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12.05.2022
 
Neue Einteilung der Ringer-Bundesligen soll Attraktivität fördern
 
Von: Roman Hölzl


Seit nunmehr fast eineinhalb Jahren steht fest, dass es in den deutschen Ringer-Bundesligen zur Saison 2022 tiefgehende Änderungen in der strukturellen Zusammensetzung geben wird. Während bisher die erste deutsche Ringerbundesliga in vier Staffeln unterteilt war, wird im Zuge der Wiedereinführung der zweiten Liga die gesamte Struktur der deutschen Eliteklasse angepasst. So wird ab der kommenden Saison in der ersten und zweiten Bundesliga nur noch zwei Staffeln gerungen, wodurch die Attraktivität gefördert und die Chancengleichheit innerhalb der jeweiligen Ligen erhöht werden soll.

Als Titelverteidiger geht die Burghauser Mannschaft in die neue zweigeteilte Ringer-Bundesliga.

Um zu verstehen, wie es überhaupt dazu kam, dass die über viele Jahre hinweg erfolgreiche und sehr beliebte zweite Ringerbundesliga ein jähes Ende fand, muss man den Blick in die Vergangenheit richten. Nach der Saison 2016 kam es zum großen Knall zwischen den damals führenden Bundesliga-Vereinen und dem Deutschen Ringerbund. Nach jahrelangen Streitigkeiten um die Ligastrukturen, Richtlinienänderungen und vor allem um fehlende Mitbestimmungsrechte der Vereine kam es Anfang 2016 zum Zerwürfnis mit dem DRB, in Folge dessen sich fünf Mannschaften mit der DRL „selbständig“ machten und eine nicht autorisierte Profiliga gründeten. Nach nur zwei Saisonen, in denen allerlei kreative Regelanpassungen den Ringsport mehr schlecht als recht ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückten, endete das Projekt der DRL in Folge von einer Vielzahl an Rechtsstreitigkeiten mit dem DRB und dem Weltverband UWW sowie dem Einsetzen Corona-Pandemie.

Was am Ende blieb, war der zwingende Handlungsbedarf des deutschen Ringerbunds, den Ringsport innerhalb der Bundesliga wieder auf solide Füße zu stellen. Dieses Vorhaben wurde mittels einer tiefgehenden Strukturreform umgesetzt, die vorsah, die verbliebenen Vereine der ersten und zweiten Bundesliga in einer neuformierten dreiteiligen ersten Bundesliga zusammenzufassen, wobei die besten Mannschaften der jeweiligen Staffeln in Play-Off Kämpfen den deutschen Mannschaftsmeister ausringen sollten.  Vor allem der Wegfall der zweiten Bundesliga – dem Unterbau der deutschen Elite-Liga – stieß damals nicht bei allen Vereinen auf große Gegenliebe, da das Leistungsgefälle innerhalb der neuen Bundesliga eine enorme Diskrepanz aufwies. Dem sollte die Einführung des bis heute gültigen Punktesystems entgegenwirken, durch das Vereine mit hervorragender Jugend- und Nachwuchsarbeit Vorteile erhalten sollten.

Über die nachfolgenden Jahre hinweg wurde allerdings klar, dass weder eine nochmalige Reform der Ligenstruktur, Anpassungen beim Punktesystems oder auch die Einführung einer finanziellen Budget-Obergrenze für die notwenige Chancengleichheit sorgen konnte. Daher wurde vermehrt die Wiedereinführung der zweiten Bundesliga gefordert, was schlussendlich auch im Rahmen der Bundesligatagungen für gut befunden und beschlossen wurde. Ab der kommenden Saison messen damit 16 Erstligisten und 15 Zweitligisten in je zweigeteilten Ligen ihre Kräfte. Der SV Wacker Burghausen tritt damit in der kommenden Saison in der neu formierten 1. Bundesliga Ost an und trifft dort auf bärenstarke Konkurrenz, wie z.B. den Meisterschaftsmitfavoriten ASV Schorndorf, RSV Rotation Greiz oder SC Siegfried Kleinostheim. Am Ende der Saison kommt es wieder zu einer spannenden Play-Off Runde, in der die besten Mannschaften im KO-Modus den deutschen Mannschaftsmeister 2022/23 bestimmen werden.

Für die Zuschauer hat die Reform weitestgehend positive Folgen: anstelle von einseitigen Mannschaftskämpfen wird die kommende Saison eine Vielzahl von gleichwertigen Teams bieten, wodurch Spannung und Intensität der Kampfabende wesentlich verbessert werden dürften.



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