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Informatives


06.11.2007
 
Ringertrainer Michael Pronold verspricht spannende Runde
 


Zum Auftakt ihrer dritten Saison in der 1. Bundesliga stehen die Mannen um Chefcoach Michael Pronold am 29. September beim TuS Adelhausen auf der Matte, wo sie gleich einmal als Favorit gehandelt werden. In einschlägigen Ringerforen werden die Burghauser, spätestens seit dem Bekanntwerden der Verpflichtung von David Otiashvili, gar zu den Topteams der Eliteliga gerechnet, die im Rennen um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ganz vorne dabei sein werden.

David Otiashvili besetzt zukünftig die 120 kg Freistil.

Der 27-jährige Georgier Otiasvili ist der sechste und letzte Neuzugang der Wackerianer und von der Papierform her der Hochkarätigste. Der 100 kg schwere Freistilspezialist, zweifacher Medaillengewinner bei Europa- und Weltmeisterschaften, wird sich im Halbschwer- und Schwergewicht mit dem jungen Ungarn Gergely Kiss abwechseln. Sportlicher Leiter Ludwig Lechner spricht von einem absoluten Kracher und hält große Stücke auf den Georgier, der in den vergangenen Jahren schon für Furore in der Deutschen Bundesliga sorgte. 2005 und 2006 stand David Otiasvili für den Deutschen Rekordmeister VfK Schifferstadt, welcher sich ja bekanntlich im letzten Jahr unrühmlich aus dem Ringergeschehen zurückzog, auf der Matte und erzielte eine fast makellose Bilanz. Lediglich einmal in seinen insgesamt 15 Auftritten zog er knapp den Kürzeren. Äußerst namhafte Kontrahenten wie beispielsweise den dunkelhäutigen Vize-Europameister Vincent Aka und den 13-maligen Deutschen Meister und siebenmaligen Medaillengewinner bei WM und EM, Sven Thiele, hielt der Georgier auf Abstand.  

 

 

Was SVW-Trainer Michael Pronold von David Otiasvili und den anderen Neuzugängen hält und wie seine Prognose für die anstehende Runde aussieht, wollten wir näher wissen.

 

 

Herr Pronold, ihr Kommentar zur Verpflichtung von David Otiasvili.

 

Keine Frage, ein absoluter Topmann mit phänomenalen Ergebnissen. David könnte für uns doppelt wertvoll sein, da er eine Klasse besetzt in der wir bislang kaum Zählbares einbrachten. Ich bin auch davon überzeugt, dass er keinesfalls so untrainiert wie sein Vorgänger Boyadzhiev aufkreuzen wird.

 

Einige Stimmen zu den anderen fünf Neuverpflichtungen

 

Zunächst einmal freut es mich, dass es alles junge Leute sind, die in kurzer Zeit eine enorme Entwicklung hinlegen können und für den Verein evtl. auch eine längerfristige Planung möglich machen. Man kann natürlich nicht erwarten, dass alle in dieser Saison schon absolute Punktegaranten sind. Dem Jüngsten, Nicolay Kurtev (noch 21 Jahre) traue ich am Meisten zu. Dieser hat ja schon in Hallbergmoos bewiesen dass er zur Bundesligaspitze gehört. Dort siegte er in allen seinen Einsätzen. Besonders wichtig auch deshalb, denn damit dürften wir im Leichtgewicht Freistil eine weitere Schwachstelle ausgemerzt haben. Über den Zugang von Christoph Scherr (24 Jahre) bin ich sehr erfreut, denn einen Deutschen Topmann zu bekommen ist erstens sehr schwierig und zweitens konnte man sich schon davon überzeugen, dass er menschlich toll zu uns passt. Ich bin auch überzeugt, dass Christoph in der klassischen 60 kg Kategorie eine sehr gute Saison abliefern wird. Bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft, wo er Dritter geworden ist, konnte man sich von seiner Stärke im Bodenkampf überzeugen, was angesichts des Reglements ein sehr entscheidender Faktor ist. Nicht sehr genau kann ich die beiden 22-jährigen Ville Lehmusvirta und Ivan Deliverski einschätzen. Der Finne (74 kg klassisch) ist ein sehr interessanter Mann, denn unverkennbar ist die Schule von Juha Lappalainen. Auch scheint Ville ausgesprochen ehrgeizig zu sein und wird sich niemals aufgeben. Vom Bulgaren Ivan (74 kg Freistil) erwarte ich mir vorerst keine absoluten Topergebnisse, aber ich lasse mich gerne überraschen. Mihail Ganev wird er freilich keinesfalls gleichwertig ersetzen können. Eine kleine Unbekannte ist auch der Ungar Kiss, der aber mit der Empfehlung des ungarischen Meisters und EM-Siebten kommt.

 

 

Was ist zu den Abgängen zu sagen?

 

 

Der Weggang der bulgarischen Athleten Buzhidar Boyadzhiev zum SV Weingarten und Stanimir Dinev zum KSV Witten tut uns nicht weh, hier haben wir sogar noch eine Ablöse erhalten. Auch an der Weiterverpflichtung von Ivo Minkov Vasiliev, der sich verletzungsbedingt kaum präsentieren konnte, hatten wir kein Interesse mehr. Um unseren Topscorer Mihail Petrov Ganev (zu Luckenwalde) ist es natürlich schade, aber er hätte sowieso nicht mehr in der 74 kg Kategorie gekämpft. In der nächsthöheren Klasse haben wir mit seinem Landsmann Miroslav Geshev auch keinen Schlechten zu wesentlich günstigeren Konditionen. Anton Wollinger kehrt nach sechs Jahren in Burghausen zu seinem Heimatverein RG Willmering zurück. Vom Kameradschaftlichen tut uns das zwar leid, ist aber zu akzeptieren. Dass sich Christoph Zauner erst kürzlich zum Karriereende bekannte, dürfte angesichts der diesjährigen Personalsituation in den schweren Klassen kompensiert werden.

 

 

Herr Pronold, was erwarten sie in der neuen Saison? Welche Ziele verfolgen Sie?

 

 

Dass Burghausen des Öfteren als Meisterschaftsfavorit gehandelt wurde ist Blödsinn und kommt nur daher, weil wir schon sehr frühzeitig, vor allen anderen, unsere Neuzugänge bekannt gegeben haben. Unsere Südstaffel ist sehr stark und mit dem KSV Aalen haben wir auch den DM-Favoriten Nummer eins in der Liga. Sehr zu beachten ist auch der SC Anger, der sehr spät noch absolute Weltklasseathleten unter Vertrag nahm und natürlich wie jedes Jahr Siegfried Hallbergmoos. Der Deutsche Meister Köllerbach und Altmeister Witten sehe ich als die Topteams der Staffel Mitte und im Norden geht natürlich kein Weg an Luckenwalde vorbei. Die diesjährige Wacker-Staffel ist mit Sicherheit die stärkste in unserer dreijährigen Bundesligazugehörigkeit und das Erreichen der Play-Offs (unter die ersten Fünf der Südliga) eigentlich ein Muss. Weitere mögliche Erfolge hängen dann natürlich auch ganz stark von der Auslosung ab. In der Endphase der Mannschaftsmeisterschaft wird es vermehrt auf die deutschen Akteure in einer Mannschaft ankommen, da viele Ausländer wegen der Vorbereitung auf die Olympiade nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Speziell auf diesem Sektor sind wir aber mit Andreas und Martin Maier, Christoph Scherr, Matthias Maasch und Eugen Ponomartschuk gut aufgestellt. Insgesamt gesehen, gehe ich mit einem sehr guten Gefühl am 29. September an den Start.

 

 

Wieder haben sich Wettkampfregeln leicht geändert.

 

 

Was ist Ihre Meinung dazu? Grundsätzlich sehe ich die Regeländerungen positiv. So z.B., dass es nach der Vorrunde im K.O. System weitergeht. Auch die Neuerung, dass ein Kampf ohne technische Wertungen nur noch 1:0 gewertet wird, finde ich gut, denn vielleicht wird deshalb ein klein wenig offensiver gerungen.

 

 

Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück in der bevorstehenden Saison. 

 

 

Etwas Glück ist immer auch notwendig, aber ganz wichtig sind unsere zahlreichen Fans, die eine stimmungsvolle Kulisse erzeugen und somit den Heimringer motivieren. Wir werden alles tun, damit die Sportparkhalle eine weiterhin fast uneinnehmbare Festung bleibt. Es steht uns allen eine sehr interessante Bundesligarunde bevor.



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