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Die Saison 2020/21 wurde vorzeitig abgesagt!
06. Februar 2021

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31.10.2020
 
Bundesliga-Saison mit sofortiger Wirkung abgebrochen
 
Von: Roman Hölzl


Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende – eine Floskel, die nun leider auch auf die gesamte Ringer-Bundesliga Anwendung findet. Am vergangenen Freitag kam es zur entscheidenden Videokonferenz zwischen dem Deutschen Ringerbund und Vertretern der noch verbliebenen Vereine. Zur Wahl standen drei Szenarien: Durchsetzung einer vierwöchigen Pause analog zum im November kommenden Lock Down, ein konsequentes Weiterringen ohne Zuschauer oder der sofortige Abbruch der Ringer-Bundesliga.

Weitere spektakuläre Auftritte von Fabian Schmitt wird es in dieser Saison nicht mehr geben.

Am Ende entschieden sich von den teilnehmen elf Vereinen deren sechs für den Abbruch und fünf für eine vierwöchige Pause. Somit wurde die Mindestanzahl von acht Vereinen, die man für die Durchführung einer Endrunde benötigt, nicht erreicht. In Folge dessen wird die Bundesligasaison 2020 nicht fortgesetzt.

„Es ist schade, dass wir die Saison nicht zu Ende bringen können, aber aus momentaner Sicht wäre es wirklich schwierig gewesen, bis zu einer Endrunde durchzukommen. Ohne Zuschauer wäre eine Saison für uns auch nicht weiter finanzierbar gewesen. Wir haben in Folge der Abwägung aller relevanten Aspekte, vor allem aber im Hinblick auf die Gesundheit der Sportler, der freiwilligen Helfer und der Zuschauer uns dazu entschieden, gegen die Fortsetzung der Saison zu stimmen. An Euch alle, die Ihr uns in dieser schweren und unplanbaren Zeit, mit so viel Herzblut beigestanden habt: Vielen Dank für Euer Engagement und Eure Unterstützung in der Abteilung. Unser besonderer Dank gilt unseren Sponsoren und der Stadt Burghausen, die uns wie seit Jahren großzügig unterstützt haben.“, so Abteilungsleiter Jürgen Löblein.

Auch Florian Geiger, seines Zeichens kommissarischer Vizepräsident Bundesliga im DRB, findet trotz des Bedauerns zur Absage der Bundesliga doch noch positive Dinge, die er in einem Rundschreiben an die Bundesliga Vereine zum Ausdruck brachte.  „Auch wenn wir letztendlich durch die ständig schlechter werdenden pandemiebedingten Rahmenbedingungen in die Zone und dann ins Aus geschoben wurden, bleibt zu bilanzieren, dass die demokratische Einbeziehung aller beteiligten Vereine, die von der anfänglichen Entscheidung, die Herausforderung des Bundesligaringens unter dem Einfluss von Corona anzunehmen, bis hin zum gemeinschaftlich getragenen Abbruch, erfolgreich war und durchaus als Blaupause für die zukünftige Durchführung der Bundesliga dienen kann.“, so Geiger, der das durchgeführte Prinzip durchaus auch für die Zukunft für tragbar und wünschenswert hält. „Dieser Ansatz, der ausschließlich auf Freiwilligkeit basierte, wurde in ganz Sportdeutschland mit Aufmerksamkeit und kritischem Blick beobachtet. Aber die Ringerfamilie ist zusammengestanden und hat - allen Widerständen und Unkenrufen zum Trotz - attraktive Kämpfe auf den deutschen Matten geboten. Dafür bedanke ich mich herzlich bei allen beteiligten Sportlern, Funktionären und den Sponsoren, die dies gegen erhebliche Widerstände ermöglicht haben.“

Wie es nun in Zukunft mit dem Ringsport in Deutschland weitergehen wird? Da im November der Trainings- sowie der gesamte Sportbetrieb ruhen wird, folgt nun erst einmal die auferlegte Zwangspause für alle Athleten. Anschließend gilt es in enger Abstimmung zwischen Verband, Vereinen sowie politischen und medizinischen Institutionen ein tragbares Konzept für die Bundesligasaison 2021 zu erstellen, wobei die größte Hoffnung auf der Fertigstellung eines effektiven Impfstoffs liegt.



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