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27.12.2019
 
Es wird ernst: Mission Titelverteidigung beginnt in Adelhausen
 
Von: Michael Buchholz


Die Mission Titel 3.0 startet am heutigen Samstag: Mit dem Hinkampf im Viertelfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft wird es für die Ringer des SV Wacker Burghausen ab 19.20 Uhr in der Dinkelberghalle richtig spannend. Der Titelverteidiger geht beim TuS Adelhausen zwar als Favorit ins Rennen, darf sich jedoch keine größeren Ausrutscher erlauben, um dann am 4. Januar vor eigenem Publikum den Aufstieg ins Halbfinale zu schaffen. Der dritte Titel in Folge ist das große Ziel, aber alle Beteiligten wissen, dass der geplante Coup kein Selbstläufer wird.

Roland Schwarz will beim Ex-Club in Adelhausen für eine gute Burghauser Ausgangsposition vor dem Rückkampf sorgen.

Wie in den vergangenen beiden Jahren kommt es in erster Linie darauf an, dass alle Athleten zur Verfügung stehen und dass Trainer Ponomartschuk zusammen mit Mannschaftsführer Matthias Maasch und Sportlichem Leiter Anton Losowik die richtige Aufstellung austüfteltet. „Wir gehen davon aus, dass wir aus dem Vollen schöpfen können und bei der Aufstellung habe ich vollstes Vertrauen in unseren Trainer und seine Mitstreiter. Das ist geballtes Knowhow“, sagt Abteilungsleiter Jürgen Löblein.

Schon unmittelbar nach der Auslosung am vergangenen Samstag wurden freilich auch die Erinnerungen an den Horrortrip im Januar dieses Jahres nach Adelhausen wieder wach, als der Burghauser Bus wegen der extrem winterlichen Straßenlage satte zwölf Stunden unterwegs war, der Tross zu spät zur Waage kam und sich die Sportler nicht richtig vorbereiten konnten. Am Ende reichte es zu einem 13:13-Unentschieden, das sich als stabile Grundlage für den 17:11-Sieg im Rückkampf und den Finaleinzug samt Titelverteidigung entpuppte.

Auf Seiten des TuS Tadelhausen wurde die Situation damals – und zum Teil noch heute – ganz anders gewertet, da sitzt der Stachel der Enttäuschung immer noch tief. Und so kursieren weiter die wildesten Vorwürfe, die offiziell natürlich längst ad acta gelegt sind. „Wir hätten damals ja auch in einem Hotel kurz vor Adelhausen übernachten können. Wenn dann am nächsten Tag bei einem Unfall die Autobahn gesperrt worden wäre und wir mitten im Stau gestanden hätten, wäre es nichts anderes gewesen“, so Löblein.

So oder so, auf Seiten der Gastgeber gibt es ganz offensichtlich noch ein gewisses Wut-Potential, hatten sich die Dinkelberger vor Jahresfrist eigentlich schon als designierter Meister gesehen und dafür auch ordentlich investiert. Nach dem Halbfinal-Aus verließen zahlreiche Athleten den Verein, darunter auch Vize-Europameister Roland Schwarz, der nun mit Burghausen auf seinen Ex-Verein trifft und mit dem SVW den Titel erringen möchte. Überdies ist der Truppe von Trainer Bernd Reichenbach in dieser Saison das Glück nicht sonderlich hold und so zog sich zum Abschluss der Doppelrunde am vergangenen Samstag Freistil-Mittelgewichtler Edgaras Voitechovskis noch eine schwere Knieverletzung zu. Ob sich der Verdacht auf Kreuzbandriss bestätigt hat, ist für das Viertelfinale wohl nicht entscheidend, denn Voitechovskis wird wohl ebenso wenig einsatzfähig sein wie die mehrfachen Deutschen Meister Peter Öhler und Manuel Wolfer sowie Alexander Semisorow.

Auf Seiten der Gäste ist noch nicht klar, ob Ramsin Azizsir nach seiner Knieverletzung letzte Woche schon wieder richtig belastbar ist, Michael Widmayer sollte hingegen seine langwierige Verletzung überwunden haben, so dass seinem Einsatz nichts im Wege steht. Wie immer besonders wichtig: Die Eigengewächse Maasch und Andi Maier, die den Punkteschnitt bei der Aufstellung nach unten drücken und sich gleichzeitig auf höchstem Niveau bewegen. Das garantiert den nötigen Handlungsspielraum bei der Aufstellung ohne pokern zu müssen.



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