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05.04.2022
 
Ringer feiern an Bayerischen Meisterschaften die Rückkehr auf die Matte
 
Von: Roman Hölzl


Die erste bayerische Meisterschaft im Nachwuchsbereich seit zwei Jahren wurde mit großer Vorfreude und der Hoffnung zur Rückkehr zur Normalität von einer Vielzahl von Vereinen und Sportlern aufgenommen. So gastierten am vergangenen Wochenende knapp 40 Ringsportvereine aus ganz Bayern beim TSV Burgebrach, die dank dreier Matten und einer hervorragenden Organisation ein Turnier aufzogen, das den bayerischen Meisterschaften würdig war. Auf Burghauser Seite konnte man sich über vier Gold- und je eine Silber- und Bronzemedaille im Jugendbereich sowie dreifach Gold bei den Senioren freuen – ein hervorragendes Gesamtergebnis.

Strahlende Gesichter: Bei den bayerischen Meisterschaften freuten sich Spotler und Betreuer über die errungenen Erfolge.

Den Turnierauftakt bestritten die Freistilringer in den Altersklassen der D- und C-Jugend sowie der Junioren. Bei den jüngsten Startern wusste vor allem Timur Muhametow in der Klasse bis 38kg zu überzeugen. Mit einem technischen Überlegenheitssieg sowie drei Schultersiegen dürfte sich Muhametow zu Recht über seinen ersten Titel als bayerischer Meister freuen. Ebenfalls Grund zum Jubelt hallte Talha Yilmaz, der sich nach einer Auftaktniederlage gegen Gabriel Lechner (TSV Trostberg) zurück ins Turnier kämpfte und dank eines Schulter- sowie eines technischen Überlegenheitssiegs sich am Ende über Bronze in der Klasse bis 29kg freuen konnte. Für Ben Riekert (29kg) und Alexander Bulatov (31kg) reichte es nach zwei Schulterniederlagen noch nicht für die Finalkämpfe – trotzdem konnten die Burghauser Betreuer Michael Wert und Halit Yilmaz beiden eine kämpferisch einwandfreie Leistung attestieren.

Während in der C-Jugend keine Burghauser Ringer vertreten war, wussten die Junioren der Wacker-Schwerathleten zu überzeugten. So erkämpften sich Magomed Kartojev (70kg) und Alexander Kreimer (125kg) jeweils souverän den Titel des bayerischen Juniorenmeisters. Magomed Kartojev feierte hierzu zwei technische Überlegenheitssiege sowie nach einem überaus aktionsreichen Kampf einen 15:6 Punktsieg gegen Daniel Joachim (TSV Westendorf). Der eigentliche Greco-Ringer Alexander Kreimer hingegen machte auch stilartfremd mit seinen Gegnern kurzen Prozess und schulterte zuerst Anton Stiglmaier (AC Regensburg) nach gut einer Minute Kampfzeit, Kirill Gergert (ASV Neumarkt/Opf.) fand sich nach nicht einmal dreißig Sekunden auf beiden Schultern wieder. Etwas unglücklich verlief das Turnier für Burghausens zweiten Starter in der 70kg-Klasse, Hermann Turovskij. Mit zwei starken Siegen und einer Niederlage zog Turovskij ins kleine Finale ein, dort ging er allerdings im Kampf gegen Daniel Joachim (TSV Westendorf) auf Blatt, sodass für ihn nur der undankbare vierte Platz blieb.

Am zweiten Kampftag griffen dann die Sportler der B-Jugend, Kadetten und Senioren ins Geschehen ein. In der B-Jugend startete Benjamin Pap Orsag in der leichtesten Klasse bis 35kg zu seinem ersten Turnier – und das mit im Schnitt rund 7kg „Untergewicht“, da er aktuell nur in etwa 28kg auf die Waage bringt. Trotz des hohen Gewichtsnachteil wollte Benjamin Pap Orsag unbedingt an den Bayerischen Meisterschaften teilnehmen und sich auf der Matte beweisen – ein Zeichen größten Einsatzwillens. Zwar reichte es für keinen Sieg, aber die gesammelten Turniererfahrungen sind für junge Ringer durch nichts zu ersetzen.

Sultan Muhametow machte es seinem Bruder Timur gleich, der am ersten Kampftag den Titel holte. Nach zwei Schultersiegen und einem technischen Überlegenheitssieg traf Sultan Muhametow im Finale auf Andreas Pelzer (TSV Berchtesgaden). In einem ausgeglichenen und technisch anspruchsvollen Kampf setzte sich am Ende der Burghauser Nachwuchsringer knapp mit 8:7 nach Punkten durch und durfte seinen ersten Titel als Landesmeister bejubeln. Knapp an Gold schrammte hingegen Albert Kreimer – Bruder von Schwergewichtler Alexander Kreimer. Erst im Finale musste sich das Nachwuchstalent seinem Gegner Diego Alan Ulm (TSV Westendorf) geschlagen geben. Davor setzte sich Albert Kreimer mit starken Leistungen gegen seine drei Gegner im Turnierverlauf durch.

Bei den Kadetten schrammte Valentin Turovskij wie schon am Tag zuvor sein Bruder Hermann denkbar knapp an der Bronzemedaille vorbei. Nach zwei Schultersiegen zum Auftakt fand sich Valentin Turovskij nach einer Unaufmerksamkeit im Kampf gegen Milad Karimi (TSV St. Wolfgang) selbst auf beiden Schulterblättern wieder. Im Kampf um Bronze unterlag Turovskij anschließend mit 5:0 gegen Benny-Ben Berkil (SV Johannis Nürnberg).

Jugendleiter Halit Yilmaz zeigte sich mit den Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden: „Es ist Jahre her, dass wir mit so vielen Jugendlichen bei bayerischen Meisterschaften antreten konnten. Die Ergebnisse unserer starken Nachwuchsringer ist hervorragend – wir freuen uns alle sehr über die Medaillen, wissen aber auch, dass noch viel Trainingsarbeit vor uns liegt. Bei den Ringern, die noch ganz am Anfang Ihrer Karriere stehen, sind bayerische Meisterschaften zum Einstieg ins Turniergeschehen schon eine große Hausnummer – drei Matten, viele Ringer und damit viel Ablenkung. Das Ganze dann noch gepaart mit der der Nervosität, das erste Mal bei einem Turnier dabei zu sein, das sind große Erfahrungen, die für jeden Nachwuchsringer eminent wichtig sind. Nur durch Wettkämpfe können sich die Sportler weiterentwickeln, das Nervenflattern ablegen, zeitgleich sich Routinen aneignen und jede Menge praktische Erkenntnisse mitnehmen. Wir freuen uns, dass nun für die Schülerringer wieder ein großer Schritt Richtung Normalität gemacht ist.“

Bei den Männern konnte der SV Wacker Burghausen fünf Starter aufbieten. In der 57kgh-Klasse startet Erwin Kobsar, der nach vier vorzeitigen Niederlagen den fünften Platz belegte. Ebenfalls auf Rang fünf landete Hermann Turovskij, bei dem im Turnierverlauf ein Sieg und drei Niederlagen zu Buche standen. Den Titel des bayerischen Meisters konnten sich dafür Mansur Dakiev (74kg), Jakob Rottenaicher (79kg) und Eduard Tatarinov (86kg) sichern. Dakiev konnte seine Gegner in den ersten vier Pool-Kämpfen allesamt in Schach halten, einzig der letzte – zu seinem Glück nicht mehr entscheidende – Poolkampf gegen Moritz Oberhauser (TSV Aichach) ging per Schultersieg an seinen Gegner. Jakob Rottenaicher und Eduard Tatarinov dominierten ihre Gewichtsklassen nach Belieben:  So sicherte sich Rottenaicher die Goldmedaille durch drei technische Überlegenheitssiege sowie einem Schultersieg - eine beeindruckende Leistung gegen starke Gegner. Eduard Tatarinov marschierte mit drei vorzeitigen Siegen und einem klaren Punktsieg durch die Pool-Runde. Im Finale punktete er den Lokalmatadoren Dominik Winkler (TSV Burgebrach) zum Leidwesen der anwesenden Fans mit 15:4 vorzeitig aus.

Auch BRV-Präsident Florian Geiger freute sich über den gelungenen Auftakt in die Turniersaison. „Die Ringer sind wieder zurück! Wir hatten viele Teilnehmer, schöne Kämpfe, also insgesamt eine rundum gelungene Veranstaltung, die vom Ausrichter TSV Burgebrach top organisiert wurde. Klasse ist auch die Beteiligung der teilnehmenden Vereine. Es war ein tolles, friedliches Miteinander“, zog Geiger ein rundum positives Fazit nach Abschluss der Meisterschaften.



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