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15.01.2023
 
Wacker Ringer ziehen nach Sieg gegen Lichtenfels ins Playoff Halbfinale ein
 
Von: Roman Hölzl


Eine gut besuchte Sportparkhalle, tolle Stimmung, spannende Kämpfe und klasse Ringsport: Die Zuschauer, die am Samstag zahlreich in die Burghauser Sportparkhalle für den Viertelfinalrückkampf gegen Lichtenfels strömten, kamen beim 18:8 Heimsieg der Burghauser Ringer gegen die Oberfranken voll auf ihre Kosten. Trotz der Hypothek von acht Punkten aus dem Vorkampf versuchten die Lichtenfelser noch einmal alles und boten eine schlagkräftige Mannschaft auf. Doch am Ende zog der SV Wacker Burghausen souverän ins Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ein.

Eduard Tatarinov überzeugte im Schwergewicht mit einem Sieg gegen Darius Mayek

Voller Einsatz: Fabian Schmitt besiegte zum ersten Mal in der laufenden Saison Ömer Halis Recep.

Auf Messers Schneide befand sich Chris Kraemers Sieg gegen Beka Guruli

Stark gekämpft, trotzdem verloren: Mansur Dakiev bot den Zuschauern einen spannenden Kampf.

Im ersten Kampf des Abends traf Fabian Schmitt auf den türkischen Kaderringer in Diensten des AC Lichtenfels, Ömer Halis Recep. Die beiden haben in den vergangenen beiden Jahren schon dreimal gegeneinander gerungen, stets mit dem besseren Ende für Recep. Aber dieses Mal sollte alles anders werden: Schmitt ging hochkonzentriert in den Kampf und setzte seinen Gegner von Anfang an stark unter Druck, der daraufhin in die Bodenlage geschickt wurde. Mit einem wahren Kraftakt schaffte es der Wackerianer, einen Ausheber anzusetzen, wurde aber von seinem routinierten Gegner gekontert und lag somit zur Pause mit 1:2 in Rückstand. In der zweiten Hälfte erhöhte Schmitt noch einmal das Tempo und erzielte nach gut vier Minuten die entscheidende Wertung zum umjubelten 4:2 Punktsieg. Zum ersten Mal in dieser Saison beorderte Cheftrainer Eugen Ponomartschuk Eduard Tatarinov von seiner angestammten 86kg-Klasse ins Schwergewicht. Trotz seines Gewichtsnachteils punktete er gegen Darius Mayek ein ums andere Mal mit schnellen Beinangriffen und impulsiven Durchdrehern. Nach etwas ehr als einer Minute Kampfzeit hatte er Tatarinov die nötigen 15 Punkte für einen Überlegenheitssieg zusammen und brachte seine Mannschaft damit mit 5:0 in Front.

Anschließend bekamen die Zuschauer in der Gewichtsklasse bis 61kg Freistil einen internationalen Top-Kampf zu sehen. Der Europameister in Burghauser Diensten, Vladimir Egorov traf auf den amtierenden U23 Vizeweltmeister Ahmet Duman. In der Vorrunde konnte sich Egorov hauchdünn mit 5:5 aufgrund der letzten Wertung durchsetzen, doch diesmal war gegen den Lichtenfelser kein Kraut gewachsen. Duman war jederzeit Herr der Lage, punktete mit zwei Beinangriffen und feierte am Ende einen ungefährdeten 6:0 Punktsieg. Bis 98kg Greco kam es zum heiß ersehnten Duell der beiden deutschen Spitzensportler Ramsin Azizsir und Hannes Wagner. Dem Lichtenfelser Eigengewächs gehörte die 1. Halbzeit, indem er die angeordnete Bodenlage nutzte und mit einem kraftvollen Durchdreher mit 3:0 in Führung gehen konnte. In der 2. Halbzeit bot sich dann das umgekehrte Bild: Azizsir überzeugte mit mehr Aktivität im Stand und nutzte daraufhin die angeordnete Bodenlage für einen seiner bärenstarken Ausheber, der vom Kampfgericht mit vier Punkten belohnt wurde. Die 5:3 Führung brachte er dann souverän über die Zeit und stellte somit den Zwischenstand auf 7:2.

Im letzten Kampf vor der Pause bekam es Christopher Kraemer mit Beka Guruli zu tun. Kraemer ging mit zwei Einserwertungen in Führung, doch der Lichtenfelser glich mit dem Pausengong zum 2:2 aus.  Als dann Guruli in der zweiten Hälfte auf 3:2 erhöhte, schien der Kampf fast schon gelaufen. Doch das Burghauser Kraftpaket mobilisierte noch einmal seine letzten Reserven, drehte in den letzten 30 Sekunden den Kampf und feierte einen eindrucksvollen 7:3 Punktsieg. Somit gingen drei der vier Schlüsselkämpfe an den SV Wacker Burghausen, der zur Pause damit mit 9:2 führte.

Die zweite Hälfte eröffnete bis 86kg Freistil Jakob Rottenaicher. Der Kirchweidacher legte dieses Jahr eine bärenstarke Saison in der Oberliga hin und hatte sich so seinen ersten Playoff-Einsatz redlich verdient. Gegen den deutschen Topathleten in Diensten des AC Lichtenfels, Daniel Sartakov, kämpfte Rottenaicher wie ein Löwe, musste sich schlussendlich aber geschlagen geben, sodass die Lichtenfelser im Gesamtklassement auf 9:6 herankamen. Bis 71kg Freistil durften die Zuschauer wieder die Künste der Burghauser Freistilkatze Iszmail Muszukajev bewundern. Der Lichtenfelser David Münch wehrte sich zwar nach Kräften, doch der Burghauser beendete kurz vor der Pause mit einem schönen Achselwurf das ungleiche Duell mittels technischer Überlegenheit. In der Gewichtsklasse bis 80kg Greco kam es zur Neuauflage des Finals der deutschen Einzelmeisterschaft zwischen Idris Ibaev und Maximilian Schwabe. Der Burghauser U23 Weltmeister war über den gesamten Kampf der dominierende Akteur, punktete ein ums andere Mal im Standkampf und feierte am Ende einen ungefährdeten 7:0 Punktsieg. Beim Zwischenstand von 14:6 duellierten sich bis 75kg Greco Witalis Lazovski und Philipp Ender. Der Burghauser war stets Herr der Lage, punktete im Standkampf mittels „Vorbeireißer“, im Boden mit mehreren Durchdrehern und wurde somit nach gut drei Minuten technisch überlegener Punktsieger. Im letzten Kampf des Abends traf Eigengewächs Mansur Dakiev auf Bastian Hoffmann. Dakiev wurde von seinem Gegner noch in der ersten Minute mit einem Achselwurf überrascht, konnte sich dann zwar noch einmal herankämpfen und den Kampfverlauf weitestgehend offen gestakten. Doch am Ende setzte sich der erfahrenere ACL-Akteur nach einem ausgeglichenen Kampf mit 2:7 nach Punkten durch.

Mit dem 18:8 Sieg zieht der SV Wacker ins Halbfinale ein und trifft dort auf den Meisterschaftsfavoriten aus Schorndorf, der sich souverän gegen den KSV Köllerbach durchsetzen konnte. „Wir wissen was uns gegen Schorndorf erwartet. Sie haben einen sehr breiten Kader und zig Variationsmöglichkeiten. Und wie stark sie sind haben wir diese Saison zweimal am eigenen Leib erfahren. Im Vorkampf gab es ein sportliches 9:9 Unentschieden und im Rückkampf haben wir mit sechs Punkten Unterschied verloren. Unsere Sportler wissen, dass jetzt die Wochen der Wahrheit kommen und wir werden uns diese Woche akribisch auf Samstag darauf vorbereiten. Ziel ist es in Schorndorf ein Punktepolster rauszuholen, denn im Rückkampf steht Schorndorf aufgrund des Stilartwechsels deutlich besser und da heißt es dann mit den Zuschauern im Rücken den Vorsprung ins Ziel zu bringen.“, so Cheftrainer Eugen Ponomartschuk.

Fotos vom Viertelfinal-Heimkampf gegen den AC Lichtenfels finden Sie >>>HIER<<<

Die Aufzeichnung des Livestreams finden Sie bei Sportdeutschland.tv



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