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20.03.2019
 
Erfolgreiches Abschneiden der Burghauser Ringer bei den Thor Masters
 
Von: Roman Hölzl


Am vergangenen Wochenende fanden die mittlerweile schon traditionellen Thor Masters im dänischen Nykoebing statt, die als Gradmesser für die anstehenden Europameisterschaften dienen. Auch die Ringer des SV Wacker Burghausen waren bei diesem qualitativ gut besetzten Turnier zahlreich am Start. So machten sich unter der Betreuung von Matthias Maasch Fabian Schmitt, Roland Schwarz, Michael Widmayer und Ramsin Azizsir auf den Weg nach Skandinavien, um ihre Form unter Beweis zu stellen und vor allem um den Bundestrainer Michael Carl von einer möglichen Nominierung für die anstehenden Europameisterschaften zu überzeugen.

Erfolgreiches Quintett: Ramsin Azizsir, Michael Widmayer, Fabian Schmitt, Matthias Maasch und Roland Schwarz konnten mit ihrem Abschneiden sehr zufrieden sein.

Den Auftakt machte Fabian Schmitt in der Klasse bis 55kg, der als amtierender Deutscher Meister souverän ins Turnier startete. Im ersten Kampf punktete Schmitt den Letten Harijs Janusauskis in Windeseile aus und auch in der zweiten Runde der Pool-Kämpfe ließ er dem Dänen Nikolaj Mohammadi nicht den Hauch einer Chance. Mehr Gegenwehr leistete der Brasilianer Marat Garipov, gegen den Schmitt über die volle Kampfdauer gehen musste. Am Ende stand aber auch hier ein sicherer 7:0 Punktsieg zu Buche, sodass Schmitt im entscheidenden Kampf um den Turniersieg dem Norweger Anders Rönningen gegenüber stand. Hier entwickelte sich in der ersten Runde ein ausgeglichener Kampf, in dem Schmitt nach einer Passivitätsverwarnung mit 0:1 zur Halbzeit in Rückstand lag. Doch in der zweiten Runde wendete sich das Blatt: Nach dem Schmitt im Standkampf immer aktiver wurde, erhielt er vom Kampfgericht seinerseits die Möglichkeit, in der Bodenlage zu punkten. Dank eines kraftvollen Aushebers und eines Durchdrehers ging Schmitt mit 5:1 in Front. Diesen Vorsprung konnte Schmitt im weiteren Kampfverlauf noch auf 6:1 ausbauen, was ihm am Ende den hochverdienten Turniersieg einbrachte.

In der Klasse bis 72kg ging Michael Widmayer an den Start, der sich im ersten Kampf mit dem Ukrainer Dmytro Pynkov messen musste. Dank seiner aktiven Ringweise konnte sich Widmayer dank eines souveränen 4:0 Punktsieges über einen guten Turnierstart freuen. In der zweiten Runde stand Widmayer dem Schweden Emil Svensson gegenüber, mit dem er kurzen Prozess machte und mit 11:0 von der Matte fegte. Gegen den Norweger Vegard Jørgensen sah Michael Widmayer lange wieder der sichere Sieger aus, führte er doch zur Halbzeit mit 1:0 nach Punkten. Doch in der zweiten Runde erkämpfte sich sein Gegner immer mehr die Oberhand, sodass Widmayer mit einer Passivität belegt wurde, wodurch sein Gegner zum 1:1 ausgleichen konnte. Zwar gelang dem Norweger keine weitere Wertung, am Ende musste sich Widmayer durch die zuletzt erzielte Wertung mit 1:1 geschlagen geben. Im Kampf um die Bronzemedaille stand Widmayer anschließend dem polnischen Weltklasseringer Dawid Karecinski gegenüber. Wie bereits im vorangegangenen Gefecht führte Widmayer zur Pause mit 1:0 und kassierte in der zweiten Runde den 1:1 Ausgleich. Erst kurz vor Kampfende konnte Widmayer das Gefecht doch noch für sich entscheiden – dank eines Take-Downs sicherte er sich zwei weitere Wertungspunkte, den Sieg und die damit verbundene Bronzemedaille.

Burghausens Neuzugang Roland Schwarz kochte für die Thor Masters extra Gewicht ab und startete in der Klasse bis 77kg, in der er sich starken und erfahrenen Gegnern gegenüber sah. Zum Turnierauftakt kam es für Schwarz zum Kräftemessen mit dem Finnen Mathias Lipasti, das er mit 6:1 klar für sich entscheiden konnte. In der zweiten Runde folge der Kampf mit dem Norweger Per Anders Kure, der Schwarz alles abverlangte. Am Ende sicherte sich Schwarz dank eines 4:4 einen hauchdünnen Punktsieg dank der zuletzt erzielten Wertung den Sieg. Leichter hatte es Schwarz im dritten Kampf dem US-Amerikaner Patrick Smith, den er nach allen Regeln der Ringerkunst auspunkten konnte. Deutlich knapper verlief hingegen der vierte Kampf gegen den Ukrainer Volodymyr Yakovliev, den Schwarz am Ende erneut nur dank einer taktischen Meisterleistung und der zuletzt erzielten Wertung mit 3:3 für sich entscheiden konnte. Im rein deutschen Finale traf Schwarz auf seinen Nationalmannschafts-Kollegen Florian Neumaier. Nach einem verbissen geführten Kampf setzte sich Schwarz auch hier mit 1:1 dank der zuletzt erzielten Wertung durch und sicherte sich somit den Turniersieg.

Als letzter Burghauser Starter ging Ramsin Azizsir im Halbschwergewicht auf die Matte. Gegen den Slowaken Tamas Soos ließ Azizsir nie einen Zweifel aufkommen, wer dieses Gefecht für sich entscheiden würde: Mit 8:0 punktete Azizsir seinen Gegner vorzeitig aus. In den folgenden beiden Runden traf Azizsir auf den Deutschen Ilja Klasner und den Litauer Vilius Laurinaitis, die er beide mit 4:0 nach Punkten souverän besiegen konnte. Auf ein bekanntes Gesicht mit Burghauser Vergangenheit traf Ramsin Azizsir in der vierten Runde: Doch auch Yevhenii Saveta, der in der letzten Burghauser Zweitliga-Saison im Wacker-Kader stand, konnte ihn nicht ernsthaft gefährden. Dank eines 5:1 Punktsieges kam es somit im letzten Poolkampf zum Duell gegen den Norweger Felix Baldauf, der zuletzt 2017 mit dem Titel des Europameisters für Aufsehen sorgte. Am Ende musste sich Azizsir mit 5:1 nach Punkten geschlagen geben, wobei Azizsir den Kampf lange offen gestalten konnte und sich am Ende unter Wert geschlagen geben musste. Da er sich zudem in diesem Kampf noch eine leichte Verletzung am Fuß zuzog, konnte Azizsir am Ende den Kampf um die Bronzemedaille nicht mehr bestreiten, sodass im Gesamtklassement der vierte Platz für ihn zu Buche stand.

Neben dem guten Abschneiden der vier Ringer aus dem Burghauser Bundesliga-Kader bestätigte anschließend Matthias Maasch, dass alle vier Athleten in Zukunft nicht nur in der Bundesliga für Burghausen auf die Matte gehen würden, sondern dass sie auch auf Einzelturnieren die Farben des SV Wacker Burghausen vertreten werden. „Es gibt im Ringen das sogenannte Zweitstartrecht, das Athleten erlaubt, bei Einzelmeisterschaften für ihren Heimatverein anzutreten. Sowohl Fabian Schmitt, als auch Michael Widmayer, Roland Schwarz und Ramsin Azizsir haben sich entschieden, in Zukunft für den SVW anzutreten – eine Entscheidung, über die sich alle im Verein gefreut haben und die zeigt, dass sich die Sportler mit Burghausen identifizieren.“

Auch durch das gute Abschneiden der Burghauser Ringer konnte sich die deutsche Vertretung den Sieg in der Nationenwertung sichern. So sicherte sich Etienne Kinsinger eine weitere Goldmedaille, Christoper Kraemer, Florian Neumaier, Hannes Wagner, Denis Kudla und Eduard Popp konnte sich am Ende jeweils über Silbermedaillen freuen. Im Anschluss an die Thor Masters nimmt die deutsche Nationalmannschaft an einem international angelegten Trainingslager teil, um sich auf die anstehenden Europameisterschaften vorzubereiten.



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