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08.01.2023
 
Burghausen bezwingt Lichtenfels im Playoff Hinkampf mit 8:17
 
Von: Roman Hölzl


Die Bundesligaringer des SV Wacker Burghausen konnten trotz personeller Probleme den Viertelfinal Hinkampf beim AC Lichtenfels erfolgreich gestalten. In der kleinen Lichtenfelser Halle an der Schützenstraße herrschte vor allem während des ersten Kampfabschnitts, bedingt durch die 6:5 Pausenführung für die Lichtenfelser, bei den Heimfans eine hervorragende Stimmung. Erst in den letzten vier Kämpfen konnten die Burghauser nach der Halbzeit den Mannschaftskampf zu ihren Gunsten drehen.

Starke Leistung: Witalis Lazovski feierte gegen den starken Georgier Beka Guruli einen souveränen Sieg

Die leichteste Gewichtsklasse bis 57 kg Freistil konnten die Gastgeber nicht besetzen, da für den ehemalige Burghauser Ahmet Peker die Einreise nicht möglich war. Der Top vorbereitete Givi Davidovi konnte somit kampflos vier Mannschaftspunkte einstreichen. Den „schwersten Brocken“ des Kampfabends bekam im wahrsten Sinne des Wortes Ramsin Azizsir in der Gewichtsklasse bis 130 kg Griechisch-Römisch vorgesetzt. Das Lichtenfelser Muskelpaket Kamil Kosciolek wurde als eigentlicher  Freistilspezialist stilartfremd eingesetzt und brachte mit seinen rund 125kg Körpergewicht gegen den mit nur 96kg für diese Klasse leichten Azizsir einen klaren Gewichtsvorteil auf die Matte. Azizsir machte trotzdem einen hervorragenden Kampf, konnte mit einer 3:1 Punktniederlage das Ergebnis in Grenzen halten und gab somit nur einen Mannschaftspunkt ab.

In der Gewichtsklasse bis 61 kg Griechisch-Römisch bekam Fabian Schmitt mit dem Türken Ömer Recep einen sehr starken Gegner vorgesetzt. Schmitt machte von Anfang an viel Druck auf seinen Gegner und bekam folgerichtig in beiden Runden vom Kampfgericht die Oberlage zugesprochen. In Runde eins konnte Recep jedoch Schmitts Griffansatz erfolgreich kontern und mit einem Durchdreher auf eine 3:1 Pausenführung stellen. Auch in der Oberlage der zweiten Runde gelang Fabian Schmitt kein technischer Wertungspunkt und musste somit eine denkbar knappe 2:3 Punktniederlage hinnehmen. Der Mannschaftspunkt zum 2:4 ging somit an Lichtenfels.

Im Halbschwergewicht kam es wie schon in der Vorrunde zum Kampf zwischen Nicolai Ceban gegen Erik Thiele. Erik Thiele konnte den starken Moldauer mit einem 4:3 Punktsieg wie schon in der regulären Bundesligasaison besiegen. Bereits nach 45 Sekunden Kampfzeit zwang Thiele seinen Gegner nach einem Beinangriff in die gefährliche Lage, was mit vier Wertungspunkten belohnt wurde. Wenngleich die einheimischen Lichtenfelser mit dieser Wertung überhaupt nicht einverstanden waren, sollte eben diese die Punkte die Weichen zu Thieles Sieg stellen. Nicolai Ceban kam mit einer Zweierwertung und einem Punkt aus einer Aktivitätszeit gegen Thiele noch auf 3:4 heran, jedoch konnte Thiele dank seiner defensiven Stärke den Sieg über die Zeit bringen. Der Burghauser Punktegarant setzt damit seine überragende Saisonleistung fort und stellte das Zwischenergebnis somit auf 2:5 für Burghausen. Im letzten Kampf vor der Pause musste Burghausen den kurzfristig ausgefallenen Kartojev in der Gewichtsklasse bis 66 kg Freistil ersetzen. Das junge Burghauser Eigengewächs Valentin Turovskij musste gegen Bastian Hoffmann nach einem 6:0 Rückstand eine Schulterniederlage hinnehmen. Lichtenfels führte somit zur Pause mit 6:5.

Nach der Pause wurde der Kampf mit einem absolut hochklassigen Duell der beiden befreundeten Nationalmannschaftssportler Hannes Wagner und auf Burghauser Seite Roland Schwarz eröffnet. Schwarz, der verletzungsbedingt erst seinen zweiten Saisonkampf machen konnte, musste in beiden Runden in die angeordnete Unterlage, gab dann jeweils zwei Wertungspunkte ab und kassierte somit eine 6:0 Punktniederlage. Wagner erhöhte den Zwischenstand im Gesamtklassement auf 8:5 für Lichtenfels. In der Gewichtsklasse 71kg griechisch/römisch zeigte Witalis Lazovski von Anfang an wer der Herr auf der Matte ist. Er setzte seinen Gegner Beka Guruli, der vor zwei Wochen bei den georgischen Meisterschaften einen starken zweiten Platz belegte, von Anfang an enorm unter Druck und konnte mit 10:0 in Führung gehen. Kurz vor Kampfende konnte Guruli mit zwei Zweipunktwertungen auf 4:10 verkürzen. Witalis holte somit zwei weitere Mannschaftspunkte für den SVW und verkürzte somit auf 7:8. Ali Pasha Umarpashaev stellte sich nach überstandener Erkrankung in den Dienst der Mannschaft und konnte den Kampf gegen Daniel Sartakov siegreich gestalten. Sartakov lag bis kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung, Umarpashaev spielte jedoch all seine Erfahrung aus und konnte dank seiner überlegenen Technik noch vor der Pause auf eine 6:1 Führung stellen. Nach der Pause legte er mit vier Zweierwertungen nach und gewann den Kampf schlussendlich souverän mit 14:1. Burghausen ging somit mit 10:8 Punkten in Führung. In der Gewichtsklasse bis 75 kg Freistil setzte Ismail Muszukajev immer wieder pfeilschnelle Beinangriffe gegen Marcel Berger. Er erkämpfte sich bis kurz vor Kampfende einen souveränen Vorsprung von 10:0 Punkten heraus, bevor Marcel Berger 10 Sekunden vor Schluss auf 10:1 verkürzen konnte. Burghausen ging mit 8:13 Punkten in Führung und hatte den Mannschaftskampf somit bereits für sich entschieden. Im abschließenden Kampf bis 75 kg Griechisch-Römisch war Michael Widmayer im Gefecht gegen Lukas Tomaszek von Kampfbeginn an überlegen und kämpfte sich in seiner unnachahmlichen Kampfweise Wertung für Wertung zum Überlegenheitssieg bereits nach 2:49 Minuten Kampfzeit. Er stellte das Mannschaftsergebnis somit auf den Endstand von 8:17 für Burghausen.

Die Mannschaft von Trainer Eugen Ponomartschuk hat damit vor dem Rückkampf eine hervorragende Ausgangssituation für das Erreichen des Halbfinales geschaffen. Der Rückkampf findet am 14.01. ab  19:20 Uhr in der Burghauser Sportparkhalle statt.



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