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08.07.2024
 
Ein Allgäuer in Oberbayern: Christopher Kraemer bleibt beim SV Wacker Burghausen
 
Von: Roman Hölzl


Ein weiteres Mosaiksteinchen in der Kaderplanung konnten nun die Verantwortlichen des SV Wacker Burghausen mit der Vertragsverlängerung von Christopher Kraemer setzen. Der Greco-Spezialist, der beim SVW primär die Klasse bis 66kg abdeckt, wird mit dem amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister in seine dritte gemeinsame Bundesliga Saison gehen. Obwohl Kraemer als stärkster deutscher Ringer international im 60kg-Limit auf die Matte geht, gilt der Allgäuer, der beim TSV Westendorf zum Spitzenringer reifte, auch in der schwereren 66kg-Gewichtsklasse mit zu den besten Athleten, die auf Deutschlands Ringermatten zu sehen sind.

In den vergangenen Jahren war Christopher Kraemers sportliche Karriere geprägt von einer Mischung aus großen Erfolgen und schweren Verletzungen. Bevor er 2021 zum SVW wechselte, machte er nach einem Kreuzbandriss eine schwere Zeit durch: Dass die vollständige Genesung nach einer derart schweren Verletzung nahezu ein komplettes Jahr dauerte, war nicht verwunderlich. Doch Kraemer kämpfte sich mit eisernem Willen zurück auf die Matte und feierte vor allem im letzten Jahr einige beeindruckende Erfolge - darunter den Titelgewinn bei den deutschen Einzelmeisterschaften, bei denen er seinen größten nationalen Konkurrenten Etienne Kinsinger nach einer unfassbaren Leistung im Finale nach zwei sehenswerten Aushebern vorzeitig auspunkten konnte. Auch in der Bundesliga zeigte Kraemer überaus ansprechende Leistungen - bei seinen fünf Bundesligaeinsätzen gelangen ihm vier Siege. Doch bereits vor den Playoffs war für Kraemer die Saison bereits wieder gelaufen, nachdem er sich erneut eine Verletzung am Knie zuzog, die im Anschluss zweimal operativ behandelt werden musste. Und so konnte Kraemer den diesjährigen Burghauser Titelgewinn nur vom Mattenrand auf Krücken beiwohnen.

Doch dass er eine ausgesprochene Kämpfernatur ist, bewies der 28-Jährige in seiner Karriere bereits mehrfach - so auch jetzt. Nachdem die Operation und die damit verbundene Zeit der Rekonvaleszenz hinter ihm lagen, trainierte Kraemer zielgerichtet auf das Welt-Olympiaqualifikationsturnier. Bereits beim nationalen Ausringen gegen seinen Dauer-Rivalen Etienne Kinsinger wusste Kraemer mit zwei starken Siegen zu überzeugen, sodass er vom Bundestrainer für die Teilnahme am letzten Olympia-Qualifikationsturnier nominiert wurde. Dort gelang Kraemer zum Auftakt ein souveräner Sieg, gefolgt von einer klaren Niederlage gegen den späteren Turniersieger Murad Mammadov (Aserbaidschan). In der Hoffnungsrunde musste sich Kraemer anschließend überaus unglücklich dem Letten Aleksandrs Jurkjans geschlagen geben musste. Damit war für Kraemer der Traum von den Olympischen Spielen vorerst geplatzt. Zu allem Unglück verletzte er sich Olympiaqualifikationsturnier erneut am selben Knie, sodass in den nächsten Wochen vermutlich die dritte Operation innerhalb weniger Monate unumgänglich sein dürfte. Damit fielen für Kraemer auch die diesjährigen Deutschen Einzelmeisterschaften ins Wasser, bei denen er eigentlich die Titelverteidigung im Fokus hatte. Auf Burghauser Seite hofft man, dass der Leichtgewichtler bis zum Start der Bundesliga-Saison wieder fit wird.



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