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10.05.2021
 
Der Zug ist abgefahren – keine Olympia-Tickets für Burghauser Ringer
 
Von: Roman Hölzl


Guten Mutes und mit großen Ambitionen traten die Ringer aus dem Burghauser Bundesliga-Kader die Reise nach Bulgarien an, um sich den Traum jedes Sportlers zu erfüllen: die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Doch die Hoffnungen auf die begehrten Olympia-Startplätze zerplatzen bei letzten Qualifikationsturnier in Sofia gleich reihenweise wie Seifenblasen. Am Ende gelang es keinem weiteren Ringer aus dem Burghauser Bundesliga-Kader, sich für die olympischen Spiele in Tokyo zu qualifizieren.

Es hat nicht sollen sein: Erik Thiele verpasst die olympischen Spiele.

Den Turnier-Auftakt bestritten die Freistil-Spezialisten, die bereits am vergangenen Donnerstag auf die Matte gingen, um den zur Olympia-Qualifikation notwendigen Finaleinzug klarzumachen. So traten in der Klasse bis 57kg Freistil mit Vladimir Egorov und Givi Davidovi gleich zwei Burghauser Ringer an. Doch in beiden Fällen währte die Freude nicht lange: So konnte Davidovi im Achtelfinale zwar den Deutschen Niklas Stechele mit 2:1 in Schach halten, doch im Viertelfinale endete für ihn das Turnier nach einer knappen und vermeidbaren 3:2 Niederlage gegen den Mongolen Bekhbayar Erdenebat, der sich später auch einen Olympia-Startplatz erkämpfen sollte. Vladimir Egorov legte seinerseits im Achtelfinale los wie die Feuerwehr. Gegen den Spanier Levan Metreveli, dem er auch in der Bundesliga bereits mehrfach gegenüberstand, zeigte Egorov eine beeindruckende Leistung und siegte am Ende technisch überlegen mit 11:0. Doch auch bei Ihm sollte im Viertelfinale Schluss sein – gegen den japanischen Ausnahmeringer Yuki Takahashi sah Egorov kein Land und unterlag seinerseits vorzeitig mit 0:11.

Vollkommen unverhofft kam der Georgier Beka Lomtadze in der 65kg-Klasse zum Einsatz, nachdem der ursprünglich vorgesehene Starter an Corona erkrankte. Lomtadze, der eigentlich in der 57kg bzw. 61kg-Klasse beheimatet ist, bewies einmal mehr, welch starker Techniker er ist. Trotz Untergewicht besiegte er zuerst den Kanadier Dillon Williams und den starken Rumänen Nikolai Okhlopkov nach Punkten. Doch im Viertelfinale wartete mit dem ehemaligen Wacker-Publikumsliebling Magomedmurad Gadzhiev ein Ringer, gegen den Lomtadze nichts ausrichten konnte. Trotz des Gewichtnachteils hielt Lomtadze den Kampf lange offen und unterlag am Ende nur knapp mit 1:2 nach Punkten. Für Magomedmurad Gadzhiev sollte sich im weiteren Turnierverlauf sein Traum von Olympia verwirklichen – nach seinem Turniersieg wird man Ihn bei den Wettkämpfen in Tokyo bewundern können.

Auch für Ali Umarpashaev endete der Turnierverlauf der Klasse bis 74kg bereits im Viertelfinale. Nach zwei technisch überlegenen Siegen gegen den Argentinier Jorge Llano und dem Kanadier Jasmit Phukla traf er im Viertelfinale auf den Slowaken Taimuraz Salkazanov, den er beim ersten Qualifikationsturnier noch „auf Schulter“ besiegen konnte. Doch dieses Mal sollte sich der Slowake, der sich in der vergangenen Woche etwas überraschend zum Europameister kührte, nach toller kämpferischer Leistung mit 6:4 nach Punkten durchsetzen.

An Glücklosigkeit kaum zu überbieten war Halbschwergewichtler Erik Thiele, dem das Glück im Rahmen der Olympia-Qualifikationen wahrlich nicht hold war. Nach seinem unglücklichen Aus bei den Weltmeisterschaften 2019 – manche sprachen in dem Zusammenhang sogar von Betrug – landete Thiele beim ersten Qualifikationsturnier auf dem Bronzerang, der aber nicht zur Olympia-Teilnahme berechtigt. Gleich im ersten Kampf des Turniers der 97kg-Klasse kam für Thiele das frühe Aus: Zwar zeigte Thiele gegen den Italiener Abraham de Jesus Conyedo Ruano eine ansprechende Leistung, am Ende musst sich Thiele mit 1:4 nach Punkten geschlagen geben. Da der Italiener das Finale erreichte, rückte Thiele in die Hoffnungsrunde auf. Gegen den Vertreter der Elfenbeinküste, Ulrich Manouan, machte Thiele klar Schiff und siegte vorzeitig technisch überlegen. Da sein bulgarischer Gegner Ahmed Bataev im kleinen Finale nicht antrat, landete Thiele somit erneut auf dem undankbaren dritten Platz.

Nachdem Roland Schwarz in Folge einer Corona-Infektion passen musste, war als einziger Burghauser Vertreter bei den Greco-Wettkämpfen der Italiener Nikolosz Kakhelashvili am Start. Mit zwei bärenstarken Auftritten kämpfte sich der Italiener bis ins Halbfinale vor. So besiegte Kakhelashvili zuerst den Aserbaidschaner Murat Lokiayaev, anschließend den Norweger Felix Baldauf. Beide Ringer zählten mit zum erweiterten Favoritenkreis auf die Olympia-Tickets. Doch was im entscheidenden Halbfinale geschah, war am Ende kaum zu fassen. Gegen den nominell leichtesten Gegner bekam Kakhelashvili wohl zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt Nervenflattern. So unterlag er am Ende dem jungen Ungarn Alex Szoke mit 6:1 nach Punken und der Traum von Olympia zerplatzte jäh.



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