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08.08.2022
 
Gut in Form: Burghauser Ringer überzeugen beim Grand Prix von Deutschland
 
Von: Roman Hölzl


Rund einen Monat vor den diesjährigen Weltmeisterschaften wurde am vergangenen Wochenende der Grand Prix von Deutschland in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle abgehalten. So stellte das größte in Deutschland ausgerungenen internationalen UWW-Turnier einerseits einen echten Härtetest für die Deutschen Ringer im griechisch-römischen Stil dar, andererseits werden die Ergebnisse schlussendlich auch für die Bundestrainer die Grundlage für die WM-Nominierungen bilden. Allen voran überzeugten einmal mehr die Burghauser Ringer mit zwei Gold- und einer Silbermedaille.

Eindrucksvoll: Roland Schwarz sicherte sich beim Grand Prix von Deutschland die Goldmedaille.

Auch eine Gewichtsklasse höher beeindruckte Idris Ibaev mit ringerischen Schmankerl.

Nicht vom Glück verfolgt war hingegen Chris Kraemer: Auf drei unglückliche Niederlagen folgte am Ende auch noch eine Verletzung

Mit dem Ukrainer Koriun Sahradian hatte Fabian Schmitt in der Gewichtsklasse bis 55kg nur einen einzigen Gegner, sodass das Turnier im Modus „best of three“ ausgetragen wurde. Im ersten Gefecht kontrollierte Schmitt den Kampf souverän, scheiterte aber zumeist den der starken Defensive seines Gegners – der 2:1 Punktsieg fiel damit am Ende knapper als es der tatsächliche Kampfverlauf aus. Im Rückkampf machte Schmitt die Sache deutlicher – mit einem 5:2 Punktsieg bestätigte er seine hervorragende Frühform und festigte zudem seine Ambitionen auf eine mögliche WM-Teilnahme.

Für SVW-Neuzugang Christopher Kraemer hingegen verlief das gesamte Turnier in der 60kg-Klasse unfassbar unglücklich. So unterlag Kraemer gegen die beiden Ukrainer Vladyslav Kuzko und Viktor Petrik trotz starken Leistungen mit 2:3 bzw. 3:5 nach Punkten. Im Kampf gegen den Deutschen Olympiateilnehmer Etienne Kinsinger überzeugte Kraemer mit einer kämpferischen Spitzenleistung: Zwar ging Kinsinger schnell mit 5:0 in Führung, doch ließ sich Kraemer von dem Rückstand nicht beeindrucken, sammelte Wertung um Wertung und ging in der zweiten Runde mit 7:5 in Führung. Dock am Ende reichte es nicht für den Sieg – nach einer weiteren Aktion seines Gegners unterlag Kraemer schlussendlich mit 7:9 nach Punkten. Da sich Kraemer zudem im dritten Turnierkampf eine Blessur zuzog, musste er den vierten Kampf verletzungsbedingt aufgeben.

Nach nur einem einzigen Kampf endete auch für Witalis Lazovski der Grand Prix vorzeitig. Gegen den bärenstarken Franzosen Tigran Galustyan lag Lazovski nach einer Unachtsamkeit schnell mit 0:3 im Rückstand. Diesen konnte er zwar im zweiten Kampfabschnitt noch auf 1:3 verkürzen, doch am Ende gelang es dem Franzosen erfolgreich, Lazovskis Angriffsversuche abzuwehren und damit in die nächste Runde einzuziehen. Da Galustyan im Halbfinale seinerseits eine Niederlage kassierte, bliebt Witalis Lazovski auch der Einzug in die Hoffnungsrunde verwehrt.

Bei seinem ersten internationalen Turniereinsatz in der Klasse bis 77kg überzeugte Idris Ibaev trotz Untergewicht und damit großen körperlichen Nachteilen gegenüber seinen Gegnern. So traf Ibaev auf seinem Weg ins Finale auf drei starke und international erfahrene Ukrainer, die er allesamt besiegen konnte. In der Qualifikation traf Ibaev auf Igor Bychkov, der ihm bei seinem 5:3 Punktsieg alles abverlangte. Klarer, aber nicht weniger intensiv, verlief die Viertelfinal-Begegnung gegen Kadetten-Europameister des Jahres 2016 Dmytro Vasetskyi. Mit einem 7:3 Sieg gelang U23-Weltmeister Idris Ibaev dank schöner Techniken in Stand und Bodenlage der Halbfinaleinzug, wo er auf Artur Politaiev traf – den nominell stärksten der drei Ukrainer. Doch im Gefecht gegen Politaiev ließ Ibaev seine Muskeln spielen und siegte schlussendlich hochverdient mit 9:1 technisch überlegen. Erst im Finale fand Ibaev in dem Franzosen Ibrahim Ghanem seinen Meister, der seine körperliche Überlegenheit erfolgreich zu nutzen wusste. Zwar konnte Ibaev das Gefecht lange offen gestalten, doch musste er sich am Ende etwas unglücklich mit 2:6 geschlagen geben.

Mit der Goldmedaille konnte sich Roland Schwarz in der Gewichtsklasse bis 82kg dekorieren. Nach seinem souveränen 5:1 Punktsieg gegen Erik Löser sollte es eigentlich zum mit Spannung erwarteten Duell mit Pascal Eisele kommen – seinem größten Konkurrenten auf die WM-Nominierung. Doch da sich Eisele in seinem ersten Turnierkampf eine Verletzung zuzog, wurde nichts aus diesem Spitzenkampf und Schwarz zog kampflos ins Finale ein. Dort kreuzte er mit dem Ukrainer Madamin Mirzoiev die Klingen. Schon im ersten Kampfabschnitt machte Roland Schwarz alles klar – nach zwei erfolgreichen Armdreh-Schwüngen führte Schwarz bereits zur Halbzeit mit 6:0 und konnte diesen Vorsprung auch im zweiten Kampfabschnitt beibehalten und damit den Turniersieg sicherstellen.

„Alles in allem sind wir mit den Ergebnissen unserer Ringer sehr zufrieden. Sowohl Fabian Schmitt als auch Roland Schwarz haben mit ihren Turniersiegen bewiesen, dass sie sich bereits in einer tollen Form befinden und dass die intensive Vorbereitung Früchte trägt. Auch Idris Ibaev, der zum ersten Mal auf internationalem Parkett eine Gewichtsklasse aufrückte und sich dadurch mit körperlich deutlich stärkeren Gegnern messen musste, hat seine Sache gut gemacht. Und auch Chris Kraemer hat bei seinen Kämpfen einen positiven Eindruck hinterlassen, auch wenn am Ende alle Kämpfe verloren gingen. Wenn Chris, der nach seiner schweren Knieverletzung immer noch nicht bei 100% ist, weiter hart an sich arbeitet, werden sich auch bei Ihm bald Erfolge einstellen. Einzig für Witalis war der Turnierverlauf zu schnell beendet – er befindet sich eigentlich im Rahmen seiner Vorbereitung an einem guten Stand. Schade, dass für ihn das Turnier nach nur einem Kampf endete.“, weiß Matthias Maasch nach einem intensiven und arbeitsreichen Wochenende zu berichten, an dem als Betreuer seiner bayerischen Schützlinge vom Mattenrand aus mitfieberte.

 

Bildnachweise: © Kadir Kalsikan / DRB



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