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24.01.2019
 
Jetzt gilt’s: Burghausen will den Titel verteidigen
 
Von: Roman Hölzl


Wird die letzte Prüfung auch die schwerste? 17 Kämpfe lang sind die Ringer des SV Wacker Burghausen in dieser Saison ungeschlagen geblieben, hält die Serie am Samstag ab 19.30 Uhr in der Sportparkhalle, dann ist Burghausen erneut Deutscher Meister. „Noch haben wir nichts gewonnen, das wird noch einmal wahnsinnig spannend. Wir alle freuen uns auf dieses Finale vor eigenem Publikum“, sagt Burghausens Ringer-Chef Jürgen Löblein vor dem Showdown. Nach dem 14:13-Sieg vor Wochenfrist in Heilbronn geht die Staffel von Trainer Eugen Ponomartschuk mit einem hauchdünnen Vorsprung ins zweite und entscheidende Finale.

Genau wie letzte Saison möchten die Burghauser Ringer auch dieses Jahr den Titel bejubeln - nur dieses Mal mit den eigenen Fans!

„Wir fahren nach Burghausen, um Deutscher Meister zu werden. Der Druck lastet auf dem Gegner. Die Burghauser sind der Favorit und müssen vor eigenem Publikum abliefern, um den knappen Vorsprung nicht aus der Hand zu geben. Das werden wir ihnen mit Sicherheit nicht leicht machen“, sagt Heilbronns Trainer Andrei Puscas, während Löblein an die Stärke der eigenen Mannschaft glaubt: „Mit unserem fantastischen Publikum im Rücken haben wir alle Trümpfe in der Hand.“ Und auch Ponomartschuk hat bislang vor den Play-off-Kämpfen in Burghausen immer die Heimstärke beschworen: „Mit der Unterstützung der Fans können unser Sportler oft noch ein paar Prozent mehr aus sich herausholen.“

Auf beiden Seiten wird auch dieses Mal bis zur letzten Minute taktiert. Puscas: „Wir fahren mit voller Mannschaftsstärke nach Burghausen und haben mehrere Aufstellungs-Varianten im Gepäck. Wer am Ende ringen wird, werden wir erst direkt vor dem Wiegen entscheiden. Eine Vorentscheidung um den Titel wird am Samstag vermutlich schon an der Waage fallen.“ Natürlich lässt sich auch Ponomartschuk nicht in die Karten blicken und hat alle Varianten so gut wie irgendwie möglich durchgerechnet. Dementsprechend werden auch die Gastgeber wieder fast zwei komplette Mannschaften bereithalten, um reagieren zu können, sollte sich eine Aufstellungstendenz bei den Red Devils abzeichnen. „Auch wenn ich mich wiederhole, muss ich sagen, dass ich vollstes Vertrauen zu unseren Trainern und zur Sportlichen Leitung habe. Sie haben bislang immer einen tollen Job gemacht und die bestmögliche Aufstellung gefunden“, so Löblein.

Das Vertrauen in die eigene Stärke und die etwas höhere Qualität auf den Ausländerpositionen könnte auch am Samstag wieder den Ausschlag geben. Allerdings bleibt immer ein gewisses Risiko wie man bei der überraschenden Schulterniederlage von Benjamin Sezgin gegen Kamal Malikov gesehen hat. Nur ein solcher Kampf kann das ganz Finale drehen, wahrscheinlich reicht sogar eine knappe Niederlage in einer Klasse, in der ein Sieg eingerechnet war. Ein Ergebnis wie im letzten Jahr, als Burghausen den Rückkampf im Viertelfinale mit 17:5 gegen den damaligen VfL Neckargartach für sich entscheiden konnte, wird es nach Meinung aller Experten nicht geben. „Das ist ein Finale, wie wir uns das gewünscht haben. Alles ist offen, alles ist möglich“, so DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis. Beim 17:5 im Dezember 2017 gewannen die Burghauser sieben der zehn Duelle gegen den Vorgängerverein der Red Devils, lediglich Andreas Maier, Matthias Maasch und Sezgin mussten sich damals knapp geschlagen geben. Maasch unterlag Frank Stäbler mit 0:3 und auch am Samstag wird sich das Burghauser Urgestein wohl wie im Hinkampf (4:0-Punktsieg für Stäbler) wieder mit dem Dreifach-Weltmeister duellieren – dann ruht eben die Freundschaft der beiden Weltergewichtler erneut für sechs Minuten.

Heilbronns Greco-Routinier Christian Fetzer musste im Dezember 2017 im freien Stil der Klasse bis 71 Kilogramm ran und gab zwei Mannschaftspunkte an Markus Fürmann ab, letzte Woche war er nach seiner 0:4-Niederlage gegen Michael Widmayer auch nicht zufrieden: „Einige von uns haben bei ihren Niederlagen Burghausen zu viele Punkte geschenkt - darunter auch ich.“ Insgeheim hatten sich die Red Devils vor dem ersten Finalkampf einen 13:10-Sieg erhofft. Fetzer weiß natürlich um die Burghauser Heimstärke und weiß auch, dass das Team von Ponomartschuk durch den Stilartwechsel nicht schwächer wird, dennoch rechnet sich der Vize-Europameister von 2005, der auch einer der Kaderplaner bei den Red Devils ist, noch etwas aus: „Wir geben alles! Und wenn wir gleich zum Auftakt einen Sieg setzen, kann ein Ruck durchs Team gehen, der weitere Energien freisetzt.“ Ähnlich sieht es Trainer Puscas: „Wir sind alle bis in die Haarspitzen motiviert und glauben an uns. Letzte Woche hatte Burghausen in den Schlüsselkämpfen mehr Glück – diesmal sind wir dran.“ Aus Sicht der Gastgeber ist es freilich nicht sonderlich wahrscheinlich, dass der Gegner einen Auftaktsieg landet und auch die Mehrzahl der Schlüsselkämpfe wollen die Gastgeber für sich entscheiden, aber wie gesagt: Noch ist alles offen,noch ist alles extrem spannend, die Luft in der proppenvollen Sportparkhalle wird brennen.

 

Die Kassen an der Sportparkhalle öffnen am Samstag um 16:00 Uhr ihre Pforten!



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