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26.11.2014
 
Duell um die Tabellenspitze in der Sportparkhalle
 
Von: Roman Hölzl


Alles andere als rosig kann man die Personalsituation bei den Burghauser Zweitligaringern im Moment beschreiben. Nachdem zuletzt neben Martin Maier und Tamas Kiss nun auch Fliegengewichtler Marco Lenz auf unbestimmte Zeit ausfallen wird, bedarf es nun der Kreativität von Wacker-Cheftrainer Rene Klimars, die entstandenen Lücken zu füllen. Zudem steht dem Tabellenführer der zweiten Bundesliga Süd nun der direkte Vergleich mit dem Zweitplatzierten SV Johannis Nürnberg bevor, gegen den man im Vorrundenkampf nach diversen Umstellungen im Kader mit 20:9 die die erste Saisonniederlage hinnehmen musste. Trotz aller Widrigkeiten will man auf Burghauser Seite alles dafür tun, um den Heimnimbus zu wahren und die Tabellenführung auszubauen.

Ein weiterer Sieg des Burghauser Publikumslieblings Miroslav Geshev ist fest eingeplant.

Das Ziel ist klar definiert – gegen Nürnberg soll ein weiterer Sieg her. Doch um dieses Ziel in die Tat umzusetzen, bedarf es ein gehöriges Maß an Fingerspitzengefühl, wenn es um die Zusammenstellung der Mannschaft geht – denn jeder Punkt kann am Ende entscheidend über Sieg und Niederlage sein. Gleich im ersten Kampf des Abends wird die Burghauser Mannschaft mit einem Handicap ins Rennen gehen, denn die Verletzung von Marco Lenz reist ein nicht zu stopfendes Loch in das Burghauser Mannschaftsgefüge. Falls Cheftrainer Rene Klimars nicht noch eine bislang nicht absehbare Überraschung aus dem Hut zaubern kann oder sich die Verletzung von Marco Lenz bei seiner Untersuchung als nicht gravierend wie befürchtet herausstellen sollte, müssen im Auftaktkampf wohl oder übel vier Mannschaftspunkte für die fränkischen Gegner eingerechnet werden. Nicht in die Karten sehen lassen will sich hingegen Rene Klimars in der Gewichtsklasse bis 130kg Freistil. Neben Anton Losowik und Gergely Kiss könnte wie bereits im Hinkampf auch Miroslav Geshev die schwerste Gewichtsklasse besetzen. Auf Nürnberger Seite wird die erstligaerfahrene Stammkraft Felix Polianidis zum Einsatz kommen, der sich im Hinkampf Miroslav Geshev denkbar knapp mit 1:1 geschlagen geben musste. Zu einem Freistil-Schmankerl könnte es in der Gewichtsklasse bis 61kg kommen, falls das Bulgarische Ausnahmetalent Mikiay Naim auf seinen erfahrenen Landsmann Stoyan Iliev trifft, der in der laufenden Saison bislang nur zwei Kämpfe abgeben musste. Fest eingeplant sind auf Burghauser Seite auch die Punkte der Gewichtsklasse bis 98kg gr./röm., wenn der amtierende Deutsche Meister Eugen Ponomartschuk und Philipp Vanek aufeinander treffen. Trotz eines deutlichen Gewichtsnachteils gilt Ponomartschuk in diesem Gefecht als klarer Favorit. Im letzten Kampf vor der Pause wird eines der entscheidenden Duelle stattfinden, wenn sich Andreas Maier und der junge deutsche Kaderringer Deniz Menekse gegenüberstehen. Da sich beide Ringer von verschiedenen gemeinsamen Trainings her kennen, wird mit einem hauchdünnen Ausgang gerechnet, bei dem die Tagesform über Sieg und Niederlage entscheidend sein wird.

Die zweite Hälfte des Kampfabends wird mit einem weiteren rein bulgarischen Duell eröffnet. In der Gewichtsklasse bis 86kg Freistil werde die Gästetrainer Christoph Pscherer und Daniel Endres mit Milan Blagoev einen ihrer stärksten Ringer ins Rennen schicken. Während Miroslav Geshev wohl als leichter Favorit ins Rennen gehen würd, könnte sich Nikolay Kurtev für seine 0:1 Niederlage im Hinkampf revanchieren. Die zweite große Baustelle in der Burghauser Mannschaft betrifft die Gewichtsklasse bis 66kg Freistil, in der auf Nürnberger Seite entweder der Bulgare Stoyan Iliev oder Nürnbergs Nachwuchsringer Tim Stadelmann warten. Ob für den SV Wacker einmal mehr Csongor Knipli stilartfremd antreten wird, oder Dominik Ratz bzw. Stefan Wuchterl die durch Martin Maiers Verletzung entstandene Lücke füllen werden, ist bislang noch offen. So oder so – die Erfolgsaussichten in diesem Kampf beschränken sich aus Burghauser Sicht realistisch betrachtet auf ein Minimum. Deutlich besser stehen die Chancen auf einen Sieg, wenn Wackers Team-Kapitän und WM-Teilnehmer Matthias Maasch auf Nürnbergs Eigengewächs Sven Dürmeier trifft. Während sich im Hinkampf noch Andreas Maier nach einer mehr als zweifelhaften Disqualifikation durch den Mattenleiter geschlagen geben musste, werden sich im Kampf zwischen Maasch und Dürmeier die Kräfteverhältnisse wohl umkehren. Zum Abschluss des Kampfabends könnte ein weiteres Highlight auf das Burghauser Publikum warten, falls Wackers Freistil-Ass und Publikumsliebling Nikolay Kurtev auf den bärenstarken Moldauer Evgeni Valentir trifft. Über den Ausgang dieses Kampfes zweiter annähernd gleichstarker Ringer kann nur spekuliert werden, sodass – für den Fall, dass der letzte Kampf des Abends noch Einfluss auf den Ausgang des Mannschaftskampfes haben sollte – die Spannungskurve bis zum Ende hochgehalten werden wird.

Bereits ab 16:15 Uhr beginnen die Vorkämpfe des Abends. Für die Schülermannschaft stellt die Begegnung mit dem TSV Berchtesgaden einen richtungsweisenden Vergleich dar. Nur mit einem Sieg gegen den Tabellennachbarn kann ein weiteres Abrutschen in der Tabelle der Schüler-Grenzlandliga vermieden werden. Schlechte Erfolgsaussichten hingegen haben die Ringer der Wacker-Reserve, die ab 17:30 Uhr im Kampf gegen den SV Untergriesbach II – dem souveränen Tabellenführer der Gruppenliga Süd – ihren Mann stehen.



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