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28.02.2022
 
Wacker-Titel Nr. Vier: Alle Puzzleteile haben perfekt gepasst!
 
Von: Michael Buchholz


Das Wort Titelverteidigung wollte vor der Saison beim SV Wacker Burghausen so recht keiner in den Mund nehmen, dass der Meisterpokal nach fünfeinhalb Monaten intensiver Arbeit am Ende zum vierten Mal in Serie an die Salzach geht, ist ein Produkt vieler steuerbarer Faktoren, aber natürlich benötigten die Wacker-Ringer auch eine Prise Glück. Am Ende sicherten sich die Burghauser Ringer durch einen unerarteten Kniff im Aufstellungspoker und einer absolut geschlossenen Mannschaftsleistung den vierten Meistertitel in Folge.

Das Quadruple ist erreicht - der SV Wacker Burghausen wird zum vierten Mal in Folge Deutscher Mannschaftsmeister im Ringen.

Im letzten Kampf seiner Karriere lieferte Andreas Maier einen klasse Fight gegen Ali Elcin und durfte sich am Ende feiern lassen.

Auch Erik Thiele wuchs über sich hinaus uns bejubelte drei Mannschaftspunkte, die er gegen Vladimir Remel erkämpft hatte.

Damit rechnete niemand: Ali Umarpashaev kochte auf 71kg ab und besiegte Alexander Semisorow deutlich.

Idris Ibaev fixierte die Meisterschaft mit einem Sieg gegen Ibro Cakovic.

„Das taktische Gefühl von Eugen Ponomartschuk und Matthias Maasch ist einfach der Wahnsinn“, lobt Jürgen Löblein zum wiederholten Mal die Kompetenz seiner Trainer und seiner sportlichen Leitung, doch der erkrankte Abteilungsleiter, der das Finale daheim vor dem Livestream verbringen musste, weiß auch: „Wir hatten einen kleinen Kader mit starken deutschen Ringern und Top-Ausländern, die perfekt gepasst haben, aber wir hatten auch das Glück, dass sich keiner unserer Athleten so schwer verletzt hat, dass er über Monate ausgefallen ist. Ansonsten hätten wir das nicht geschafft.“

Nach dem 12:12 im Hinkampf waren die Ausfälle der Punktegaranten Iszmail Muszukajev, Roland Schwarz und Witalis Lazovski eigentlich eine nicht mehr ablösbare Hypothek für den Rückkampf am Samstag in der Sportparkhalle. Der Schachzug, den unbesiegten Ali-Pasha Umarpashaev auf die 71-Kilogramm-Klasse abkochen zu lassen, war der goldene Schlüssel zum Erfolg. Damit hatten die Mainzer überhaupt nicht gerechnet, zumal der 28-jährige Ausnahmekönner seit Jahren dieses Limit nicht mehr gebracht hat – ein psychologisch unschätzbarer Vorteil, der bereits auf der Waage für enormen Rückenwind gesorgt und andererseits dem Mainzer Siegeswillen einen gewaltigen Knacks versetzt hat.

Mit diesem so bedeutsamen Überraschungscoup passten dann auch die übrigen Puzzleteilchen umso perfekter. „Einen weiteren Ausfall hätten wir nicht mehr verkraftet“, wusste Trainer Ponomartschuk, der sich nach der Waage ausrechnen konnte, dass der Kampf ohne die Schlüsselduelle auf der Basis eines 8:8-Unentschiedens ausgetragen würde: Die vorzeitigen Siege von Fabi Schmitt in der Eingangsklasse gegen den jugendlichen Fabian Pelzer und von Givi Davidov im Freistil-Bantam gegen Marlon Vinson standen praktisch ebenso fest, wie die 0:4-Niederlagen von Enes Akbulut und Edi Tatarinov, die sich beide ohne Murren in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Akbulut rückte gegen den unbezwingbaren Russen Timur Bizhoev um zwei Gewichtsklassen auf und Tatrinov kochte gewaltig auf die 80-Kilogramm-Klasse ab, um stilartfremd gegen den türkischen WM-Zeiten Burhan Akbudak anzutreten.

Schlüsselkampf Nummer eins entschied dann Erik Thiele im Freistil-Schwer mit einem beeindruckenden 10:0 gegen Wladimir Remel für sich – drei ganz wichtige Mannschaftpunkte, die den Mainzern den nächsten Tiefschlag versetzten, da Remel im Hinkampf nur einen Mannschaftspunkt abgegeben hatte. Als dann der gesundheitlich stark angeschlagene Ramsin Azizsir gegen Tadeus Michalik, immerhin polnischer Olympiadritter von 2020, nur einen Punkt zuließ, rollte der Wacker-Express schon mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit gen Titelverteidigung. „Ramsin ist extrem stark gestanden“, lobte Löblein, der sich nach dem letzten Karriere-Kampf von Andi Maier schon fast sicher war, dass der große Coup gelingen würde: „Andi hat uns schon im Halbfinale den Sieg gebracht und war jetzt zwei Mal mit seinen knappen Niederlagen ein wichtiges Zünglein an der Waage.“

Nach dem 2:1 von Akhmed Magamaev gegen Achmed Dudarov im Freistil-Mittel und dem unglaublichen 11:2 von Umarpashaev gegen Semisorov lag Wacker vor den beiden letzten beiden Duellen praktisch uneinholbar mit 15:7 in Front. „Was Ali heute geleistet hat, ist unfassbar, Semisorov ist ja nicht irgendein Nobody“, schwärmte Ponomartschuk in höchsten Tönen über Mannschaftsgeist und Siegeswillen des Bulgaren. U23-Weltmeister Idris Ibaev konnte also ohne übermächtigen Druck in das entscheidende Duell im Greco-Welter gegen Ibro Cakovic gehen und tütete mit seinem 8:0-Sieg den Titel schließlich mehr als souverän ein.

 

Fotos vom Final-Rückkampf gegen Mainz finden Sie >>>HIER<<<



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