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12.03.2016
 
Nikolay Kurtev erringt Bronzemedaille auf EM – Matthias Maasch erreicht Platz 11
 
Von: Roman Hölzl


Für viele etwas anders als erwartet endeten die diesjährigen Europameisterschaften: Während von vielen Insidern insgeheim mit Edelmetall für Burghausens Aushängeschild Matthias Maasch gerechnet wurde, war es am Ende Nikolay Kurtev, der sich in der qualitativ sehr stark besetzten Gewichtsklasse bis 70kg Freistil durchsetzen konnte und seine starken Leistungen mit der Bronzemedaille krönte. Für Matthias Maasch reichte es hingegen nur zu Platz 11 im Gesamtklassement. Zudem rutschte noch mit Miroslav Geshev ein weiterer Wacker-Ringer ins EM-Aufgebot der Bulgarischen Mannschaft – am Ende reichte es für ihn zum neunten Platz in der Klasse bis 86kg Freistil.

Nikolay Kurtev erkämpft sich die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften !

Den Auftakt aus Burghauser Sicht bestritt Miroslav Geshev bereits am vergangenen Montag, nachdem er etwas unverhofft den Platz des erkrankten eigentlichen Starters Mihail Ganev einnehmen durfte. In der Qualifikation stand Geshev dem Italiener Aron Caneva gegenüber, der für ihn keine große Hürde darstellte. Dank seiner bekanntlich sehr starken Beinangriffe brachte Geshev seinen Gegner immer wieder in Bedrängnis, sodass am Ende einen ungefährdete 6:0 Punktsieg zu Buche stand. Doch bereits in der zweiten Runde war Endstation für Geshev – gegen den Deutschen William Harth sah Geshev kein Land. Bereits zur Halbzeit lang der Bulgare mit 0:7 zurück, am Ende halfen alle Angriffsbemühungen Geshevs nichts, um die drohende Niederlage noch abzuwenden (Endstand 0:8).

Deutlich besser machte es am Donnerstag Nikolay Kurtev. Nach einem Freilos in der Qualifikationsrunde stieg der sympathische Bulgare gleich im Achtelfinale ins Turnier ein. Als Gegner stand ihm der Grieche Andreas Triantafyllidis gegenüber. Bereits in der ersten Kampfhälfte konnte sich Kurtev die entscheidenden vier Wertungspunkte nach einem Takedown und einem Durchdreher sichern. Diesen Vorsprung verwaltete Kurtev in der zweiten Runde erfolgreich, auch wenn dabei noch zwei Wertungspunkte auf das Konto des in Summe ungefährlichen Griechen wanderten. Im Viertelfinale angekommen stand Kurtev dem Georgier Davit Tlashadze gegenüber. Gegen den späteren Silbermedaillengewinner ging Kurtev sogar mit 1:0 in Führung, konnte seinen Vorsprung aber nicht ins Ziel bringen. Nach zwei Unachtsamkeiten Kurtev konnte sein Gegner seinerseits punkten – am Ende musste sich Kurtev mit 1:3 geschlagen gegeben. Da sein Gegner allerdings ins Finale vorrückte, bot sich Kurtev in der Hoffnungsrunde noch die Chance auf Bronze, die er auch zu nutzen wusste. Nachdem der erste Kampf auf Grund einer Verletzung seines finnischen Gegners nicht ausgetragen wurde, fand sich Kurtev postwendend im Duell um die Bronzemedaille wieder. Dort traf er auf den starken und erstligaerfahrenen Rumänen Adrian Moise, gegen den Kurtev als klarer Außenseiter ins Rennen ging. Dieser Favoritenrolle wurde Moise in der ersten Runde auch gereicht – mit einem 1:2 Rückstand ging Kurtev in die Rundenpause. Doch dank einer beherzten Leistung knöpfte Kurtev seinem Gegner in der zweiten Kampfhälfte den Schneid ab. Dan seiner schnellen Beinangriffe und kraftvollen Durchdrehern konnte Kurtev das Ergebnis noch zu seinen Gunsten drehen – am Ende stand ein hochverdienter 9:2 Punktsieg zu Buche – gleichbedeutend mit der Bronzemedaille!

Das nominell heißeste Eisen hatte den die Burghauser Ringer mit Matthias Maasch (amtierender WM-Fünfter) im Rennen. Maasch starte ebenfalls wie Kurtev mit einem Freilos ins Turnier, sodass auch er gleich im Achtelfinale seinen Auftaktkampf hatte. Dort stand Maasch dem Moldauer Maxim Mamulat gegenüber, den er auch mit 5:0 nach Punkten klar besiegen konnte. Doch bereits in diesem Gefecht konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Maasch nicht seinen allerbesten Tag erwischt hatte - zu viel Energie blieb beim kraftraubenden Abkochen der letzten Tage auf der Strecke. Im Viertelfinale traf Maasch wie bereits bei der WM in Las Vegas auf den Litauer Edgaras Venckaitis. Doch während Maasch in Las Vegas noch als klarer Sieger von der Matte ging, fand er dieses Mal keinen Zugang zu seinem Gegner. Während Venckaitis seine Chance bei einer angeordneten Bodenlage zu nutzen wusste, ließ Maasch seinerseits diese Chance ungenützt verstreichen. Am Ende konnte Maasch den 0:3 Punktrückstand nicht mehr drehen, sodass für ihn im Gesamtklassement dieses Mal nur der 11. Platz heraussprang – ein klarer Beweis dafür, welch großen Einfluss die Tagesform auf den Ausgang eines großen Turnieres haben kann.



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