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06.05.2019
 
Fünf Medaillen bei bayerischen Meisterschaften in Hallbergmoos
 
Von: Roman Hölzl


Ein schweißtreibender Samstag liegt hinter den Ringern des SV Wacker Burghausen, die bei den bayerischen Meisterschaften sowohl im freien als auch im griechisch-römischen Stil an den Start gingen. Ein Aufwand, der sich am Ende lohnte: so sicherten sich die Burghauser Ringer drei bayerische Meistertitel und zwei Bronzemedaillen. Als erfolgreicher Ausrichter der Landesmeisterschaften muss vor dem SV Siegfried Hallbergmoos der Hut gezogen werde, der aus organisatorischer Sicht das Turnier zu einer fantastischen Ringsportveranstaltung für die rekordverdächtigen 146 Teilnehmer aus 26 Vereinen machte.

Gut Lachen hatten die neuen bayerischen Meister Witalis Lazovski, Fabian Schmitt und Michael Widmayer und ihr Trainer Eugen Ponomartschuk.

Eugen Ponomartschuk nahm die Ehrungen des BRV zum Titel des deutschen Mannschaftsmeisters und und ersten Platz in der Gruppenliga entgegen.

Vor allem im griechisch-römischen Stil wurden die Athleten des SV Wacker Burghausen ihrer Favoritenrolle gerecht. So setzte sich Fabian Schmitt, der zuletzt bei den Europameisterschaften die Bronzemedaille erkämpfen konnte, auch bei den bayerischen Meisterschaften die Krone auf. Nach drei technisch überlegenen Siegen traf Schmitt, der bei den bayerischen Meisterschaften gleich zwei Gewichtsklassen aufrückte, auf Janik Rausch. Nach einer Unachtsamkeit befand sich Schmitt schnell mit 5:0 in Rückstand, den er aber durch seine ringerische Klasse schnell ausglichen konnte. Am Ende sicherte sich Fabian Schmitt dank des 12:5 Siegs den Titel. Absolut makellos war die Leistung von Witalis Lazovski, der alle seine Kämpfe innerhalb der ersten Runde beenden konnte. So folgte auf drei technisch überlegene Siege während der Poolkämpfe ein schneller Schultersieg gegen den Hallbergmooser Neuzugang Artur Tatarinov – ganze 15 Sekunden dauerte der Finalkampf. Als Neuling auf bayerischen Meisterschaften konnte auch Michael Widmayer den Turniersieg erringen, der bisher immer auf den Landesmeisterschaften in Baden-Württemberg an den Start ging. Michael Widmayer startete in der qualitativ am stärksten besetzten Gewichtsklasse bis 77kg, der wie Schmitt und Lazovski einen technisch sehr starken Auftritt hinlegte. So demonstrierte Widmayer in der Poolrunde sein ganzes Können und besiegte jeden seiner vier Gegner – darunter auch der Bundesligaringer Vladislavs Jakubovics (SV Siegfried Hallbergmoos) - technisch überlegen. Erst im Finale musste sich Widmayer richtig strecken, denn im Kampf gegen Michael Heiß (TSV Westendorf) lag er schnell mit 0:4 in Rückstand. In seiner unnachahmlichen Art zermürbte Widmayer seinen Gegner im weiteren Kampfverlauf und siegte schlussendlich mit 8:4 nach Punkten.

Mit der Bronzemedaille musste sich hingegen Andreas Maier zufrieden geben. In einem tollen Turnierauftakt sicherte sich Maier drei technisch überlegene Punktsiege. Im entscheidenden Kampf um den Finaleinzug traf Andreas Maier auf Deniz Menekse (SV Johannis Nürnberg), den er zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften noch knapp besiegen konnte. Dieses Mal nutzte sein Gegner eine kurze Konzentrationsschwäche aus, um den Kampf vorzeitig zu beenden – noch in der ersten Runde musste sich Andreas Maier vorzeitig mit 0:8 geschlagen geben. Besser lief es dann wieder im kleinen Finale, in dem sich Andreas Maier klar mit 9:0 gegen Michael Mössinger (ESV München Ost) durchsetzen konnte. Neben den vier Medaillengewinnern starteten auch noch Erwin Kobsar (bis 60kg), Hermann Turovskij (bis 67kg), Dominik Ratz, Konstantin Kainhuber (beide bis 77kg) und Maliq Shala (bis  82kg) bei den bayerischen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil. Keinen leichten Stand hatte Erwin Kobsar, der nach drei Niederlagen gegen übermächtige Gegner den siebten Rang belegte. Ebenfalls schwer tat sich Hermann Turovskij, der als eigentlicher Freistil-Ringer im griechisch römischen Stil antrat um Kampfpraxis und Erfahrungen zu sammeln. So fand für ihn das Turnier nach zwei Niederlagen ein vorzeitiges Ende. Und auch für Konstantin Kainhuber endete das Turnier in der Klasse bis 77kg nach zwei Niederlagen vorzeitig. Auf einen Sieg und zwei Niederlagen kann Dominik Ratz zurückblicken, der im ersten Kampf gegen Lukas Meyer (ASV Cham) die Matte dank eines 2:1 Erfolgs als Sieger verließ. In den Mattengefechten mit seinem Mannschaftskamerad Michael Widmayer und Kevin Adler (ASC Bindlach) musste Ratz die Stärke seiner Gegner anerkennen und unterlag zweimal vorzeitig. Als letzter Burghauser Starter debütierte Maliq Shala bei den bayerischen Meisterschaften im Dress des SV Wacker Burghausen. Zwei schnelle Niederlagen beendeten aber seinen Turnierauftritt vorzeitig.

Wie schon beim Greco-Turnier startete Erwin Kobsar auch im Freistil-Wettbewerb, dieses Mal aber in der Klasse bis 57kg. Dort konnte Kobsar gegen Stanislav Volotkovskiy (TV Geiselhöring) einen Schultersieg feiern. In den weiteren Kämpfen musste Kobsar aber seinen Gegnern den Sieg überlassen, sodass er mit Platz vier am Ende knapp an Edelmetall vorbeischrammte. Ebenfalls mit dem undankbaren vierten Rang musste sich Markus Zehentmaier in der Klasse bis 61kg begnügen. Trotz einer kämpferisch starken Leistung standen am Ende seinen zwei Siegen drei Niederlagen gegenüber, wobei eine davon überaus bitter war. So führte Zehentmaier gegen den Hallbergmooser Yannik Ketterer bereits mit 8:0 und stand kurz vor einem vorzeitigen Sieg, doch am Ende musste sich Zehentmaier noch mit 10:14 geschlagen geben. Hermann Turovskij versuchte sein Glück im freien Stil in der Klasse bis 65kg, in der er gleich im ersten Kampf eine ärgerliche Niederlage einstecken musste – so fand sich Turovskij trotz einer Führung kurz vor Kampfende auf beiden Schultern wieder. Im weiteren Turnierverlauf konnte sich Turovskij einen Schultersieg sichern, seinen anderen beiden Gegnern unterlag er jeweils vorzeitig. Für die einzige Burghauser Medaille im freien Stil zeigte sich Johann Eitel verantwortlich, der trotz starker Leistungen seine ersten beiden Kämpfe in der Klasse bis 92kg knapp und unglücklich verlor. Im entscheidenden Kampf um die Bronzemedaille schulterte Eitel seinen Gegner Lukas Koch noch innerhalb der ersten Minute. Ebenfalls über Bronze durfte sich Enes Akbulut freuen, der bei Einzelmeisterschaften allerdings für seinen Heimatverein ASV Hof antritt.



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