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30.12.2018
 
Ausverkauftes Haus beim 17:11-Sieg gegen den KSV Köllerbach - nun wartet Adelhausen
 
Von: Michael Buchholz


Die Ringer des SV Wacker Burghausen stehen im Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Der amtierende Titelträger setzte sich am Samstagabend mit 17:11 gegen den KSV Köllerbach durch und zieht nach dem 13:10 im Hinkampf mit einem Gesamtscore von 30:21 in die Vorschlussrunde ein. Dort wartet der TuS Adelhausen, der sich im Viertelfinale locker gegen den ASV Urloffen durchsetzen konnte. Das zweite Halbfinale bestreiten die Red Devils Heilbronn und der ASV Mainz. Die Halbfinalkämpfe werden am 5. und 12. Januar ausgetragen, wobei Burghausen zunächst in Adelhausen antritt und den Rückkampf vor eigenem Publikum bestreiten darf.

Kampf des Abends: Magomedmurad Gazhiev dominierte das Duell mit Mihail Sava in beeindruckender Weise.

Fabian Schmitt sorgte mit einem vorzeitigen Sieg gegen Steven Ecker für einen Auftakt nach Maß

Frisch unter der Haube: Ramsin Azizsir lies Kilian Schäfer nicht den Hauch einer Chance

Ein Freistiltechniker vor dem Herrn: Kakhaber Khubezhty punktete Pajtim Sefaj problemlos aus

Adelhausen hat sich in der Südwestgruppe nach der Doppelrunde mit 28:0 Punkten vor dem KSV Köllerbach durchgesetzt und im Viertelfinale dem KSV Witten mit 43:18 keine Chance gelassen. „Wir sind vor dem ersten Duell leichter Außenseiter, weil Adelhausen extrem gut besetzt ist“, schätzt Burghausens Weltergewichtler Matthias Maasch die Ausgangslage ein.

Der mit Abstand spannendste Rückkampf der vier Viertelfinal-Paarungen elektrisierte nicht nur die Ringer-Fans der Region und so strömten über 1100 Zuschauer in die Sportparkhalle. Am Ende feierte der Deutsche Meister sechs Einzelerfolge wobei Fabian Schmitt in der Eingangsklasse, Kakhaber Khubezhty in Freistil-Mittelgewicht und Ramsin Azizsir im Greco-Halbschwer sogar vorzeitige Siege durch Technische Überlegenheit verbuchten und so zwölf von 17 Punkten aufs Wacker-Konto brachten.

Schmitt bearbeite im ersten Kampf des Abends Steven Ecker von der erste Sekunde an, setzte den 18-Jährigen immer wieder unter Druck und sammelte unter anderem mit zwei Würfen nach knapp fünf Minuten 16:0 Punkte – ein sehr guter Auftakt für die Gastgeber, die damit den Vorsprung aus dem Hinkampf gleich auf sieben Punkte ausbauen konnten. Allerdings drohte im Freistil-Schwergewicht Gefahr, dass das Polster wieder auf die Ausgangslage eingedampft werden würde, zumal Erik Thiele gegen den bislang ungeschlagenen Oleksandr Khutsiansivskyi ran musste der 16 Kilogramm mehr auf die Waage brachte und auch über die wesentlich größere Reichweite verfügte. Doch der Burghauser trotzte dem ukrainischen „Bulldozer“ gekonnt und ließ nur einen 9:0-Punktsieg zu.

Schwerer als erwartet tat sich im Freistil-Bantam Vladimir Egorov gegen den flinken und technisch starken Valentin Seimetz. Der amtierende Deutsche Meister vereitelte alle Angriffe des Mazedoniers, der lediglich zwei Aktivitätspunkte sammeln konnte. Ganz anders das Duell dann im Greco-Halbschwer zwischen dem frisch vermählten Azizsir und Kilian Schäfer, der dem Deutschen Meister nicht ansatzweise das Wasser reichen konnte. Mit Würfen, Überstürzern und Rollen fertigte der EM-Fünfte dieses Jahres den Rotschopf nach knapp zwei Minuten mit 15:0 ab.

Im letzten Kampf vor der Pause galt es für Andi Maier im Greco-Leicht Etienne Kinsinger zu widerstehen. In der ersten Runde zog der Deutsche Meister der letzten beiden Jahre auf 5:0 davon, doch im zweiten Durchgang mobilisierte Maier all seine Kräfte und konnte den Kampf auf Augenhöhe führen, so dass beim 6:1 nur zwei Mannschaftpunkte an Kinsinger gingen und die Burghauser Hoffnungen weiter wuchsen.

Zu einem echten Spektakel machte Khubezhty das Freistil-Mittel, in dem Pajtim Sefaj, immerhin Dritter der Deutschen 2018, nur die Rolle des Sparringspartners blieb. Was Sefai auch versuchte, Khubezhty hatte die Lösung schon vorher parat und sicherte sich mit seinem ebenso geschmeidigen wie technisch anspruchsvollen Stil kurz nach der Pause einen 17:2-Überlegenheitssieg. Die letzten Zweifel am Halbfinaleinzug beseitigte anschließend in der Freistilklasse bis 71 Kilogramm Magomedmurad Gadzhiev, der im wohl hochklassigsten Duell des Abends gegen Mihail Sava einen 10:2-Punktsieg landete. Der Vizeweltmeister von 2017 führte dabei gegen den bislang ungeschlagenen Moldawier schon zur Pause mit 10:0 und ging dann im zweiten Abschnitt kein Risiko mehr.

Vor der von der Papierform undankbarsten Aufgabe stand der in die Greco-Klasse bis 80 Kilogramm aufgerückte Michael Widmayer gegen Laszlo Szabo. Der WM-Dritte von 2016 spielte zunächst nicht nur seine starke Technik aus, sondern kämpfte auch wie ein Löwe. Nach der 5:0-Pausenführung zog ihm die Burghauser Kampfmaschine aber mehr und mehr den Zahn und am Ende konnte Widmayer dem Ungarn sogar noch eine Passivität zum 6:1-Endstand aufbrummen. „Michi ist einfach der Wahnsinn. Egal in welchem Gewicht wir in dieser Saison schon eingesetzt haben, hat er bravourös seinen Mann gestanden“, lobte Trainer Eugen Ponmartschuk, der mit allen seinen Kämpfern hoch zufrieden war: „Alle haben sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt und großartig gekämpft.“

Gesundheitlich etwas angeschlagen überließ Matthias Maasch in vorletzten Kampf des Abends Marc-Antonio van Tugginer taktisch geschickt Teile der ersten Runde, um nach der Pause mit einem schönen Wurf das Ruder zu einem 3:1-Sieg rumzureißen. Dass Johann Steinforth im abschließenden Freistil-Welter gegen Altmeister Andriy Shyyka „auf die Bretter“ musste, tat dann nichts mehr zur Sache, wobei Ponomartschuk vom 38-jährigen Köllerbacher wieder einmal begeistert war: „Andriy wird scheinbar nicht älter. Er hat immer noch eine unglaubliche Kondition und Geschmeidigkeit.“

 

Fotos vom Viertelfinal-Heimkampf gegen Köllerbach finden Sie >>>HIER<<<



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