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03.01.2019
 
Mammutaufgabe im Halbfinale am Samstag in Adelhausen – alle Mann sind an Bord
 
Von: Michael Buchholz


Bei der Mission Titelverteidigung wartet auf die Ringer des SV Wacker Burghausen mit dem TuS Adelhausen der wohl größte Stolperstein. Die Ungewissheit vor dem Hinkampf am Samstag in der Adelhauser Dinkelberghalle ist allerdings auf beiden Seiten groß. „Adelhausen ist noch viel schwerer auszurechnen als Köllerbach, aber wir haben ja auch unsere Möglichkeit“, ringt Eugen Ponomartschuk um die bestmögliche Aufstellung. Das größte Problem für Burghausens Trainer ist dabei der extrem breite Kader der Baden-Württemberger, der den Trainern Florian Philipp und Bernd Reichenbach jede Menge Variationsmöglichkeiten bietet.

In Adelhausen könnte Benjamin Sezgin auf Georg Harth treffen, was eines der entscheidenden Schlüsselduelle des Abends darstellen dürfte.

Neben den vielen internationalen Weltklasse-Athleten können die Gastgeber auch auf zahlreiche sehr gute Ringer aus Deutschland, wie etwa der nahezu unverzichtbare Greco-Schwergewichtler Christian John, der im Juni in Burghausen Deutscher Meister wurde, zurückgreifen. Darunter sind auch einige Eigengewächse wie Sascha Keller (75 kg Greco) oder Stephan Brunner (75 kg Freistil), die den Punkteschnitt drücken und so den Einsatz des Ungarn Balint Korpasi (75 kg Greco) oder des Bulgaren Ivo Angelov (61 kg), die mit je acht Punkten zu Buche schlagen, möglich machen könnten. Der Georgier Beka Bujiashvili, der in der Freistil-Auftaktklasse bislang in den großen Kämpfen gesetzt war, kostet auch immerhin sieben Punkte. „Ich habe mir schon so viele Varianten durchgerechnet, so viele mögliche Aufstellungen überlegt, aber es bleiben immer einige Risikofaktoren“, so Ponomartschuk der den Poker mit einem Kartenspiel vergleicht: „Man weiß einfach nicht, was man kriegt. Das wird bis zum Schluss ein brutales Taktieren.“

Klar scheint, dass keine Seite die absolute Wunschformation aufbieten kann, denn weder Adelhausen noch Burghausen können die vier Ausländerpositionen mit Ringern besetzen, die mit der Maximalpunktzahl zu Buche schlagen. Ponomartschuk: „Auch Adelhausen hat eine Basismannschaft, die auf die Matte muss, damit die Ausländer eingebaut werden können.“ Positiv für den amtierenden Mannschaftsmeister: Alle Mann sind an Bord. „Die Ausländer sind bestellt und werden eingeflogen. Wir haben ja sehr zuverlässige Athleten, mit denen wir noch nie Probleme hatten“, so Ponomartschuk, der einen breiten Kader mit auf die Fahrt nach Rheinfelden – Adelhausen ist nur ein Stadtteil – nehmen wird: „Mindestens 15 Mann werden dabei sein, die auch das Gewicht haben.“

Stichwort Gewichtmachen: Für die Athleten, die Abkochen müssen ist die lange Busfahrt zur Schweizer Grenze natürlich eine besondere Tortur. „Nichts essen, nichts trinken, acht bis zehn Stunden im Bus sitzen und dann kämpfen – das ist schon eine extreme Herausforderung“, sagt der Burghauser Trainer, der genau weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Stoffwechsel beim langen Sitzen immer weiter runter geht: „Man muss sich da in den Pausen viel bewegen und möglichst viel Sauerstoff tanken. Und dann kommt es beim Aufwärmen vor dem Kampf darauf an, dass man diese Müdigkeit aus den Beinen kriegt, dass jede Faser wieder gut durchblutet wird.“ Bereits um acht Uhr morgens geht es am Samstag los, zumal Staus wegen des Ferienendes ebenso einkalkuliert werden müssen wie die prognostizierten Schneefälle.

Grundsätzlich geht Ponomartschuk, der sich natürlich beim Aufstellungspoker auch mit seinen Athleten und dem Umfeld berät, davon aus, dass am Ende ein ganz knappes Ergebnis herauskommt: „Es ist wirklich extrem schwierig Prognosen zu treffen, aber ich gehe davon aus, dass es sehr eng wird. Am liebsten wäre mir natürlich, wenn wir ein kleines Polster mitnehmen können, aber es kann auch ganz anders laufen. Es ist einfach fast alles denkbar. Wie schon gegen Köllerbach wird es darauf angekommen, dass unsere Siegringer möglichst viel Punkte mitnehmen und dass die Athleten, die nicht Favorit sind, möglichst wenig Punkte abgeben.“



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