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18.07.2022
 
Ringer-Reserve startet in der kommenden Saison in der Oberliga
 
Von: Roman Hölzl


Nach dreizehn Jahren Abstinenz kehrt die zweite Mannschaft der Burghauser Ringer zurück in die höchste bayerische Ringerliga. Doch der Aufstieg in die Oberliga war von Burghauser Seite weder angestrebt noch sportlich errungen, er erfolgte vielmehr per Beschluss des Bayerischen Ringerverbands und gegen den Willen des SV Wacker Burghausen. Denn der Aufstieg erfolgte einzig in Folge von Corona-bedingten Kampftags-Absagen in der abgelaufenen Saison, damit verbundene Wertungen aller abgesagten Begegnungen zu Gunsten des SVW und den Rückzügen des SV Untergriesbach sowie des RSV Schonungen, der als Bayernliga-Meister ebenfalls nicht in die Oberliga aufsteigen wollte.

Mahsun Ersayin wird in der kommenden Sasison mit der zweiten Mannschaft in der höchsten bayerischen Liga - der Oberliga - antreten.

Rückblick: Nach der in Folge der Corona-Pandemie abgesagten Saison 2020 fand sollte vergangenen Jahr wieder eine Ringer-Saison mit „normalen“ Rahmenbedingungen stattfinden. Dieses Vorhaben konnte weitestgehend auch umgesetzt werden, bis sich zwei Kampftage vor Saisonende der Bayerische Ringerverband in Folge der in die Höhe schießenden Inzidenzwerte dazu gezwungen sah, den Ligabetrieb zum 21. November einzustellen und damit die Saison 2021 vorzeitig abzusagen. Zu diesem Zeitpunkt belegte die Burghauser Ringerreserve einen soliden vierten Platz, der auch in etwa die Leistungsfähigkeit der Burghauser Mannschaft verglichen mit den Gegnern darstellte.

So weit, so gut. Ende März 2022 – also rund vier Monate nach Abbruch der Saison – wurde die Burghauser Ringer vom Bayerischen Ringerverband informiert, dass sie verpflichtet seien, am 23. April am Aufstiegskampf zur Oberliga gegen den RSV Schonungen teilzunehmen. Auslöser hierfür waren die nachträglich erfolgten Wertungen von vier in Folge von Corona ausgefallenen Bayernliga-Begegnungen zu Gunsten des SV Wacker Burghausen. Damit schnellte die zweite Mannschaft vom vierten auf den zweiten Tabellenplatz der Bayernliga. Da zudem der Bayernliga-Meister SV Untergriesbach vom Aufstieg in die Oberliga absah und damit seine Mannschaft zurückzog, rückten die Burghauser Ringer nach. Auf der Homepage des BRV machte Ligenreferent Jens Heinz unmissverständlich deutlich: „Die Mannschaften bis zum zweiten Platz einer Liga sind laut Regularien des BRV verpflichtet, bei Bedarf an Aufstiegskämpfen beziehungsweise Relegationskämpfen teilzunehmen und auch aufzusteigen. Vereine, die sich nach Abschluss der laufenden Wettkampfsaison den Aufstiegs- oder Relegationskämpfen entziehen, werden gemäß Paragraf 9 Leistungsklassen um zwei Klassen zurückgestuft.“ Vor allem die barsche Art und Weise, in der die öffentlich geführte Kommunikation erfolgte, rief bei den Burghauser Ringern Unverständnis und Verwunderung hervor. Noch abstruser wurde die eh schon kuriose Situation, als sich der designierte Gegner RSV Schonungen noch vor den Aufstiegskämpfen dazu entschloss, seine Mannschaft ebenfalls zurückzuziehen und den Zwangsabstieg in Kauf zu nehmen. Damit verblieb der SV Wacker Burghausen im „Schwarzer-Peter-Spiel“ um den Oberliga-Aufstieg als einzige in Frage kommende Mannschaft, sodass sich die Burghauser Verantwortlichen nun mit den daraus resultierenden Konsequenzen herumschlagen mussten.

Nach intensiven Besprechungen und wochenlagen Diskussionen einige man sich auf Burghauser Seite dazu, das schwere Los anzunehmen und auf den Einsatz von Rechtsmittel zu verzichten. „Wir sind uns sich, dass das Zustandekommen dieses Aufstiegs einer tiefgehenden Überprüfung nicht standgehalten hätte.“, so Abteilungsleiter Jürgen Löblein, der aber betont: „Wir haben uns am Ende entschieden, den Aufstieg anzunehmen, obwohl wir in unserer zweiten Mannschaft nur über eine sehr dünne Personaldecke verfügen, die zudem nur teilweise über die ringerische Qualität verfügt, um in der extrem stark besetzten Oberliga mithalten zu können. Anderseits haben wir einige Sportler, die von der höheren Leistungsdichte in der Oberliga profitieren und sich somit besser weiterentwickeln können. Wir haben für die zweite Mannschaft keine Zielvorgabe ausgesprochen, zumal allen bewusst ist, dass wir selbst bei geringen personellen Ausfällen diese nicht kompensieren können.“

Als einziger Neuzugang für den Oberliga-Kader wurde von den Burghauser Ringern Jonas Lenz verpflichtet, der in den Gewichtsklassen bis 57 und 60kg im griechisch-römischen Stil eingesetzt werden kann. Der mittlerweile 20-jährige Jonas Lenz stammt aus Untergriesbach und kann bereits auf eine bewegte Ringer-Karriere zurückblicken. Im Jahr 2017 erkämpfte sich Lenz im Alter von 15 Jahren die Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften der A-Junioren. 2018 und 2019 folgten noch jeweils zwei Silbermedaillen im Rahmen der Deutschen Meisterschaften der A-Junioren bzw. der Junioren. Nach einer schweren Verletzung folgte für Jonas Lenz eine fast zweijährige Zwangspause, sodass für es für die einstige Nachwuchshoffnung nun zählt, wieder erfolgreich zurück den Weg auf die Matte und ins aktive Kampfgeschehen zu finden.



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