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16.01.2022
 
Achtelfinal-Rückkampf gegen Nackenheim endet 40:0 – Gäste nur mit acht Mann
 
Von: Michael Buchholz


So stellt man sich ein Achtelfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen natürlich nicht vor: Nach dem 18:9-Hinkampf beim SV Alemannia Nackenheim traten die Rheinhessen am Samstag zum Rückkampf in Burghausen ohne ihre Stars und nur mit acht Mann an – insofern war bereits nach der Waage klar, dass der Kampf mit 40:0 gewertet wird, da laut DRB-Richtlinien die Mannschaften mit mindestens neun Mann antreten müssen. Burghausen steht also im Viertelfinale und trifft dort auf den RSV Rotation Greiz.

Vladimir Egorov feierte bei seinem Saisondebut einen technischen Überlegenheitssieg.

Revance geglückt: Witalis Lazovski besiegte im spannendsten Kampf des Abends Ruslan Kudrynets.

Mit einer spektakulären 5-er Wertung sorgte Andreas Maier für klare Verhältnisse.

Obwohl sich sein Gegner Islam Koray Cakici gut 5:30 Minuten weitestgehend dem Kampf entzog, gelang Ismail Muszukajev ein technischer Überlegenheitssieg.

Die Südost-Thüringer standen schon kurz nach der Auslosung im Dezember als Viertelfinalist fest, weil deren Gegner ASV Urloffen mit personellen Engpässen zu kämpfen hat und deswegen nicht antreten konnte – aus sportlicher Sicht natürlich auch nicht befriedigend. Aber in diesen Zeiten, in denen wegen Corona-Fällen und entsprechenden Quarantäne-Bestimmungen wohl keine der qualifizierten Endrunden-Mannschaften ihre beste Aufstellung auf die Matte bringen kann, sicherlich ein Umstand, mit dem man leben muss.

Umgekehrt birgt diese allgemeine Unsicherheit natürlich auch Chancen für Mannschaften, die unter normalen Umständen nur Außenseiterchancen hätten. So sieht es auch Burghausens Sportlicher Leiter Matthias Maasch: „Warum Nackenheim diese Aufstellung rausgezaubert hat, wissen wir nicht. Aber trotz des großen Rückstandes aus dem Hinkampf, wäre die Chance da gewesen, zumal wir ja auch nicht unsere beste Mannschaft aufstellen konnten.“ Soll heißen: Hätte Burghausen zwei oder drei Athleten mehr wegen Einreise- oder Quarantäne-Bestimmungen ersetzen müssen, hätte ein SV Alemannia Nackenheim in Bestbesetzung den Kampf durchaus noch drehen können. Auf der Homepage der Nackenheimer heißt es lapidar: „Da wir leider nur mit 8 Mann antreten konnten, verlieren wir leider 40:0.“ Eine Begründung für die Notaufstellung ist das natürlich nicht, Schlüsse in jede Richtung sind möglich, aber die wahrscheinlichste Variante ist, dass die Nackenheimer die Flinte vorzeitig ins Korn geworfen haben und deswegen keine Anstrengungen mehr unternommen haben, um eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen.

Auf der Matte endete das Duell am Samstag mit 33:3, in den acht Kämpfen, die vor Publikum ausgetragen wurden, setzten sich die Wacker-Athleten sechs Mal vorzeitig durch, im Greco-Welter gelang Witalis Lazovski im hochklassigsten und spannendsten Kampf des Abends die Revanche für die Vorwochen-Niederlage gegen Ruslan Kudrynets, den er nach einer starken Leistung mit 5:3 besiegen konnte. Die einzige Niederlage musste Enes Akbulut in der Freistil-Klasse bis 71 Kilogramm gegen den deutschen Spitzenathleten Viktor Lyzen beim 2:10 einstecken, wobei Akbulut zur Pause noch mit 2:0 in Front lag, ehe der Nackenheimer in der zweiten Runde seine Erfahrung ausspielte.

In der Greco-Eingangsklasse brannte Fabian Schmitt gegen Jan Vielmuth binnen 90 Sekunden ein Grifffeuerwerk zum Überlegenheitssieg ab, im Freistil-Schwergewicht machte Erik Thiele gegen Tamerlan Paschajew gleich mit dem ersten Griff kurzen Prozess und im Freistil-Bantam setzte sich Vladimir Egorov gegen Furkan Ali Yildiz nach knapp fünf Minuten mit 16:1 technisch überlegen durch. Ramsin Azizsir kam im Greco-Halbschwer kampflos zu vier Punkten, ehe Andi Maier im Greco-Leicht gegen Mam Hai Milan Vu mit schönen Aushebern und Schwunggriffen in knapp zwei Minuten ein 17:0 feiern konnte.

Gegen Bekir Demir zeigte sich Edi Tatarinov im ersten Kampf nach der Pause gnadenlos und fertigte seinen Kontrahenten in nur 47 Sekunden mit 16:0 ab, ehe Akbulut seinen Kampf abgeben musste und Idris Ibaev kampflos vier Punkte einstreichen konnte. Nach dem Sieg von Lazovski präsentierte auch Iszmail Muszukajev im abschließenden Freistil-Welter gegen Islam Koray Cakici bei seinem Überlegenheitssieg noch einige technische Schmankerl, so dass die Fans in der Summe trotz fehlender Spannung wenigstens viele tolle Griffe und Aktionen sahen.

Am Samstag steht nun der Hinkampf im Viertelfinale in Greiz auf dem Programm, ehe am 29. Januar der Rückkampf gegen die Thüringer in der Sportparkhalle über die Bühne gehen wird.

 

Fotos vom Achtelfinal-Rückkampf gegen Nackenheim finden Sie >>>HIER<<<



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