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02.10.2022
 
Burghauser Ringer werden Favoritenstellung in Nürnberg gerecht
 
Von: Roman Hölzl


Wie schon beim ersten Saisonkampf gegen Lichtenfels gelang der Mannschaft von Cheftrainer Eugen Ponomartschuk auch beim Gastspiel beim SV Johannis Nürnberg ein klarer Sieg: dank sieben Einzelerfolgen sicherten sich die Burghauser Schwerathleten einen hoch verdienten 9:20 Auswärtserfolg, der aber sogar durchaus noch höher hätte ausfallen können. In der gut besuchten Halle der Nürnberger Grizzlys überzeugte die Burghauser Mannschaft allen voran mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit und dem unbändigen Willen der Sportler, in jedem Kampf als Sieger von Matte gehen zu wollen.

Seinen zweiten technisch überlegenen Sieg in Folge feierte Iszmail Muszukajev.

Zum Einstieg in den mit großen Erwartungen verbundenen Fight wischen Nürnberg und Burghausen sicherte sich SVW-Freistil-Spezialist Givi Davidovi gegen den hochgehandelten Kubaner Alexei Alvarez Blanco einen hochverdienten 11:4 Punktsieg. Wie schon in der Vorwoche zeigte Davidovi eine überaus ansprechende Leistung und sorgte für einen in dieser Höhe nicht erwarteten Sieg. Wie schon im Vorfeld erwartet, bot Eugen Ponomartschuk in der Klasse bis 130kg den Italiener Nikolosz Kakhelashvili auf, dem dank seiner körperlichen Vorteile bessere Chancen gegen den deutschen Spitzenringer Christian John eingeräumt wurden. Doch bedingt durch einen Gewichtsnachteil von rund 15kg tat sich auch Kakhelashvili schwer, seinen Gegner in Bedrängnis zu bringen. So wurde Kakhelashvili vom Kampfrichter in der ersten Runde in die Bodenlage geschickt, Christian John in dem zweiten Kampfabschnitt. Da dort beiden Athleten ebenfalls keine Wertungen gelangen, siegte Kakhelashvili schlussendlich mit 1:1 durch die zuletzt erzielte Wertung.

Ein böses Ende nahm hingegen das Mattengefecht in der Klasse bis 61kg gr./röm. zwischen Fabian Schmitt und Nürnbergs Neuzugang Justus Petravicius. Gleich beim ersten Angriff knallte Schmitt derart unglücklich kopfvoraus auf den Boden, dass er wenig später auf Grund anhaltender Probleme im Nackenbereich vom Burghauser Trainer von der Matte geholt wurde. Die vier Mannschaftspunkte zu Gunsten der Gastgeber waren absolut nebensächlich, da wie bei fast allen Ringervereinen das gesundheitliche Wohl der Athleten an erster Stelle steht. Einen nationalen Spitzenkampf bekamen anschließend die Nürnberger Zuschauer in der Klasse bis 98kg Freistil zu sehen, in dem sich Johannes Mayer – seines Zeichens amtierender Vize-Europameister der U23-Altersgruppe - am derzeit stärksten deutschen Ringer dieser Gewichtsklasse, Erik Thiele, messen wollte. Doch am Ende war es einmal mehr Erik Thiele, der seine uneingeschränkte Dominanz unter Beweis stellte und Mayer mit einem in dieser Höhe auch verdienten 11:0 Punktsieg in seine Schranken wies. Im letzten Kampf vor der Pause kam es zum Kräftemessen zweier Debütanten, die am vergangenen Wochenende zum ersten Mal Bundesliga-Luft schnupperten. Und wie schon in der Vorwoche präsentierte sich der erst 19-jährige Magomed Kartojev in absolut bestechender Form: Sein rund 10 Jahre älterer Gegner Hamed Kiani war in Summe gegen die schnellen Angriffe Kartojevs chancenlos: zu Beginn der zweiten Runde punktete Kartojev, der mit seiner erfrischenden und unbeschwerten Ringweise auch in Nürnberg überzeugte, seinen Gegner technisch überlegen und damit vorzeitig aus und sorgte so für den 4:10 Pausenstand.

Highlight des Abends war aber sicherlich das Gefecht in der Klasse bis 86kg gr./röm., in dem Burghausen mit Idris Ibaev seinen U23-Weltmeister ins Gefecht gegen Nürnbergs Zoltan Levai schickte, der vor wenigen Wochen mit der Silbermedaille bei den diesjährigen Weltmeisterschaften für Aufsehen sorgte. In einem Kampf auf internationalen Spitzenniveau ging Ibaev in der ersten Runde mit 0:2 in Führung, die sein ungarischer Gegner aber noch vor dem Pausengong egalisieren konnte. Da Ibaev im zweiten Kampfabschnitt vom Mattenleiter als passiv angesehen wurde, erhielt Levai eine weitere Wertung, die final auch den 3:2 Endstand zu Gunsten des Nürnbergers markieren sollte.

Zum Pechvogel des Abends sollte im anschließenden Kampf SVW-Neuzugang und Greco-Spezialist Christopher Krämer werden, der bei seinem ersten Kampf im Burghauser Dress eine Schulterniederlage hinnehmen musste. Gegen den Nürnberger Routinier Tim Stadelmann lief zuerst alles nach Plan – so dominierte Krämer das Geschehen im Standkampf gegen seinen deutlich schwereren Gegner klar und erhielt folgerichtig auch die Oberlage im Bodenkampf zugesprochen. Doch beim Versuch seinen Gegner auszuheben und einen Wurf anzubringen, wurde Krämer eiskalt von Stadelmann ausgekontert und fand sich wenig später auf beiden Schultern wieder. Zum Glück hatte dieser Ausrutscher keine weitreichenden Folgen, da die verbliebenen Wacker-Ringer als klare Favoriten ins Rennen gingen und im weiteren Verlauf des Kampfabends deutliche Siege einfahren konnten.

So tat sich Ali-Pasha Umarpashaev zunächst mit der defensiven Kampfweise von Nürnbergs Andreas Walter in der Klasse bis 80kg Freistil schwer, doch nach einer Steigerung im zweiten Kampfabschnitt setzte sich der Bulgare in Diensten des SV Wacker Burghausen dank schneller Beinangriffe ungefährdet mit7:1 nach Punkten durch. Als Kurzarbeiter beschäftigten sich in den beiden abschließenden Kämpfen der75kg-Klasse Iszmail Muszukajev und Michael Widmayer. So punktete der amtierende Europameister Muszukajev das Nürnberger Eigengewächs Marco Dürmeier dank seiner bekannt schnellen Beinangriffe und einer Serie an Durchdrehern mit 2:18 vorzeitig aus. Michael Widmayer fokussierte sich in seinem Kampf gegen den deutschen Spitzen-Nachwuchsringer Jonas Edel auf seinen bekannt offensivstarken Standkampf und kraftvollen Aushebern, die ihm ebenfalls einen vorzeitige 15:0-Sieg einbrachten. Mit dem Endergebnis von 9:20 bauten festigten die Burghauser Ringer damit vor dem nächsten Heimkampf gegen den SC Siegfried Kleinostheim ihre Tabellenführung. Der Kampf Montag (Tag der Deutschen Einheit) beginnt um 15:00 Uhr.

 

Die Aufzeichnung des Livestreams des SV Johannis Nürnberg finden Sie >>>HIER<<<



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