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22.12.2020
 
Schwarz, Baranowski und Muszukajev überzeugen beim Weltcup in Belgrad
 
Von: Michael Buchholz


Die Bronzemedaille von Roland Schwarz beim Ringer-Weltcup in Belgrad ist das einzige Edelmetall für den Deutschen Ringerbund (DRB) bei den Männern geblieben – die Frauen holten gleich drei Medaillen, wobei sich Aline Rotter Focken in der Klasse bis 76 Kilogramm die Krone aufsetzte und Gold holte. Die Wacker-Legionäre Zbigniew Mateusz Baranowski (86 kg) und Iszmail Muszukajev (65 kg) schafften es beim Freistil-Turnier bis ins Finale, unterlagen dort aber ihren jeweiligen Gegnern.

Tolle Lesitungen zeigte Roland Schwarz beim Indivisual World Cup in Serbien - am Ende spang für ihn die Bronzemedaillie heraus.

Eine Klasse für sich war der Ex-Burghauser Magomedmurad Gadzhiev, der in der Freistil-Klasse bis 70 Kilogramm die Konkurrenz dominierte und im Finale einen ungefährdeten 5:0-Erfolg feierte. Nicht ins Vorderfeld schafften es dagegen Eduard Tatarinov (79 kg), Givi Davidovi (57 kg) und Ali Pasha Umarpashaev (74 kg). „Edi hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen und musste sich gegen einen wirklich starken Gegner geschlagen geben, der schon 5. Weltmeister war“, analysiert Burghausens Ringer-Legende Matthias Maasch den Auftritt des Ex-Traunsteiners, der gegen den Usbeken Rashid Kurbanov lange Zeit mit 1:0 in Führung lag, erst gegen Ende des Kampfes Punkte abgab und sich mit 1:6 von diesem hochklassig besetzten Turnier verabschieden musste. Der italienische Neuzugang Davidovi musste nach einem klaren Auftaktsieg im Achtelfinale die Segel streichen und für Umarpashaev war nach zwei Siegen im Viertelfinale Schluss.

Der Ungar Muszukajev spazierte zunächst mit zwei deutlichen Siegen durchs Turnier, musste dann aber im Halbfinale beim 7:6 gegen Haji Aliyev aus Aserbaidschan kurz zittern. Im Finale hatte der Neu-Burghauser beim 1:9 gegen den Armenier Vazgen Tevanyan allerdings keine echte Chance. Der Pole Baranowski startete mit einem 3:0-Sieg ins Turnier, hatte dann aber beim 4:4 gegen den Türken Osman Gocen Mühe und überstand auch das Halbfinale gegen den Spanier Taimuraz Friev beim 3:2 nur denkbar knapp. Gegen den Russen Dauren Kurugliev war im Finale beim 1:5 aber dann kein Kraut mehr gewachsen.

„Es war schon auffällig, wie stark die Russen das Turnier dominiert haben. Das ist auch kein Wunder, die haben in jeder Gewichtsklasse zehn bärenstarke Leute, von denen mindestens fünf Weltmeister werden können. Da kann man auch trotz Corona im eigenen Land hochklassige Lehrgänge abhalten“, so Maasch, den die Probleme vieler westeuropäischer Ringer nicht überrascht haben: „Es gab kaum Lehrgänge und noch weniger Turniere. Das hat man auch bei unseren Jungs gesehen, da hat einfach die Praxis gefehlt und so sind Fehler passiert, die die Jungs nicht machen, wenn sie den Rhythmus haben.“

Bronzemedaillengewinner Schwarz attestiert Maasch eine extrem starke Leistung, dass er beim 1:4 gegen den Türken Salih Aydin das Finale verpasste, war in den Augen von Maasch vor allem eine Folge der fehlenden Wettkampfpraxis: „Das passiert ihm so sonst nicht.“ Ganz bitter war das Turnier für Fabian Schmitt (55 kg), der zweiten großen Medaillenhoffnung aus Burghausen. Der Nürnberger, der sich in den Bundesligakämpfen im Herbst in brillanter Form präsentiert hat, musste sich aufgrund eines Erstkontaktes in Quarantäne begeben und konnte nicht antreten. Witalis Lazovski (67 kg), für den nach einem Kampf Schluss war, konnte nach seiner Schulterverletzung noch nicht an die gewohnte Form anknüpfen. Maasch: „Schade für ihn, da hat ihm nach der Verletzung auch das Selbstvertrauen gefehlt, sonst wäre mehr drin gewesen.“ Auch Idris Ibaev (72 kg) musste sich nach einem einzigen Auftritt verabschieden, doch Maasch war dennoch angetan: „Für sein erstes großes Turnier war das schon gut. Das lässt für die Zukunft hoffen.“ Erik Thiele und Ramsin Azizsir haben das Turnier aus beruflichen Gründen verpasst.



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