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07.11.2007
 
Herbe 14 : 23 Schlappe beim SV Siegfried Hallbergmoos
 


Frustriert kehrte Ringer Erstligist SV Wacker Burghausen am Allerheiligenabend vom Spitzenduell der Südgruppe aus Hallbergmoos zurück. Bei der 14 : 23 Schlappe gelangen den Wackerianern beim punktgleichen bayerischen Rivalen lediglich drei Mattenerfolge. Eigentlich wollte man dem SVS im fünften Aufeinandertreffen in der Eliteklasse erstmals ernsthaft die Stirn bieten, was im Vorfeld auch für möglich erschien.

Da half der ganze Einsatz am Mattenrand nichts - gegen Hallbergmoos verlor man unerwartet deutlich

Hallbergmoos stellte die exakt gleiche Staffel mit der sie am vergangenen Wochenende beim SC Anger unterlag. Die daraus resultierende Hoffnung der Salzachstädter dem Deutschen Vizemeister von 2005 ebenfalls ein Bein stellen zu können zerplatzte wie eine Seifenblase. Letztendlich triumphierte eine heimstarke Siegfried-Staffel über eine auswärtsschwache Burghauser Formation. Dabei kann keinem der Pronold-Schützlinge eine besonders schwache Leistung nachgesagt werden, aber es wuchs eben auch keiner über sich hinaus. Hatten vor der Begegnung noch drei SV Wacker Athleten eine reine Weste, so ist nun keiner mehr ungeschlagen.

<typohead type="2" align="justify">Pausenstand 10:9 für die Gastgeber.</typohead type="2">

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Nur ein klarer Triumph von Eugen Ponomartschuk im klassischen Mittelgewicht über Adomaitis Laumutis hätte die Gäste wieder ins Spiel gebracht. Der 22-jährige deutsche Vizemeister hatte aber diesmal gegen den 1 Jahr jüngeren litauischen Weltklassemann nichts zu melden und unterlag in drei Runden.

Toll zur Wehr setzte sich Matthias Maasch im klassischen Leichtgewicht gegen den als übermächtig angepriesenen Bulgaren Plamen Petrov. Lediglich etwas Pech und unverständliche Mattenleiterentscheidungen in Durchgang drei und vier führten dazu, dass das SVW Eigengewächs nur einen Rundengewinn verbuchte (1:3).

Mit einem Schultersieg von 84 kg Freistilspezialist Miroslav Geshev über Siegfried-Akteur Andreas Meckel kamen die Gäste zwar nochmals heran, konnten aber in den abschließenden Weltergewichtsduellen nichts mehr hinzugewinnen. Unglücklich agierte Freistiler Ivan Deliverski, der sich in allen drei Abschnitten nach schönen Beinangriffen vom Hallbergmooser Apostolos Taskoudis auskontern ließ (0:3). Nicht zu bestellen hatte Klassiker Ville Lehmusvirta gegen den diesjährigen Dritten der Welt- und Europameisterschaft, Valdemaras Venckaitis. Der Litauer triumphierte mittels Technischer Überlegenheit.

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Stimmen der Trainer:

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Mahmoud Karimi (Hallbergmoos, früher Burghausen)

Den Sieg für uns in dieser Deutlichkeit habe ich natürlich nicht erwartet. Es waren einige sehr enge Kämpfe dabei, wo die mentale Stärke meiner Athleten den Ausschlag gab. Etwas enttäuscht bin ich von Kurtev (ehemals Hallbergmoos Anm. der Red.), der ein ganz toller Techniker ist, aber wie es scheint wenig Kondition hat. Unser Mannschaftsziel ist zunächst Rang zwei in der Südstaffel. Wir müssen aber höllisch aufpassen, dass wir nicht noch einmal über Anger stolpern und in Burghausen wird es sicherlich sehr schwer.

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Michael Pronold (SV Wacker)

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Der Sieg für Hallbergmoos ist gerechtfertigt, aber das Ergebnis ist zu hoch. Ich bin sehr enttäuscht, dass wir nur drei Einzelgefechte gewinnen konnten. Christoph Scherr bestätigt immer mehr meine Voraussagen. Matthias Maasch und Theo Tounousidis hatten viel Pech. Niko Kurtev hatte unverständlicherweise Konditionsprobleme und Ivan Deliverski agierte unklug, sonst wäre mehr drin gewesen.

Der Auftakt im Mannschaftsgefecht verlief wie von den Gästen befürchtet. 55 kg Akteur Andreas Maier musste im ungeliebten freien Stil die Technische Überlegenheit in drei Runden des dreifachen Deutschen Vize-Meisters Thomas Sedlmeier anerkennen.

Wie sehr sich Theodoros Tounousidis im Schwergewicht auch mühte, gegen den 23 Kilogramm schwereren Weltklasseathleten Mizgaitis Mindaugas gabs kein Durchkommen. Letztendlich hatte der Wackerianer auch noch Pech, denn eine einzige technische Wertung des Hausherren ergaben am Ende 0:3 Mannschaftspunkte.

0:7 lagen die Salzachstädter nach zwei Gefechten zurück, als Christoph Scherr in der 60 kg Kategorie dem Fünften der letztjährigen Weltmeisterschaft, Tibor Olah gegenüberstand. Schon in der ersten Runde demonstrierte der SVW Neuzugang beim 3:0 seine Topform. Auch der zweite Durchgang verlief bis 30 Sekunden vor dem Kampfende identisch, dann aber nutzte der Gast eine Unachtsamkeit des Ungarn und drückte diesen auf die Schultern. Begeisterungsstürme der vielen Gästefans begleiteten den vor Freude in die Luft springenden Scherr von der Matte.

Als im Anschluss daran Halbschwergewichtler Gergely Kiss schon in der ersten Minute den erhofften Schultersieg gegen Benjamin Drobny einfuhr, führte die Riege von Michael Pronold plötzlich wieder mit 8:7.

Der letzte Kampf vor der Pause (66 kg Freistil) zwischen Burghausens bislang ungeschlagenem Nikolay Kurtev und dem aktuellen Europameisterschaftsdritten Gergö Wöller, sollte nach Meinung der Fachleute eine kleine Vorentscheidung bringen. Mit dem Gewinn der ersten Runde unterstrich die bulgarische Neuverpflichtung des SVW seine Qualitäten, zeigte von da an aber leichte Konditionsschwächen. Der Ungar in Hallbergmooser Diensten nutzte dies zum knappen Gewinn der darauffolgenden Abschnitte.

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