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05.07.2019
 
Silber und Bronze für Burghauser Ringer bei Europaspielen in Minsk
 
Von: Roman Hölzl


In den vergangenen Wochen wurde die weißrussische Hauptstadt Minsk zum Zentrum des europäischen Spitzensports. So trafen sich die Spitzensportler aus fünfzig europäischen Ländern und bestimmten in 20 Sportarten die besten Athleten Europas. Die Europaspiele wurden 2015 mit den Wettkämpfen in Baku (Aserbaidschan) vom Europäischen Olympischen Komitee eingeführt und gelten als Pendant zu den Asien- oder Panamerikanischen Spielen, die als eigenständige kontinentale Wettbewerbe als Vorbild für die Europaspiele dienten. Mit am Start waren auch die europäischen Größen des Ringsports, die im vorolympischen Jahr das Turnier als Standortbestimmung nutzten.

Tamas Lörincz errang bei den Europaspielen Bronze, Neuzugang Soner Demirtas holte Silber

Auch aus Sicht der Burghauser Ringer bot das Turnier einige interessante Aufschlüsse, konnte man sich doch ein gutes Bild über die Leistungsfähigkeit einiger ausländischer Athleten des eigenen Kaders und auch der Gegner machen. Besonders interessant aus Burghauser war sicherlich die Gewichtsklasse bis 74kg Freistil, in der mit Magomedmurad Gadzhiev und Neuzugang Soner Demirtas zwei Burghauser Hoffnungsträger an den Start gingen. Doch vor allem für Gadzhiev endete das Turnier tragisch. Zwar konnte Gadzhiev den ersten Kampf gegen den starken Bulgaren Miroslav Kirov mit 2:0 für sich entscheiden, doch im zweiten Kampf gegen den Weißrussen Azamat Nurykau zog sich Gadzhiev eine muskuläre Verletzung zu, die ein Weiterringen und möglich machte. Besser lief es hingegen für Soner Demirtas, der zum Auftakt den Aserbaidschaner Khadzimurad Gadzhiev nach hartem Kampf mit 4:3 nach Punkten in die Knie zwingen konnte. Wesentlich deutlicher macht es Demirtas im Viertelfinale, in dem er den Griechen Kyrillos Binenmpaoum mit 15:4 vorzeitig auspunkten konnte. Und auch im Halbfinale war der Ukrainer Vasyl Mykhailov keine große Hürde: mit 5:2 sicherte sich Demirtas den Finaleinzug, wo er auf den russischen Ausnahmeathleten Zaurbek Sidakov traf – seines Zeichens amtierender Welt- und U23-Europameister. Im Finale nutzte Sidakov einen kleinen Fehler von Demirtas aus, nahm ihn in die „Zange“ um ihn wenig später auf beide Schultern zu befördern – so war der Traum von Gold nach nur zwei Minuten Kampfzeit ausgeträumt.

Mit harten Gegnern hatte es Vladimir Egorov zu tun, der als Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Europameisterschaften mit hohen Erwartungen ins Turnier einstieg. Im ersten Kampf trat Egorov somit auf den Italiener Givi Davidovi, den Egorov damk einer taktisch versierten Kampfweise knapp aber sicher mit 3:2 besiegen konnte. Doch bereits im zweiten Kampf musste sich Egorov dem aus Aserbaidschan stammenden Makhir Amiraslanov – ebenfalls Bronzemedaillist der diesjährigen EM – klar mit 4:0 nach Punkten geschlagen geben. Da Amiraslanov später ins Finale einzog und sich den Titel sicherte, erhielt Vladimir Egorov in der Hoffnungsrunde seine zweite Chance auf Edelmetall. Doch auch im Kampf gegen den jungen Bulgaren Georgi Vangelov war Egorov nicht vom Glück verfolgt: So führte Egorov lange mit 3:1 nach Punkten, doch kurz vor Kampfende gelang seinem Gegner der Ausgleich und der Sieg, sodass Egorov seine Medaillenhoffnungen begraben und sich mit dem siebten Platz zufrieden geben musste.

Als letzter Burghauser Freistilringer ging der Pole Zbigniew Baranowski auf die Matte, der auf die 86kg-Klasse abtrainierte. Im Achtelfinale demontierte Baranowski seinen bulgarischen Gegner Svetoslav Dimitriv nach allen Regeln der Kunst, doch bereits im Viertelfinale war dann Schluss für den Burghauser Neuzugang. Zwar ging Baranowski in der zweiten Runde mit 3:2 in Front, am Ende jubelte aber sein russischer Gegner Dauren Kurugliev, dem kurz vor Kampfende die entscheidende Wertung gelang.

Auch bei den Greco-Wettbewerben hatten der SVW zwei heiße Eisen im Feuer, allen voran der Ungar Tamas Lörincz, der in Klasse bis 77kg auf die Matte ging. Im Achtelfinale war der Franzose Gil Nugues keine echte Härteprüfung – mit 10:2 beendete Lörincz den Kampf vorzeitig. Wesentlich mehr Anstrengung bedurfte der Sieg gegen den weißrussischen Lokalmatadoren Pavel Liakh, der nach der ersten Runde sogar mit 1:0 in Front lang. Erst im zweiten Kampfabschnitt konnte Lörincz den Spieß noch umdrehen und mit 3:1 nach Punkten die Matte als Sieger verlassen. Etwas überraschend hingegen war Lörinczs Niederlage im Halbfinale gegen den Armenier Karapet Chalyan, gegen den Lörincz lange mit 1:0 führte, dann aber den Kampf nach zwei 2-Punkt Wertungen seines Gegners noch 1:4 abgeben musste. Im Kampf um Platz drei trat Lörincz gegen den starken Moldauer Igor Besleaga an, der die ganze Wut des über das vorangegangene Ausscheiden sichtlich angefressene Lörincz zu spüren bekam. Schon in der ersten Runde machte Lörincz alles klar und ging souverän mit 5:0 in Führung. In der zweiten Runde kontrollierte Lörincz den Kampf nach Belieben – zwar konnte sein Gegner noch auf 5:1 verkürzen, sein Sieg und die damit verbundene Bronzemedaille waren aber nicht mehr in Gefahr.

Einen bärenstarken Turnierlauftakt legte auch der Serbe Mihail Kajaia hin: Mit 6:1 wies Kajaia den Ungarischen Altmeister Balazs Kiss in die Schranken: Zwar ging Kiss mit einem 1:0 Punktvorsprung in die Rundenpause, doch in der zweiten Runde schwanden sichtlich die Kräfte, sodass Kajaia den Spieß noch umdrehen konnte. Doch auch für ihn endete das Turnier bereits im Viertelfinale, in dem er sich an seinem türkischen Gegner Cenk Ildem die Zähne ausbiss. So ging der erfahrene Türke in der ersten Runde schnell mit 5:1 in Front. Wesentlich ausgeglichener verlief dann der zweite Kampfabschnitt, in dem Kajaia noch auf 7:5 herkam – der kampfentscheidende Ausgleich wollte am Ende aber nicht mehr gelingen, sodass für Kajaia das Turnier auf dem achten Rang endete.



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