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10.01.2022
 
Sattes Punktepolster dank 9:18 Auswärts-Erfolg in Nackenheim
 
Von: Michael Buchholz


Der erste Schritt ist gemacht: Mit einem 18:9-Erfolg haben sich die Ringer des SV Wacker Burghausen am Samstag beim sehr stark aufgestellten SV Alemannia Nackenheim durchgesetzt. „Ein sehr zufrieden stellendes Ergebnis“, kommentiert Sportlicher Leiter Matthias Maasch den Auftakt in die Play-offs um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Nach dem deutlichen Sieg bei den Rheinhessen hat die Mannschaft von Eugen Ponomartschuk ein sattes Polster für den Rückkampf des Achtelfinales am Samstag in der eigenen Sportparkhalle.

Eigengewächs Mansur Dakiev feierte in Nackenheim seinen ersten Bundesligasieg

Für den Titelverteidiger, der in dieser Saison erst eine einzige Niederlage quittieren musste, war schon im Vorfeld etwas Hektik angesagt, denn die sportliche Leitung um Maasch und Trainer Eugen Ponomartschuk musste die favorisierte Aufstellung während der Woche über den Haufen werfen. Maasch: „Corona ist auch bei uns in den letzten Tagen und Wochen nicht spurlos vorübergegangen, aber trotzdem haben wir eine gute Aufstellung rausgezaubert.“ Insbesondere der Schachzug, Ali-Pasha Umarpashaev in die Freistil-Klasse bis 80 Kilogramm aufrücken zu lassen, hat sich bezahlt gemacht, da sich der Bulgare mit 8:2 gegen den deutschen Spitzenathleten Osman Kubilay Cakici durchsetzen und damit zwei Mannschaftspunkte sichern konnte. In der frei gewordenen Freistil-Klasse des Weltergewichts durfte so Mansur Dakiev ran und feierte mit einem souveränen 10:2 gegen Islam Koray Cakici nicht nur seinen ersten Bundesligasieg, sondern steuerte sogar gleich drei Mannschaftspunkte zum 18:9-Gesamterfolg bei – ein ganz starkes Zeichen, auch für die anderen Wacker-Athleten aus der sogenannten zweiten Reihe.

In der Eingangsklasse hatte Givi Davidovi im ersten Abschnitt Probleme mit Furkan Ali Yildiz. Nach zweimaliger Führung musste der Türke aber mit zunehmender Kampfdauer die Klasse des Wacker-Athleten anerkennen, der sich am Ende doch noch standesgemäß mit 12:3 durchsetzte und so seiner Favoritenrolle gerecht wurde.

Keinen Zweifel an seiner Dominanz ließ im Greco-Schwergewicht Ramsin Azizsir gegen den Griechen Laokratis Kesidis, den er mit einer sehr souveränen Vorstellung 5:0 besiegen konnte. Dagegen war im Greco-Bantam gegen den früheren Welt- und Europameister Eldaniz Azizli für Ersatzmann Erwin Kobsar erwartungsgemäß kein Kraut gewachsen. Schon nach einer guten halben Minute stand der Überlegenheitssieg für den Nackenheimer fest. Einen Rückschlag mussten die Gäste dann im Freistil-Halbschwer hinnehmen, weil Akhmed Magamaev überhaupt nicht in den Kampf fand und gegen Akhmed Aibuev eine 6:13-Niederlage einstecken musste. „Magamaev war in unseren Augen der Favorit, hat aber seine schwächste Saisonleistung gezeigt“, war Maasch enttäuscht. Im letzten Kampf vor der Pause holten sich die Wacker-Ringer dann aber die Führung wieder zurück, zumal Iszmail Muszukajev seinen Kontrahenten Mam Hai Milan Vu mit der ersten Aktion des Kampfes im Freistil-Leicht auf die Schultern legte.

Mit Denis Kudla und Roland Schwarz standen sich im ersten Kampf nach der Pause zwei Schwergewichte des Deutschen Ringsports gegenüber. Am Ende nutze der zweimalige olympische Bronzemedaillengewinner seinen Gewichtsvorteil gegen den WM-Dritten zu einem hauchdünnen 2:1-Erfolg, wobei sich Schwarz mehr als teuer verkauft hat. Nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, reichte es in der Greco-Klasse bis 71 Kilogramm für Witalis Lazovski trotz einer 3:0-Führung gegen Ruslan Kudrynets nicht: Aufgrund gesundheitlicher Probleme baute der Burghauser im zweiten Abschnitt etwas ab und unterlag schließlich mit 4:9.

So stand es vor den letzten drei Duellen 9:9, doch das änderte sich ja nach den eingangs erwähnten Siegen von Umarpashaev und Dakiev schnell, ehe Idris Ibaev im letzten Kampf des Abends noch das Sahnehäubchen auf den Burghauser Erfolg setzen konnte. Der U23-Weltmeister ließ Dario Schmidhuber im Greco-Welter nicht den Hauch einer Chance und sicherte sich nach knapp eineinhalb Minuten einen 16:0-Überlegenheitssieg.



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