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07.08.2019
 
Was für ein Wochenende: Burghauser Ringer für Weltmeisterschaften nominiert!
 
Von: Roman Hölzl


Ein intensives Wochenende erlebten die Burghauser Ringer, die bis zuletzt um die heiß begehrten Tickets für die Weltmeisterschaften kämpften, die ab 14. September in Nur Sultan (Kasachstan) stattfinden werden. Neben den Freistilringern, die beim Ziolkowski Memorial in Polen um die Nominierungen kämpften, lag selbstverständlich der Fokus auf dem Grand Prix von Deutschland, bei dem sich nahezu die gesamte Welt-Elite der Griechisch-Römisch Ringer ein letztes Bild über ihre Form vor den Weltmeisterschaften machten. Als ob die Weltmeisterschaften noch nicht genug Anreiz bieten würden – so geht es bei diesem Turnier auch um die ersten Tickets für die Olympischen Spiele.

Neben Michael Widmayer dürfen auch Fabian Schmitt, Roland Schwarz und Erik Thiele bei den Weltmeisterschaften die deutschen Farben vertreten!

Mitten im Geschehen befanden sich beim Grand Prix die Ringer des SV Wacker Burghausen. In der leichtesten Gewichtsklasse bis 55kg stand Fabian Schmitt seinen Mann. Gleich im ersten Kampf musste sich Schmitt dem amtierenden Europameister Vitali Kabaloev (Russland) vorzeitig geschlagen geben und auch im zweiten Kampf gegen den Kirgisen Bek Toktogul Uulu sah Schmitt kein Land. Weitaus besser verliefen dann die weiteren beiden Pool-Kämpfe. Gegen seinen deutschen Kontrahenten Ibrahim Fallacara setzte sich Schmitt taktisch klug ringend mit 2:0 nach Punkten durch und gegen den Österreicher Sargis Gevorgizya folgte ein technisch überlegener Sieg. Im Gesamtklassement bedeutete dies den dritten Rang. Als Anerkennung für seine starken Leistungen wurde Fabian Schmitt durch Bundestrainer Michael Carl zum ersten Mal für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften nominiert.

Mit starker Konkurrenz musste sich auch Witalis Lazovski messen. Der amtierende Deutsche Meister ging in der Klasse bis 67kg an den Start. Auf einen souveränen Punktsieg gegen den Finnen Rami Syrjä folgte eine denkbar unglückliche Niederlage gegen den amtierenden Weltmeister Artem Sukov (Russland), gegen den er in der ersten Runde noch mit 1:0 in Front lag, dann aber beim Versuch nicht aus der Matte zu treten eine 4-er Wertung aus dem Stand kassierte, die er nicht mehr aufzuholen vermochte. Gegen den Deutschen Meister des Vorjahrs Andrej Ginc kam Lazovski wieder zurück in die Erfolgsspur und siegte nach einem aktionsreichen Kampf mit 5:3 nach Punkten. Im kleinen Finale unterlag Lazovski dem erfahrenen Dänen Fredrik Bjerrehuus klar mit 6:0 nach Punkten. Nichts desto trotz betrieb Lazovski Werbung in eigener Sache, sodass seine Chancen für eine mögliche Nominierung zur U23-Weltmeisterschaft relativ hoch ausfallen dürften.

Einen bärenstarken Turnier-Auftritt legte Michale Widmayer aufs Parkett. Nachdem er dem stark ringenden Kasachen Demeu Zahdrayev – seines Zeichens Vize-Weltmeister des Jahres 2017 - einen hauchdünnen 4:3 Punktsieg abringen konnte, folgte eine wahre Glanzleistung gegen den amtierenden Europameister Abuyazid Mantsigov (Russland), gegen den er zwar mit 5:6 knapp unterlag, aber dem Weltklasseathleten absolut alles abverlangte. Gegen seinen nationalen Kontrahenten Timo Badusch reichte hingegen ein knappes 2:0 zum Sieg. Dafür unterlag Widmayer im kleinen Finale dem Ungarn Robert Fritsch. Auch für Michael Widmayer gab es anschließend trotz des verpassten „Stockerl-Platzes“ Grund zum Jubeln – auch ihm sprach Bundestrainer Carl das Vertrauen durch die WM-Nominierung aus.

Als Dritter im Bunde der Burghauser WM-Fahrer durfte sich Roland Schwarz über sein Ticket freuen. Zwar landete Schwarz beim Grand Prix nur auf dem achten Platz, dafür hatte er mit seiner Silbermedaille bei den Europameisterschaften ein anderes schlagkräftiges Argument, das den Bundestrainer überzeugten konnte. Beim Grad Prix punktete Schwarz den Palästinenser Rabbia Khalil vorzeitig aus. Gegen den ungarischen Weltklassemann Zoltan Levai unterlag Schwarz etwas unglücklich mit 6:3. Im letzten Kampf des Turniers kam dann für Schwarz auch noch Pech dazu, nachdem er gegen Florian Neumaier nach einer zweifelhaften Kampfrichterentscheidung mit 2:3 nach Punkten den Kürzeren zog. Nur einen kurzen Auftritt konnte Ramsin Azizsir im Halbschwergewicht verbuchen, der nach seiner 5:0 Auftaktniederlage gegen den Finnen Elias Kuosmanen vorzeitig aus dem Turnier ausschied.

Mit Erik Thiele startet noch ein weiterer deutscher Athlet aus dem Burghauser Bundesliga-Kader bei den Weltmeisterschaften, allerdings vertritt dieser dort die Farben seines Heimatvereins KAV Mansfelder Land. Beim Ziolkowski Memorial in Polen sicherte sich Thiele einen starken 3. Platz und die damit verbundene Bronzemedaille, nachdem er im kleinen Finale dem polnischen Lokalmatadoren Radoslaw Baran knapp mit 6:5 in Schach halten konnte. Dieses und weitere gute Ergebnisse waren am Ende für Bundestrainer Jürgen Scheibe ausschlaggebend, Erik Thiele für dieses anstehende Groß-Event zu nominieren.



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