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Ringen 1. Bundesliga: Achtelfinal-Rückkampf

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14.11.2021
 
Interview mit U23- Weltmeister Idris Ibaev
 
Von: Roman Hölzl


Idris Ibaev schrieb am vergangenen Wochenende Geschichte, nachdem er sich als erster deutscher Ringer den Titel des U23-Weltmeisters sichern konnte. Zudem ist Idris Ibaev der erste deutsche Ringer, der einen Weltmeistertitel erringen konnte, ohne zuvor jemals deutscher Meister geworden zu sein. Nachfolgend steht das Burghauser Ausnahmetalent Rede und Antwort.

Ein herzliches Willkommen bereiteten Idris Ibaev seine Teamkollegen bei seiner Rückkehr nach Burghausen.

Idris herzlichen Glückwunsch zum WM-Titel. Wie fühlt man sich als Weltmeister?

Sehr glücklich, aber auch erleichtert. Glücklich, weil ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen ist, denn als kleiner Junge war es immer mein großes Ziel, einmal Weltmeister zu werden. Erleichtert, weil ich den Menschen, die mich die letzten Jahre so tatkräftig unterstützt haben, etwas zurückgeben konnte. Ohne die Rahmenbedingungen hier in Burghausen, mit meinem Trainer Matthias Maasch, all meinen Trainingspartnern, allen voran Witali Lazovski und Mahsun Ersayin, dem SV Wacker und meinem Arbeitgeber wäre dies nicht möglich gewesen.

Wie verlief dein Turnier?

Der erste Kampf war der Kampf gegen das Gewicht. Dies war ziemlich hart, aber ich habe mich trotz des extremen Abnehmens gut gefühlt. Mein erster Gegner kam aus Schweden. Da war ich relativ nervös, weil ich in mehreren Trainingslagern schon öfter mit ihm trainiert hatte und er meine Spezialgriffe somit schon kannte. Aber ich konnte ihm trotzdem meinen Ringstil aufzwingen und ihn technisch überlegen besiegen. Der Amerikaner im zweiten Kampf war zwar kräftig, aber technisch nicht so stark und so konnte ich auch ihn technisch überlegen besiegen.

Der Armenier im Halbfinale war ein harter Brocken und hat schon viele internationale Medaillen gewonnen. Meine Taktik bestand darin, von Anfang an hohes Tempo zu gehen und möglichst früh Punkte zu sammeln. Dies gelang mir dann auch, sodass der Armenier mehr Risiko gehen musste und ein paar Fehler machte, die ich ausnutzen konnte - so stand ich dann im Finale. Mein Trainer sagte mir dann, dass ich jetzt die Spannung hochhalten musss und nicht anfangen darf zufrieden zu sein. Ein WM-Finale zu erreichen sei ein Riesenerfolg, aber in die Geschichtsbücher würden nur die Weltmeister eingehen.

Vor dem Finale war ich so gut wie gar nicht nervös, da mein russischer Gegner haushoher Favorit war. Aber ich wusste, dass ich eine Chance habe. Und als ich dann gleich am Anfang des Kampfes in Führung gehen konnte, hat mir dies nochmal Sicherheit gegeben. Ich konnte das Finale über die komplette Kampfzeit bestimmen und mich am Ende mit 3:1 durchsetzen.

Dieser starken Turnierleistung ist sicherlich auch eine optimale Vorbereitung vorangegangen, oder?

Die letzten Wochen liefen eigentlich nicht so gut. Beim Turnier in Dänemark bin ich krank geworden und konnte danach nur eingeschränkt trainieren. Zusammen mit meinem Trainer haben wir dann mehr im mentalen und technisch/taktischen Bereich gearbeitet. Als ich dann bei der WM in Belgrad angekommen bin, war mein Koffer mit allen Trainings- und Wettkampfsachen nicht da. War alles nicht optimal, aber schlussendlich hat es ja gut geklappt.

Was sind deine nächsten Ziele?

Mein Körper muss sich jetzt erstmal wieder erholen. Für die Weltmeisterschaft musste ich meine Ernährung komplett umstellen, damit ich von meinem Normalgewicht 79kg auf mein Wettkampfgewicht 72kg abnehmen konnte. Dies war vor allem in den letzten Tagen eine ziemliche Tortur, da ich so gut wie nichts mehr essen durfte. Trotzdem will ich natürlich mit meinem SV Wacker in der Bundesliga so weit wie möglich kommen und ich selbst so viele Kämpfe wie möglich gewinnen.

 

Bildnachweis: © United World Wrestling / Kadir Caliskan



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