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10.03.2022
 
Dritte Medaille in Folge: Idris Ibaev gewinnt erneut Bronze bei U23- Europameisterschaften
 
Von: Roman Hölzl


Oft wird von jungen Sportlern behauptet, es fehle ihren durch mangelnde Erfahrung die Konstanz, um stets vorne mitmischen zu können. Idris Ibaev schickte sich bei den diesjährigen U23-Europameisterschaften an, mit diesem Vorurteil aufzuräumen. Und wie es ihm gelang. Wie schon im Vorjahr konnte sich der Burghauser Greco-Spezialist gegen ein starkes Teilnehmerfeld in der Klasse bis 72kg durchsetzen und sich am Ende mit der Bronzemedaille belohnen. Damit sicherte sich Ibaev im dritten bedeutenden U23-Turnier in Folge jeweils eine Medaille: Doppel-Bronze bei den Europameisterschaften, Gold bei den Weltmeisterschaften.

Wieder auf dem Treppchen: Idris Ibaev (2. v.r.) konnte sich über siene zweite EM-Bronzemedaille freuen!

Im Achtelfinale traf Idris Ibaev auf den international erfahrenen Finnen Joni Komppa und machte genau da weiter, wo er zuletzt bei den Weltmeisterschaften aufhörte: mit klasse Techniken in Stand- und Bodenkampf ließ Ibaev keine Zweifel aufkommen, dass er sich trotz der ganzen Strapazen der vergangenen Wochen in hervorragender Form befand. So punkte er seinen Gegner nach nicht einmal zwei Minuten Kampfzeit vorzeitig aus und zog ins Viertelfinale ein. Dort wartete mit dem amtierende Junioren-Europameister und Vize-Weltmeister Giorgi Chkhikvadze aus Georgien sein wohl größter Konkurrent auf den Titel des Europameisters.

Zu Beginn des Kampfes verlief für Ibaev alles nach Plan – nach einer Minute führte er knapp mit 2:1. Doch ein kapitaler Fehler wandelte den knappen Vorsprung einen deutlichen Rückstand: Aus einem eigenen überhasteten Angriff heraus wurde Ibaev von seinem Gegner eiskalt ausgekontert und konnte nur knapp eine Schulterniederlage verhindern. Da seinem Gegner aus der folgenden Bodenlage heraus noch ein schulbuchmäßiger Ausheber gelang, lag Ibaev zur Halbzeit mit 2:9 in Rückstand. Zwar konnte er im weiteren Kampfverlauf noch den Rückstand auf 3:9 verringern, der Sieg ging trotzdem an seinen georgischen Gegner. Da dieser ins Finale einzog und am Ende auch den Europameistertitel gewann, zog Ibaev in die Hoffnungsrunde ein, in der er schnell zu alter Stärke zurückfand. So machte er im ersten Kampf der Hoffnungsrunde mit dem Litauer Vilius Savickas kurzen Prozess: Mit schnellen Angriffen zur Hüfte seines Gegners zwang er diesen immer wieder zu Boden und gewann am Ende kurz vor dem Halbzeitgong technisch überlegen – der Einzug ins kleine Finale war geschafft, wo er auf einen alten Bekannten traf.

Mit Håvard Jørgensen hatte Ibaev zudem noch ein Hühnchen zu rupfen, nachdem er bei den letztjährigen Thor Masters knapp dem Norweger unterlegen war. Doch dieses Mal sollte es anders laufen. Da Jørgensen einen ähnlichen ringerischen Stil wie Ibaev betreibt, zudem gleichermaßen körperlich stark ist und schnelle Techniken im Stand im Repertoire hat, musste sich Ibaev für sich seinen Gegner eine neue Taktik zurechtlegen. Anstatt seiner schnellen Hüftangriffe ließ Ibaev seinen Kontrahenten durch starkes Aufziehen passiv aussehen und kontrollierte so den ersten Kampfabschnitt durch aktive Kampfweise. Aus der Bodenlage heraus gelang im sogar ein Ausheber, der allerdings nur mit einem Wertungspunkt bedacht wurde. Im der zweiten Kampfhälfte fokussierte sich Ibaev auf die Defensive, um keine Wertungen abzugeben. Zwar wurde er vom Kampfgericht folgerichtig in die Bodenlage geschickt, doch sein Gegner konnte daraus kein Kapital schlagen. Da Jørgensen keine weiteren Wertungen mehr gelungen, setzte sich Ibaev mit einem knappen 2:1 Punktsieg durch und sicherte sich so die Bronzemedaille.

„Idris hat im Kampf um den dritten Platz eine taktisch hervorragende Leistung gebracht und sich so die Bronzemedaille redlich verdient. Auch in seinen anderen Kämpfen wusste er mit anspruchsvollen und abwechslungsreichen Techniken zu überzeugen. Schade, dass er sich im Viertelfinale selbst das Leben so schwer gemacht hat – da wäre mehr drin gewesen. Aber so etwas ist kein Beinbruch und passiert eben auch den besten Ringern einmal. Auf Grund der fehlenden Vorbereitungszeit und der hohen Belastungen der letzten Wochen und Monaten ist diese Bronze-Medaille ein riesengroßer Erfolg und kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.“, gibt Matthias Maasch zu Protokoll, der Idris Ibaev in seiner kurzen Vorbereitungszeit wie gewohnt begleitet und unterstützt hat. „Es freut mich zu sehen, wie sich Idris konstant weiterentwickelt und sowohl körperlich, technisch als auch mental enorme Fortschritte macht. Diese Medaille ist das Resultat aus Idris enormer Willensstärke und viel, viel harter Arbeit.“

Bildnachweis: © UWW, Kadir Caliskan



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