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15.09.2022
 
Keine WM-Medaillen für Burghauser Greco-Spezialisten
 
Von: Roman Hölzl


Zu groß und zu stark war dieses Jahr die internationale Konkurrenz bei den Weltmeisterschaften im Ringen für die Greco-Spezialisten aus dem Mannschaftskader des SV Wacker Burghausen. Zwar gingen fünf Athleten bei den Weltmeisterschaften, die in der serbischen Hauptstadt Belgrad ausgerungen werden, an den Start, am Ende mussten alle Burghauser Ringer ohne Edelmetall die Heimreise antreten. Nun liegt die Hoffnung auf den Freistil-Ringern, die bis zum Sonntag ihre diesjährigen Weltmeister küren werden. Auch hier hat der SV Wacker Burghausen wieder einige heiße Eisen im Feuer.

Nikolosz Kakhelashvili scharmmte knapp an Bronze voorbei und musste sich mit dem undanbaren fünften Platz zufrieden geben.

Gleich am ersten Wettkampftag gingen mit Fabian Schmitt (bis 55kg) und Idris Ibaev (bis 77kg) zwei Leistungsträger aus dem Burghauser ins Rennen um die begehrten WM-Medaillen. So traf Schmitt in der leichtesten Gewichtsklasse zum Turniereinstieg auf den Moldauer Artiom Deleanu, den er knapp mit 3:2 in Schach halten konnte. Im Viertelfinale traf Schmitt wie schon bei der WM 2019 auf den starken US-Amerikaner Max Nowry. Nach einer souveränen ersten Runde führte Schmitt mit 1:0, doch in der zweiten Runde kassierte der sympathische Franke nach einem Durchdreher in der Bodenlage eine ärgerliche Schulterniederlage, die für ihn das Turnier-Aus bedeutete. Kein Glück mit der Los-Fee hatte hingegen Idris Ibaev, der im ersten Kampf auf den amtierenden Vize-Weltmeister aus Aserbaidschan, Sanan Suleymanov, traf. Doch wie schon so oft ließ sich Ibaev vom großen Namen seines Gegners verunsichern. Zur Überraschung vieler Zuschauer lege Ibaev los wie die Feuerwehr und ging nach einem blitzschnellen Kopfzug mit 5:0 in Front. Auch im weiteren Verlauf der ersten Runde dominierte Ibaev und baute wenige Sekunden vor Runden-Ende seinen Vorsprung auf 7:0 aus. Dass sein Gegner aber nicht ohne Grund zu den erfolgreichsten Ringern der vergangenen Jahre zählte, bewies dieser im zweiten Kampfabschnitt. So sammelte Suleymanov Wertungspunkt um Wertungspunkt und konnte kurz vor Kampfende zum 7:7 ausgleichen, was auf Grund der höheren Einzelwertung von Ibaev trotz der zuletzt erzielten Punkte nicht zum Sieg reichte. Mit dem Kasachen Tamerlan Shadukaev folgte im Achtelfinale der nächste Hochkaräter. Doch gegen den Asienmeister des Jahres 2019 folgte für Ibaev trotz starker kämpferischer Leistung das Turnieraus: Gegen den körperlich starken Kasachen machte sich der Umstand, dass Ibaev eine Gewichtsklasse aufrückte, vor allem in der zweiten Runde bemerkbar, in der Shadukaev seinen knappen Vorsprung aus dem ersten Kampfabschnitt kontinuierlich ausbauen und am Ende mit 11:2 einen technischen Überlegenheitssieg davontragen konnte. Trotz des Turnier-Aus im Viertelfinale konnte Ibaev bei seiner ersten WM in der höheren 77kg-Klasse beweisen, dass er das nötige Rüstzeug mitbringt, auch hier in Zukunft bestehen zu können.

In der Klasse bis 82kg startete erneut Roland Schwarz, dem nach seinem Sieg beim Grand Prix von Deutschland durchaus Chancen auf einen Platz im Vorderfeld zugesprochen wurde. Doch auch für ihn folge im Viertelfinale das jähe aus. In der Qualifikation setzte sich Schwarz souverän gegen David Zhytomyrsky (ISR) mit 5:1 nach Punkten durch. Ein echtes Griff-Feuerwerk musste Roland Schwarz im anschließenden Achtelfinale gegen den Moldauer Mihail Bradu zünden, nachdem er sich zur Kampfmitte nach einer Serie von Durchdrehern mit 0:7 in Rückstand befand. Doch nach einem seiner gefürchteten Armdrehschwünge und einem fulminanten Ausheber zog Schwarz mit 9:7 davon und sicherte sich so den Einzug ins Viertelfinale. Dort wartete der Ungar Tamas Levai, gegen den Schwarz nach nicht einmal einer Minute Kampfzeit eine Schulterniederlage kassierte, nachdem ihn sein ungarischer Gegner in die gefährliche Lage befördern konnte. Der eigentlich für die Klasse bis 67kg vorgesehene Witalis Lazovski musste seine Teilnahme an den Weltmeisterschaften kurzfristig absagen, da er sich auf Grund anhaltender Probleme einer Operation am Meniskus unterziehen lassen musste. Sein Start in der kommenden Bundesliga-Saison ist hingegen nicht gefährdet.

Denkbar knapp an Bronze schrammte der Italiener Nikolosz Kakhelashvili mit seinem fünften Platz in der Gewichtsklasse bis 97kg vorbei. In der Qualifikationsrunde zog Kakhelashvili dem hochgehandelten jungen Kubaner Juan Luis Conde Ibanez in der zweiten Runde den Zahn: Durch einen kraftvollen Durchdreher und einen fulminanten Ausheber setzte sich das italienische Kraftpaket mit 7:1 nach Punkten durch. Auch im Achtelfinale präsentierte er sich in bestechender Form und lies seinem Gegner Aleksandar Stjepantic (SWE) ebenfalls keine Chance. Leider verletzte sich sein Gegner beim Stand von 7:1 schwer am Ellenbogen, sodass dieser nicht mehr im Stande war, den Kampf zu beenden und damit aufgeben musste. Im Viertelfinale wartete mit dem Bulgaren Kiril Milov einer der Mitfavoriten auf den Turniersieg. In einem beiderseits zurückhaltend geführten Kampfverlauf setzte sich schlussendlich der Bulgare mit 2:0 durch, nachdem Kakhelashvili vom Kampfgericht in beiden Runden als passiv eingestuft wurde und so jeweils einen Wertungspunkt abgeben musste. Da Milov ins Finale einzog, eröffnete sich für Kakhelashvili noch der Weg, über die Hoffnungsrunde zumindest die Bronzemedaille zu erkämpfen. Dort wartete im ersten Kampf der Inder Deepanshu, den Kakhelashvili im Stand- und im Bodenkampf nach Belieben beherrschte und noch in der ersten Runde mit 12:1 auspunkten konnte. Doch im kleinen Finale musste sich der Italiener dem Aserbaidschaner Arif Niftullayev knapp mit 1:2 geschlagen geben, sodass die Hoffnung auf Bronze kurz vor dem Ziel doch noch zerplatze. Mit dem Serben Mikhail Kajaia startete noch ein weiterer Athlet aus dem Burghauser Bundesliga-Kader im Halbschwergewicht. Nach einem klaren 5:1 Punktsieg gegen den Dänen Mathias Bak folgte im Viertelfinale das Turnieraus nach einer vorzeitigen Niederlage gegen den Usbeken Rustam Assakalov.



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