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21.05.2019
 
Erik Thiele wird Deutscher Meister, Johann Steinforth erringt Silber
 
Von: Roman Hölzl


Am vergangenen Wochenende lagen die Augen aller Ringsportbegeisterten auf dem kleinen saarländischen Ort Riegelsberg, in dem die Deutschen Meisterschaften der Frauen und der Männer im freien Stil abgehalten wurden. Aus dem Burghauser Erstliga-Kader waren mit Erik Thiele, Johann Steinforth und Enes Akbulut gleich drei Starter vertreten, die allerdings nicht für den SV Wacker Burghausen, sondern für ihre jeweiligen Heimatvereine an den Start gingen. Am Ende konnten sich vor allem Erik Thiele und Johann Steinforth freuen: Während Steinforth die Silbermedaille erkämpfen konnte sicherte sich Erik Thiele seinen zweiten Deutschen Meistertitel bei den Senioren in Folge.

Erik Thiele (rechts) geht in der kommenden Saison als amtierender Deutscher Meister wieder für den SVW auf die Matte.

In der qualitativ stark besetzten Klasse bis 97kg ging Erik Thiele auf die Matte. Im ersten Poolkampf traf Thiele auf Pascal Hampel (ASC Röthenbach), den er technisch überlegen mit 11:0 besiegen konnte. Und auch in der zweiten Runde war Leo Kempf (ASV Urloffen) keine große Hürde für Thiele – auch ihn besiegte er in Windeseile mit 10:0 nach Punkten. Stärkster Gegner im Pool war Wladimir Remel, der zuletzt auch international vermehrt zu Einsätzen kam. Am Ende setzte sich aber auch in diesem Kampf der drei Jahre jüngere Erik Thiele klar und souverän mit 6:0 nach Punkten durch. Richtig ernst wurde es dann im Halbfinale, in dem er auf den deutschen Spitzenringer Gabriel Stark (ASV Mainz 88) traf. Überraschend klar gelang Thiele auch in diesem Gefecht ein Sieg – mit 5:1 ließ Thiele seinem bundesligaerfahrenen Kontrahenten keine Chance. Im Finale Traf Thiele dann auf seinen Dauerrivalen Gennadij Cudinovic, der dank starker Leistungen international zuletzt bei den Europameisterschaften den Vorzug vor Thiele erhielt. Dank einer konzentrieren und defensivstarken Leistung setzte sich Thiele auch im Kampf um die Goldmedaille knapp mit 2:0 nach Punkten durch und durfte somit seinen zweiten nationalen Titel bei den Herren bejubeln.

Ebenfalls bis ins Finale kämpfte sich Johann Steinforth vor, der in der Klasse bis 74kg antrat. Entgegen der 97kg-Klasse wurden in der 74kg- Klasse keine Poolkämpfe durchgeführt – das Turnier fand im klassischen KO-Modus statt. So eliminierte Steinforth in der Qualifikation Sven Menzel (RS Potsdam) mit 10:0 und auch im Viertelfinale war Marcel Berger (SpVgg Freising), den er mit 10:3 in Schach hielt, kein Stolperstein. Ein richtig interessantes Duell entwickelte sich im Halbfinale, in dem er auf Lennard Wickel (1. Luckenwalder SC) traf. Während Wickel, der im vergangen Jahr mit einer „Umschulungsmaßnahme“ vom Ringer zum Fotomodel für Schlagzeilen sorgte, zur Halbzeit bereits mit 4:0 führte, konnte Steinforth in der zweiten Runde das Blatt noch wenden. Nach einem kraftvollen Beinangriff und einem Durchdreher gelang Steinforth zuerst der Ausgleich, nach einem weiteren Beinangriff mit nachfolgendem Ausheber konnte er mit 8:4 in Führung geben. Da seinem Gegner keine weiteren Wertungen mehr gelangen, zog Steinforth verdient ins Finale ein, wo er erneut im Generationenduell auf den mittlerweile 39-jährigen Altmeister Andrej Shyyka (KSV Köllerbach) traf. Doch wie bereits im letztjährigen Bundesliga-Viertelfinale war Shyyka auch an diesem Tag der bessere Ringer und siegte am Ende vorzeitig mit 13:2. So setzte sich am Ende die Erfahrung Shyykas gegen den jugendlichen Elan von Steinforth durch, was aber die starken Leistungen Steinforths nicht zu schmälern vermochte.

Zum ersten Mal seit 2016 blieb Enes Akbulut ohne Edelmetall bei deutschen Meisterschaften. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen Justin Müller (AVG Markneukirchen) unterlag Akbulut bereits im Viertelfinale dem späteren Finalisten Valentin Seimetz (KSV Köllerbach) denkbar knapp mit 4:3 nach Punkten. Wesentlich besser verlief der erste Kampf in der Hoffnungsrunde für Enes Akbulut, in der er auf Erik Schweter (KSV Unterelchingen) traf. Nach nur zwei Minuten Kampfzeit stand Akbulut als vorzeitiger Sieger fest, nachdem er seinen Gegner mit schnellen Beinangriffen und Beinschrauben auspunkten konnte. Im kleinen Finale um die Bronzemedaille traf Akbulut auf Ramzan Awtaew (TV Essen–Dellwig). In einer sehr hektischen Anfangsphase ging Akbulut mit 2:0 in Führung – ein Ergebnis, mit dem es auch in die Rundenpause ging. Nach einer abgelaufenen Aktivitätszeit und zwei Take-Downs seines Gegners fand sich Akbulut 15 Sekunden vor Kampfende auf einmal mit 5:2 in Rückstand. Zwar konnte er mit der Schlusssirene noch auf 4:5 verkürzen, dies änderte aber an seiner Niederlage nichts mehr.

Neben den Medaillen gibt es auch aus Vereinssicht noch positives zu berichten. So verlängerten sowohl Erik Thiele als auch Johann Steinforth und Enes Akbulut ihre auslaufenden Verträge beim SV Wacker um ein weiteres Jahr, so dass sich die Burghauser Zuschauer auf eine weitere Saison mit den drei starken deutschen Freistilringern freuen dürfen. Des Weiteren unterschrieb auch Benjamin Sezgin für die( neue) nächste Saison einen neuen Vertrag, der bei den Deutschen Meisterschaften auf Grund des erschöpfenden Fastens während des Ramadan nicht teilnahm.



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