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30.01.2020
 
Wacker-Ringer rüsten sich fürs Herzschlag-Finale am Samstag und träumen vom dritten Titel
 
Von: Michael Buchholz


Sekt oder Selters, Triumph oder bittere Niederlage? Die Ringer des SV Wacker Burghausen rüsten zum großen Finale um die Deutsche Meisterschaft und träumen vom dritten Titel in Folge. Mit nur zwei Punkten Vorsprung geht die Mannschaft von Trainer Eugen Ponomartschuk am Samstag um 19.20 Uhr ins alles entscheidende Duell gegen den KSV Köllerbach. Spannung pur ist angesagt, nicht nur die Sportler werden Nerven wie Drahtseile brauchen, auch das Nervenkostüm der Fans in der mit Sicherheit brechend vollen Sportparkhalle wird wohl auf eine Zerreißprobe gestellt – das wird nichts für Weicheier!

Entscheidendes Duell? Matthias Maasch könnte im letzten Kampf erneut auf Timo Badusch treffen.

Und eines ist sicher: Nur wenn die Gastgeber ihre beste Mannschaft auf die Matte bringen können, ist eine erfolgreiche Titelverteidigung möglich. Fehlen, wie beim 15:13 im Hinkampf, einige Leistungsträger, dann dürften wohl die Köllerbacher über den ersten Titel seit 2009, als sie sich gegen Luckenwalde behaupten konnten, jubeln. Damals schon dabei war übrigens die Köllerbacher Ikone Andrej Shyyka, der am vergangenen Samstag beim 0:7 gegen Soner Demirtas seine erste Saisonniederlage einstecken musste. Auch in Burghausen wird der 39-Jährige, der ja amtierender Deutscher Meister ist, wieder auf die Matte gehen und im letzten Kampf des Abends um die Entscheidung kämpfen. Shyyka ist mit allen Wassern gewaschen und hat Demirtas eine erbitterte Abwehrschlacht geliefert. Die große Frage ist, ob Ponomartschuk erneut den dreifachen Europameister gegen Shyyka aufbietet oder ob der Burghauser Trainer im Freistil-Welter auf Ali-Pasha Umarpashaev oder auf Magomedmurad Gadzhiev setzt, der Shyyka vor zwei Jahren auch nur mit 3:2 besiegen konnte. Wer auch immer auf Burghauser Seite in den Ring geht, die Zuschauer werden in jedem Fall ein Weltklasse-Duell sehen.

Das darf man auch in der Freistil-Klasse bis 71 Kilogramm erwarten, in dem die Gäste aller Voraussicht nach Mihail Sava aufbieten werden, der in Köllerbach Johann Steinfort in weniger als drei Minuten entzaubert hat. Der rumänische Beinschraubenkönig wird es aller Voraussicht nach mit Cengizhan Erdogan zu tun bekommen, der sich gewaltig strecken muss, wenn er Sava in Schach halten will. Mit Sicherheit nichts zu holen gibt es für Gastgeber im Freistil-Schwergewicht, wenn die Köllerbacher Oleksandr Khotsianivkyi aufbieten, mit dem Erik Thiele schon vor zwei Jahren unangenehme Erfahrungen gemacht hat. Damals siegte der Ukrainer mit dem Schlussgong technisch überlegen 16:0 und auch am Samstag dürfte es für Thiele nur darum gehen, über die Zeit zu kommen.

Extrem schwierig wird es auch im Greco-Welter, in dem Michael Widmayer vor zwei Jahren ein 2:2 gegen Timo Badusch erkämpft hat, doch Widmayer fehlt ja nach seiner Schulteroperation, Matthias Maasch und Witalis Lazovski sind einfach zu leicht für die Gewichtsklasse, um den Köllerbacher Mannschaftskapitän zu bändigen. Die Alternative wäre hier Tamás Lörincz, ob der Ungar aber loszueisen ist, erscheint fraglich. Vorteile sollten die Gastgeber in der Eingangsklasse haben, in der Fabian Schmitt wohl auf Steven Ecker treffen wird, auch im Freistil-Bantam dürfte Ahmet Peker gegen Valentin Seimetz Punkte anschreiben. Im Greco-Leicht wiederum ist Etienne Kinsinger, wie schon vor zwei Jahren, der Favorit gegen Andi Maier, der damals mit 0:8 das Nachsehen hatte.

Offen ist das Duell in der Greco-Klasse bis 80 Kilogramm, in dem wohl Roland Schwarz auf Pajtim Sefaj treffen wird, der lange verletzt war. Aber auch Schwarz ist ja aufgrund seiner Schulterverletzung nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Mega spannend und vor allem hochklassig könnte es im Freistil-Mittel zugehen, wenn Kakhaber Khubezhty auf den Moldawier Piotr Ianulov trifft und auch das Greco-Halbschwer wird ein echter Kracher, in dem Ramsin Azizsir gegen den Köllerbacher Publikumsliebling Tarek Mohamed Abdelslam Sheble Mohamed erneut eine Topleistung abrufen muss.

Insgesamt können die Köllerbacher durch den Stilartwechsel eine erheblich stärkere Staffel auf die Matte schicken als im Vorkampf, insofern muss sich auch der Titelverteidiger steigern – der kleinste Fehler könnte den Ausschlag geben, jeder Punkt hin oder her könnte entscheidend sein. Dass die Köllerbacher nach der Aufholjagd der Vorwoche mit enormen Selbstvertrauen anreisen, ist klar und auch der Fanbus, der die Saarländer begleiten wird, wurde kurzer Hand schon in Meisterbus umbenannt.



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