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18.11.2018
 
Ringer einfach nicht zu bremsen - 20:8 gegen Johannis Nürnberg vor 600 Zuschauern
 
Von: Michael Buchholz


Auch der SV Johannis Nürnberg hat den Siegeszug des SV Wacker Burghausen in der DRB-Bundesliga Südost nicht stoppen können: Der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister überrollte die stark aufgestellten Mittelfranken mit 20:8 und Halbschwergewichtler Ramsin Azizsir legte sich nach dem achten Sieg im achten Kampf fest: „Wir werden wieder Deutscher Meister.“ Wegen der Abstellung von Johann Christoph Steinforth zur Junioren-WM bekamen die 600 begeisterten Zuschauer in der Sportparkhalle nur neun Kämpfe zu sehen, in denen aber jede Menge Pfeffer war. Aufgrund des klaren Resultats verzichteten die Nürnberger auf den Nachholkampf von Steinforth im Freistil-Welter gegen Tim Stadelmann, inwiefern das Resultat deswegen korrigiert wird, steht noch nicht fest.

Was für ein Kampf: Kakhaber Khubetzhty besiegt den amtierenden Europameister Soner Demirtas.

Witalis Lazovski befand sich lange auf der Siegerstraße, musste sich am Ende gegen Deniz Menekse knapp geschlagen geben.

Bärenstarker Auftritt: Ramsin Azizsir punktete Philipp Vanek vorzeitig aus.

„Wir haben unsere bestmögliche Aufstellung aufgeboten“, betonte Burghausens Sportlicher Leiter Anton Losowik nach dem Duell und bedankte sich bei den Nürnberger, dass auch sie eine ganz starke Truppe gestellt haben. Die Gäste mussten lediglich auf Schwergewichtler Akhmed Bataev verzichten. „Er ist uns kurzfristig ausgefallen. Da hatten wir keine Möglichkeit mehr zu reagieren“, erklärte Grizzly-Trainer Matthias Baumeister. Bei Burghausen fehlte hingegen Vladimir Egorov, der ebenfalls bei der Junioren-WM weilte. Wäre Egorov zur Verfügung gestanden, hätte Trainer Eugen Ponomartschuk aber ohnehin umstellen müssen, denn auch ohne den Mazedonier haben die Gastgeber mit 26 von 28 möglichen Punkten das Aufstellungslimit fast ausgereizt.

Höhepunkt des Abends war sicherlich das Freistil-Mittelgewicht zwischen Kakhaber Khubezhty und dem bislang unbesiegten Soner Demirtas, der bis dato überwiegend im Welter eingesetzt wurde und deswegen auch einen Gewichtsnachteil von etwas mehr als sechs Kilogramm auf den Burghauser hatte. Trotzdem ging der dreifache Europameister aus der Türkei in diesem Weltklasse-Duell mit 2:0 in Führung, ehe Khubezhty aufdrehte und sich am Ende mit 6:2 durchsetzte. Eine absolut positive Überraschung lieferte in der Eingangsklasse der Ex-Nürnberger Fabian Schmitt gegen Tolgahan Karatas. Führte Schmitt zur Pause schon mit 5:0, erwischte er den Türken im zweiten Abschnitt aus der Oberlage perfekt und landete gleich fünf Rollen mit Armeinschluss in Folge, bei denen sich Karatas aber eine Rippenverletzung zuzog und so sogar aufs Blatt ging.

Keine Mühe hatte Soslan Gagloev bei seinem Heimdebüt mit Bataev-Ersatz Marc Pöhlmann, der 41 Kilogramm weniger auf die Waage brachte als der Slowake, der trotz seiner fast 128 Kilo extrem wendig und flink wirkte. Nach rund dreieinhalb Minute wurde Pöhlmann beim Stand von 15:0 von seinem aussichtslosen Kampf erlöst. Noch schneller erledigte Nürnbergs Stoyan Iliev seinen „Job“ im Freistil-Bantam gegen Egorov-Ersatz Erwin Kobsar, der nach 2:22 Minuten auf die Schultern musste.  Keine Gnade ließ Azizsir im Greco-Halbschwer gelten. Der Deutsche Meister zerlegte Philipp Vanek nach allen Regeln der Kunst und beendete das Duell gegen den körperlich starken Nürnberger nach 4:27 Minuten mit einem herrlichen Vier-Punkte-Wurf. Im Greco-Leicht verschoss Witalis Lazovski sein Pulver gegen Deniz Menekse in der ersten Runde, nach der er zwar mit 5:0 führte, nach den Strapazen der letzten Wochen aber nicht mehr zulegen konnte. Schließlich holte sich der taktisch klug ringende Nürnberger einen knappen 9:7-Sieg.

In der Freistil-Klasse bis 71 Kilogramm wollte Magomedmurad Gadzhiev gegen Mario Besold unbedingt einen Überlegenheitssieg einfahren, ging die Sache beim Stand von 14:0 kurz vor Schluss aber etwas zu sorglos an und wurde gekontert, so sprangen am Ende beim 15:2 nur drei Mannschaftspunkte raus. Drei Mannschaftspunkte musste Maxi Lukas in der Greco-Klasse bis 80 Kilogramm gegen Zoltan Levai abgeben, trotzdem überzeugte das Eigengewächs beim 0:8 gegen den bislang unbesiegten Ungarn. Wiederum drei Mannschaftspunkte verbuchte Kampfmaschine Michael Widmayer im abschließenden Greco-Welter gegen Sven Dürmeier. Beim 8:0 gelang Widmayer auch ein schöner Wurf, der mit vier Punkten von Kampfrichter Christopher Geiger belohnt wurde. Für den Mietrachinger war’s sein erster Bundesligakampf, von Nervosität war jedoch nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil: Der ehemalige bayerische Spitzenringer leitete die neun Duelle sachlich und abgeklärt. Befand auch dessen Bruder Florian Geiger, seines Zeichens Vizepräsident Sport im Bayerischen Ringerverband: „Er hat seine Sache gut gemacht.“ Und: „Für die beste Deutsche Mannschaft ist es heute gegen eine der besten Deutschen Mannschaften sehr gut gelaufen.“

 


Fotos vom Heimkampf gegen Nürnberg finden Sie >>>HIER<<<



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