem Wechsel geklappt hat – Akhmed wird uns mit seiner langjährigen Erfahrung auf jeden Fall weiterhelfen und unserem Kader etwas mehr Flexibilität im freien Stil bescheren.“

Bereits länger hat sich hingegen der Abgang des Polen Zbigniew Baranowski abgezeichnet, der sich nun dem RV Lübtheen anschließen wird und somit in die Bundesliga Ost wechselt. Baranowski zog es zur Saison 2019 an die Salzach und behielt bei seinen Einsätzen seitdem seine weiße Weste - bei seinen fünf Kämpfen gelangen ihm fünf Siege, drei davon mit vorzeitigem Kampfende. Dem RV Lübtheen gelang mit Baranowski ein echter Transfercoup: international kann der Pole unter anderem auf einen Vize-Europameistertitel sowie eine Vielzahl an Medaillen bei verschiedensten internationalen Turnieren zurückblicken. Neben der wesentlich kürzeren Anreise ist auch davon auszugehen, dass Baranowski in Lübtheen mit mehr Einsätzen als in Burghausen rechnen kann.

Einen der „dicksten Fische“ aus dem Burghauser Bundesliga-Kader zog der RSV Rotation Greiz an Land. Mit dem Ungarn Tamas Lörincz verpflichteten die Thüringer einen absoluten Weltklasseringer, der zuletzt im April bei den Europameisterschaften für Furore sorgte und in beeindruckender Manier den Titel des Europameisters einheimste. Zudem konnte sich der 35-jährige Ungar für die olympischen Spiele qualifizieren, bei denen ihm gute Chancen auf einen Platz im Vorderfeld eingeräumt werden. In Burghausen kam Lörincz, der als absolut zuverlässig und mannschaftsdienlich gilt, zuletzt nicht mehr zum Einsatz. Auslöser hierfür sind seine 8 Punkte, die er in die Mannschat mit einbringt: Diese ließen sich in die aktuelle Burghauser Kaderstruktur nicht mehr integrieren.

Abschied nehmen heißt es auch für den mittlerweile 34-jährigen Cengizhan Erdogan, mit dem der SVW in den Jahren 2018 und 2019 die deutsche Mannschaftsmeisterschaft erringen konnte. Zur Saison 2020 entschloss man sich auf Burghauser Seite, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern und die vakante Stelle mit dem Olympia-Teilnehmer Iszmail  Muszukajev zu besetzen. Cengizhan Erdogan wird in Heilbronn ebenfalls die Gewichtsklasse bis 66kg im freien Stil besetzten. Bei seinen 18 Einsätzen im Wackerdress gelangen Erdogan stolze 17 Siege – diese herausragende Quote machte auch die Red Devils Heilbronn aufmerksam, die nun Erdogan zur kommenden Saison verpflichteten.

Bereits zur letzten Saison wurde Fliegengewichtler Ahmet Peker verabschiedet, der ursprünglich ebenfalls nach Heilbronn wechseln sollte. Da die Red Devils in der vergangenen Saison in Folge der Corona-Pandemie pausierten, konnte dieser Wechsel nicht abgeschlossen werden. Nun verpflichtete der AC Lichtenfels den türkischen Freistilspezialisten. Ebenfalls nach Lichtenfels zieht es Kakhaber Khubezhty, der bereits zur vergangenen Saison zu den Oberfranken wechseln sollte. Da auch Lichtenfels in der abgelaufenen Saison pausierte, konnte Khubezhtys Wechsel erst jetzt in trockene Tücher gebracht werden.

Damit steht fest, dass die Burghauser Verantwortlichen ihre Ankündigung wahrmachten und auf große Veränderungen im Mannschaftsgefüge verzichteten - als einziger Neuzugang steht somit Akhmed Magamaev zu Buche. Dem gegenüber verbuchte der SV Wacker Burghausen mit Ergün Aydin und Tamas Lörincz (beide RSV Rotation Greiz), Zbigniew Baranowski (RV Lübtheen), Ahmet Peker und Kakhaber Khubezhty (beide AC Lichtenfels) sowie Cengizhan Erdogan (Red Devils Heilbronn) in Summe sechs Abgänge. Klar ist, dass der eingeschlagene Weg im Bereich der Kaderplanung mehrere Gründe hat: Neben der angestrebten Verjüngung des Kaders muss klar festgehalten werden, dass auch die Corona-Pandemie nicht am SV Wacker Burghausen vorüberging, ohne wirtschaftliche Schäden zu hinterlassen. Nichtsdestotrotz verfügen die Burghauser Ringer auch in der kommenden Saison über einen qualitativ hochwertigen  – wenngleich auch dünn besetzten – Kader, an dem die Burghauser Ringerfans weiterhin ihre Freude haben werden.



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