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16.11.2023
 
Wird Lichtenfels zum Stolperstein für Wacker-Ringer?
 
Von: Roman Hölzl


Nach dem fulminanten Heimsieg gegen den SC Siegfried Kleinostheim wartet auf die Burghauser Schwerathleten beim Gastspiel in Lichtenfels eine der schwierigsten Auswärtsfahrten auf den Tabellenführer der Bundesliga Ost. Denn den „Eagles“ vom AC Lichtenfels kam der Wechsel der Stilarten enorm entgegen – in der Rückrunde zählen die Franken zu den stärksten und am schlechtesten ausrechenbaren Mannschaften, was zuletzt der deutsche Vizemeister vom ASV Schorndorf zu spüren bekam. Mit einem 13:14 Auswärtserfolg bewies die Mannschaft des ACL seine hohe Qualität und setzte im Kampf um die Playoff-Teilnahme ein bemerkenswertes Statement an die Mitkonkurrenten.

Szene des Hinkampfs: Ramsin Azizsir besiegte Hannes Wagner knapp

Vor allem in den Eröffnungsgewichtsklassen bis 57kg gr./röm. und bis 130kg Freistil verfügen die Franken über zwei überdurchschnittliche Ringer. So wird in der 57kg-Klasse fest mit dem Einsatz des Türken Ömer Halis Recep gerechnet, mit dem sich Burghausens Fabian Schmitt seit jeher Kämpfe auf Messers Schneide lieferte. So konnten beide Ringer in der abgelaufenen Saison je einen der beiden Vergleiche für sich entscheiden. Ganz gleich, wer auf Burghauser Seite im Freistil-Schwergewichtskampf auf die Matte gehen wird, gegen den Polen Kamil Tomasz Kosciolek, der das 130kg-Limit nahezu restlos ausreizt – scheint alleine auf Grund der körperlichen Vorteile des Lichtenfelser ein Sieg nahezu ausgeschlossen. Doch spätestens in der Klasse bis 61kg Freistil wird das Burghauser Trainerteam mit Arsen Harutyunyan einen echten Trumpf ins Rennen schicken, wenngleich die Gastgeber mit dem Türken Ahmet Duman den amtierenden U23-Vizeweltmeister aufbieten können – die Zuschauer vor Ort können sich damit auf einen Kampf auf absolutem Weltklasseniveau freuen. Zu einer Neuauflage des Vorrundenkampfs könnte es in der Gewichtsklasse bis 98kg gr./röm. kommen, sollen Ramsin Azizsir und das Lichtenfelser Eigengewächs und Aushängeschild Hannes Wagner erneut die Klingen kreuzen. In der Hinrunde gelang Azizsir ein hauchdünner 3:3 Sieg auf Grund der zuletzt erzielten Wertung. Einen hochinteressanten Ringer kann der ACL im Limit bis 66kg gr./röm. aufbieten. Abu Muslim Aptievich Amaev – ein gebürtiger Russe mit bulgarischem Pass – konnte im Jahr 2019 den Junioren-Weltmeistertitel erkämpfen und sich bei den diesjährigen Europameisterschaften im Seniorenbereich die Bronzemedaille sichern. Auf Christopher Kraemer wartet damit im letzten Kampf vor der Pause Schwerstarbeit, wenngleich sich Kraemer aktuell in bestechender Form befindet und auch die stärksten Gegner nicht zu fürchten braucht.

Nach der Pause sollte es zum Duell zweier deutschen Spitzenringer kommen, wenn ACL Neuzugang Ahmed Dudarov auf den amtierenden Deutschen Meister Eduard Tatarinov trifft. Dudarov wechselte vom ASV Mainz ins Frankenland, bei denen er sich in den Playoffs der abgelaufenen Saison zum mitentscheidenden Faktor für die Mainzer Meisterschaft entwickelte. Und auch in der Klasse bis 71kg Freistil kann Lichtenfels einen hochinteressanten Athleten aufbieten. Der Amerikaner Andre Clarke entschied sich vor rund einem Jahr, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen und fortan die deutschen Farben zu vertreten. Die „Eagles“ sicherten sich vor der Saison die Dienste dieses Spitzenringers, der nur mit einem einzigen Punkt im Punktesystem der Bundesliga zu Buche schlägt. Ob der SV Wacker Burghausen Weltmeister Iszmail Muszukajev oder den formstarken Magomed Kartojev aufbieten wird, könnte eine der entscheidenden Fragen im Aufstellungspoker werden. Nach seinem Sieg  gegen U23 Welt- und Europameister Alexandrin Gutu geht Idris Ibaev mit breiter Brust in das Gefecht gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Maximilian Schwabe, den er in der vergangenen Saison dreimal souverän besiegen konnte. In der Greco-Klasse bis 75kg darf man auf Burghauser Seite gespannt sein, welcher Ringer im Kampf gegen den Lichtenfelser Niklas Ohff antreten wird. Es kann davon ausgegangen werden, dass der angeschlagene Michael Widmayer nach seinem kräftezehrenden Kampf der Vorwoche eine weitere Verschnaufpause erhält. Mit Witalis Lazovski und Bashir Kartojev stehen jedoch zwei weitere Ringer Gewehr bei Fuß, um dem Burghauser Team die wichtigen Mannschaftspunkte für einen möglichen Sieg zu sichern. Sollte Lichtenfels in der abschließenden Begegnung der 75kg Freistilklasse, wie schon zuletzt Marcel Berger aufbieten, wird sowohl Ali-Pasha Umarpashaev als auch Iszmail Muszukajev als klare Favoriten in den Kampf gehen, wenngleich der Lichtenfelser Ringer keinesfalls zu unterschätzen ist. In der Vorrunde musste Burghausens Ali-Pasha Umarpashaev bei seinem 8:5 Punktsieg alles aufbieten, um Berger in seine Schranken zu weisen.

In der Oberliga gastiert der SVW beim Lokalrivalen vom SC Anger. Bereits in der Hinrunde hatte die Burghauser „Zwoate“ bei ihrer klaren 8:21 Heimniederlage nur zwei Mattengefechte für sich entscheiden können, sodass auch beim anstehenden Auswärtskampf die Trauben an diesem Abend relativ hoch hängen dürften. Für die Burghauser Nachwuchsringer steht einer der wichtigsten Mannschaftskämpfe der laufenden Saison auf dem Programm, wenn es am Samstag zum Vergleich mit der KG Vigaun/Abtenau kommt, die aktuell den zweiten Tabellenplatz der Grenzlandliga einnehmen. In der Vorrunde trennten sich beide Teams mit einem 20:20 Unentschieden – nun soll am Samstag der lang erwartete Burghauser Sieg gegen den österreichischen Vertreter folgen.



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