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22.05.2019
 
Interview mit Roland Schwarz und Fabian Schmitt: „Burghausen ist ein geiler Verein“
 
Von: Roman Hölzl


Wenn am kommenden Wochenende in Westendorf die Deutschen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil ausgetragen werden, wird es vor allem wieder für die Ringerfans, die es mit den Athleten des SV Wacker Burghausen halten, interessant. So wird fast in jeder Gewichtsklasse ein Burghauser Athlet mit guten Aussichten auf Edelmetall antreten. Nachdem letztes Jahr die Deutschen Greco-Meisterschaften „Burghauser Festspiele“ gleich kamen, darf man gespannt sein, ob die letztjährige Ausbeute von je drei Gold- und Silbermedaillen wiederholt werden kann.

Roland Schwarz und Fabian Schmitt gelten bei den anstehenden Deutschen Meisterschaften als Mitfavoriten

Während viele der Burghauser Kaderathleten im vergangenen Jahr noch für ihre Heimatvereine an den Start gingen, werden nun alle Burghauser Starter auch die Farben des SV Wacker Burghausen vertreten. So rückt Fabian Schmitt, der im vergangenen Jahr noch souverän den Titel in der 55kg-Klasse erkämpfte, heuer in die 60kg-Klasse auf und wird dort versuchen, dem letztjährigen Deutschen Meister Etienne Kinsinger seinen Titel streitig zu machen. Einen neuen Anlauf auf die Goldmedaille startet Andreas Maier in der 63kg-Klasse, nachdem er im letzten Jahr denkbar knapp an Gold vorbeischrammte. Ein großer Mitfavorit auf den Titel in den 67kg-Klasse ist sicherlich auch Witalis Lazovski, der seinen letztjährigen Deutschen Meistertitel ebenfalls verteidigen möchte. Der amtierende Vizemeister Michael Widmayer rückt hingegen eine Klasse auf und wird in der extrem stark besetzte 72kg-Klasse sein Glück versuchen, in der auch Dreifach-Weltmeister Frank Stäbler antreten wird. In der Klasse bis 82kg startet Roland Schwarz, der zuletzt bei den Europameisterschaften die Silbermedaille erringen konnte. Und auch auf den amtierenden Titelträger Ramsin Azizsir wartet in der  Gewichtsklasse bis 97kg ein straffes Programm mit hochkarätigen Gegnern. Als einziger Burghauser Medaillengewinner des letzten Jahres wird Maxi Lukas auf Grund einer Schulterverletzung, die er sich im Bundesliga-Finale gegen Heilbronn zuzog, nicht an den Deutschen Einzelmeisterschaften teilnehmen können.

Vor den nationalen Titelkämpfen standen die beiden Medaillengewinner der diesjährigen Europameisterschaften Roland Schwarz und Fabian Schmitt Rede und Antwort.

Wie fühlt man sich als Vizeeuropameister bzw. als Bronzemedaillengewinner?

Fabian: Sensationell (lacht). Es war nach 2013 die zweite EM, an der ich teilnehmen durfte und dementsprechend groß war meine Vorfreude. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille ist für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Generell waren die letzten Monate einfach Wahnsinn. Zuerst der Titel mit Burghausen, danach die Goldmedaille bei den Thor Masters und jetzt der 3. Platz bei der EM. So kann es weitergehen (lacht).

Roland: Als ich meine Auslosung gesehen habe, hatte ich leichte Zweifel, da mein erster Gegner schon 6 Medaillen auf Welt- und Europameisterschaften gewonnen hat. Als ich dann aber am nächsten Morgen aufgewacht bin, hatte ich ein sehr gutes Gefühl und wusste, dass heute alles möglich ist. Ich konnte mich von Kampf zu Kampf steigern und bin überglücklich mit dem Gewinn der Silbermedaille.

Was sind eure kommenden Aufgaben?

Fabian: Mein Ziel ist es, mich für die Weltmeisterschaften Ende September in Kasachstan zu qualifizieren und dort bestmöglich abzuschneiden. Nächstes Wochenende finden die deutschen Meisterschaften statt. Dafür hab ich mich zwar nicht speziell vorbereitet, da ich mich von der EM erst erholen musste, aber ich will natürlich trotzdem eine gute Leistung abrufen und um den Titel mitkämpfen.

Roland: Bei der Weltmeisterschaft in Kasachstan werden die ersten Olympiatickets vergeben. Ich weiß, dass es verdammt schwer wird, sich zu qualifizieren, aber seit der Europameisterschaft weiß ich auch, dass an einem guten Tag alles möglich ist. Mit der deutschen Meisterschaft sieht es ähnlich aus wie bei Fabi. Speziell vorbereitet habe ich mich nicht, werde aber trotzdem alles geben, um um den Titel mitzukämpfen.

Welche Ziele verfolgt ihr mit dem SV Wacker in der Bundesliga?

Fabian: Letzte Saison war natürlich unglaublich. Was der Verein, die Abteilung in den Playoffkämpfen auf die Beine gestellt haben, war sensationell. Wenn ich daran zurückdenke, bekomme ich jetzt noch Gänsehaut. Ich hoffe, dass wir an die Leistung anknüpfen können, aber es wird sicherlich sehr schwer, da sich die anderen Vereine enorm verstärkt haben.

Roland: Da ich noch nie Deutscher Mannschaftsmeister war, wäre es natürlich schön dieses Ziel zu erreichen. Aber dazu ist auch das nötige Quäntchen Glück erforderlich. Ich denke es wird vor allem für die Zuschauer eine richtig spannende Saison, da sich unsere Vorrundengegner extrem verstärkt haben.

Warum Burghausen?

Fabian: Weil Burghausen einfach ein geiler Verein ist. Wie gesagt, was sich in den Playoffs hier abgespielt hat, war einfach Wahnsinn. Genau für solche Momente trainiert man sein ganzes Leben. Ich fühle mich hier sehr wohl und mit Matthias Maasch habe ich jemanden, der mit seiner Trainingskonzeption einen großen Anteil an meinen Erfolgen in den letzten Monaten hat.

Roland: Ich habe in den letzten Jahren schon öfter hier in Burghausen mittrainiert und dementsprechend war der Kontakt immer schon da. Mit dem Karriereende von Eugen Ponomartschuk hat sich dann die Möglichkeit ergeben, hierher zu wechseln und ich bin froh, dass alles geklappt hat.



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