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17.02.2024
 
Alen Khubulov und Mohammad Mottaghinia wechseln an die Salzach
 
Von: Roman Hölzl


Transfercoups im Doppelpack landeten die Burghauser Ringer, die im Rahmen der diesjährigen Europameisterschaften zwei hochkarätige Neuverpflichtungen bekanntgeben können. So wechselt mit dem Bulgaren Alen Khubulov ein echter Schwergewichtler an die Salzach. Zudem wurde mit dem Spanier Mohammad Mottaghinia ein neuer Athlet für die Klasse bis 75kg verpflichtet. Beide Ringer sind im freien Stil beheimatet und bringen eine unfassbar hohe ringerische Qualität mit, an der das Burghauser Publikum ihre wahre Freude haben wird.

Mit dem Bulgaren Alen Khubulov wird in der kommenden Saison ein hochinteressanter Sportler das Burghauser Dress überstreifen. Für den erst 22-jährigen Khubulov waren die vergangenen Wochen und Monate auf vielen Ebenen intensiv. So wechselte der 1,90m Hüne zum Januar 2024 die Nationalität, kehrte damit seiner Heimat Russland den Rücken und schloss sich dem Bulgarischen Ringerverband an. Der Grund für den Nationenwechsel ist so einfach wie aus sportlicher Sicht nachvollziehbar: Während er in Russland auf Grund der enormen Leistungsdichte nur geringe Chancen im Hinblick auf zukünftige internationale Auftritte hat, bestehen für ihn in Bulgarien realistische Chancen, im Freistil-Schwergewicht einen Startplatz bei Olympia ergattern zu können. Dass Khubulov ringen kann, hat er in seiner erst kurzen internationalen Karriere bereits unter Beweis stellen können. So sicherte er sich im Jahre 2018 zuerst die Bronzemedaille bei den Junioren Europameisterschaften, im Jahr 2019 folgte dann ebenfalls die Bronzemedaille bei den Junioren Weltmeisterschaften. Seinen letzten Auftritt auf internationaler Bühne hatte Khubulov beim renommierten Golden Grand Prix Ivan Yarygin 2022, wo er sich gegen primär starke russische Gegner durchsetzen konnte und am Ende den dritten Platz für sich beanspruchte. In Folge der Perspektivlosigkeit in der russischen Nationalmannschaft wurde nun der Nationenwechsel nach Bulgarien vollzogen. Für seinen neuen Verband debütierte er bei den aktuell laufenden Europameisterschaften im rumänischen Bukarest. Für den SV Wacker Burghausen hat mit der Verpflichtung von Alen Khubulov eine mehrjährige Suche nach einem echten Freistil-Schwergewichtsringer nun endlich ein Ende gefunden. Mit seinen rund 110kg Kampfgewicht und einer Größe von 1,90m verfügt Khubulov in jedem Fall beeindruckende Maße für einen Freistil-Ringer. Khubulov wird damit Erik Thiele in den oberen Gewichtsklassen unterstützen. Khubulovs Verpflichtung resultiert auch aus dem Umstand, dass sich die Burghauser Verantwortlichen bisher nicht mit dem Bulgaren Ahmed Magamaev auf einen Verbleib in Burghausen einigen konnten.

Auf sein Bundesligadebüt fiebert auch der Spanier Mohammad Mottaghinia entgegen, mit dem sich Burghausens sportliche Leitung auf eine Zusammenarbeit verständigen konnte. Mottaghinia ist gebürtiger Iraner und wechselte im Jahr 2022 zum spanischen Ringerverband, nachdem er seinen Lebensmittelpunkt nach Spanien verlagerte. Seit seinem Wechsel auf die iberische Halbinsel gelangen ihm bei seinen zwei Turniereinsätzen jeweils auch der Turniersieg. 2022 ging Mottaghinia beim Grand Prix von Spanien siegreich von der Matte, beim diesjährigen "Grand Prix de France Henri Deglane" besiegte er im Finale den deutschen U20 Europameister Stas David Wolf und sicherte sich auch bei diesem prestigeträchtigen Turnier den Sieg. Im Juniorenbereich gewann Mottaghinia zudem im Jahr 2017 die Asienspiele, bei den Juniorenweltmeisterschaften im selben Jahr wurde er mit nur einer einzigen Niederlage Dritter.

Bereits zur letzten Saison hatten die Burghauser Verantwortlichen ein Auge auf Mohammad Mottaghinia geworfen - damals ließ sich der Wechsel nicht realisieren, sodass am Ende der Franzose Rasul Altemirov ins Burghauser Team rückte. Mit der Verpflichtung von Mottaghinia endet damit wahrscheinlich das kurze Gastspiel von Rasul Altemirov im Burghauser Kader. Altemirov, der eigentlich für die 80kg-Klasse verpflichtet wurde, rang am Ende in Folge diverser personeller Ausfälle meistens im 75kg-Limit. Dort konnte er in den Play-Offs die an ihn gestellten Erwartungen nicht erfüllen: bei seinen fünf Play-Off Auftritten kassierte Altemirov vier zum Teil hohe Niederlagen. Diese Niederlagen resultierten auch aus einer schweren Knieverletzung, die sich Altemirov während den Play-Off Kämpfen zugezogen hatte. Trotz dieses Handicaps biss Altemirov die Zähne zusammen und sich stets in den Dienst der Mannschaft. Ob Altemirov, der sich in Burghausen als absolut zuverlässiger Ringer präsentierte, in der kommenden Saison noch für den SVW auf die Matte gehen wird, dürfte sich in den nächsten Wochen entscheiden.



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