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31.12.2023
 
Wacker Ringer siegen in Schorndorf und machen Halbfinaleinzug klar
 
Von: Roman Hölzl


Die Ringer des SV Wacker Burghausen haben mit einem 16:11 Auswärtssieg gegen den ASV Schorndorf zum sechsten Mal in Folge den Einzug ins Halbfinale geschafft. Der Meisterschaftsfavorit aus Schorndorf versuchte zwar noch einmal alles und überraschte bei der Aufstellung mit einigen Umstellungen, doch am Ende siegte der SV Wacker abermals mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Nun wartet im Halbfinale die Mannschaft des KSC Germania Hösbach, gegen die sich die Burghauser Staffel bereits in der regulären Saison knappe und spannende Kämpfe lieferte.

Witalis Lazovski kochte in die 66kg Klasse ab und besiegte gegen den Rumänen Razvan Arnaut spektakulär

"Am Ende steht unterm Strich ein souveräner Sieg im Vor- und im Rückkampf, aber es war bei weitem nicht so eindeutig, wie es auf dem Papier aussieht. Letzte Woche hat Fabian Schmitt das Momentum auf unsere Seite schwingen lassen, diesmal war es Witali Lazovski, der mit einer grandiosen Leistung die Weichen auf Sieg stellte. Allein was Witalis unter der Woche geleistet hat, ist aller Ehren wert. Über Weihnachten 6kg abzunehmen und dann so eine grandiose Leistung abzurufen - davor kann man nicht oft genug den Hut ziehen", so der sportliche Leiter Matthias Maasch.

Den Kampfabend eröffnete in der proppenvollen Grauhalde Fabian Schmitt in der Klasse bis 57kg gr./röm. Sein Gegenüber war kein geringerer als der amtierende Weltmeister Eldeniz Azizli. Der Schorndorfer wurde seiner Favoritenrolle gerecht und brachte sein Team mit 4:0 in Führung. Im Freistilschwergewicht überraschten die Schorndorfer mit der Aufstellung des Grecospezialisten Jello Krahmer. Wacker Erik Thiele, der fast 30kg weniger auf die Waage brachte, konnte seine Schnelligkeitsvorteile nur selten ausspielen. Am Ende setze sich Krahmer knapp mit 5:4 durch und brachte den ASV Schorndorf mit 5:0 in Front. Dann war es an Wackers dreifachen Europameister Arsen Harutyunyan in der Klasse bis 61kg Freistil die ersten Punkte für sein Team einzufahren. Gegen Burak Demir brauchte er zwar etwas Zeit, um in den Kampf zu finden, punktete dann aber immer wieder mit seinen blitzschnellen Beinangriffen und kraftvollen Beinschrauben, aus denen es für den Schorndorfer kein Entrinnen mehr gab. Nach knapp vier Minuten war der Kampf mittels technischer Überlegenheit beendet und der SV Wacker verkürzte auf 5:4. Im Greco-Halbschwergewicht entschied sich Chefcoach Eugen Ponomartschuk für Ramsin Azizsir. Gegen den deutschen Meister Lucas Lazogianis ging Azizsir mittels Ausheber in Führung, musste dann aber in der zweiten Halbzeit in die Unterlage. Er verteidigte gut, doch dann sah das Kampfgericht eine unerlaubte Beinarbeit des Wackerianers, der somit eine Verwarnung und sein Gegner zwei Punkte zugesprochen bekam. Wackers Trainerduo forderte den Videobeweis an, auf dem die Beinarbeit nicht zu sehen war. Nichtsdestotrotz blieb das Kampfgericht bei seiner sehr fragwürdigen Entscheidung und Azizsir unterlag am Ende unverdient mit 4:3 nach Punkten. Im letzten Kampf vor der Pause kam es dann zum Duell des sich in Topform befindenden Witalis Lazovski und dem rumänischen Topmann Razvan Arnaut. Der Schorndorfer legte los wie die Feuerwehr, doch Lazovski punktete im Boden mit seinem gefürchteten Ausheber und ging mit einer souveränen 0:7 Führung in die Rundenpause. In der zweiten Hälfte dominierte er weiterhin den Kampf und gewann am Ende sensationell mit 0:8. Damit ging der SV Wacker mit einer knappen 6:7 Führung in die Pause.

Die zweite Halbzeit eröffnete der wiedergenesene Eduard Tatarinov. Er kämpfte gegen den starken Franzosen Akhmed Aibuev auf Augenhöhe, musste sich aber aufgrund einer Unachtsamkeit mit 6:0 geschlagen geben. Damit ging Schorndorf im Gesamtklassement wieder mit 8:7 in Führung, bevor es in der Gewichtsklasse bis 71kg Freistil zum Weltklasse-Duell zwischen Wackers Weltmeister Iszmail Muszukajev und Islam Dudaev kam. Beide Athleten belauerten sich wie zwei Raubkatzen, am Ende war es der Wackerianer der mit einem blitzschnellen Beinangriff durchkam und am Ende einen knappen 2:2 Punktsieg feierte. Beim Zwischenstand von 8:8 traf Wackers U23 Weltmeister Idris Ibaev auf Florian Lewy. Ibaev war klar überlegen, punktete mit mehreren Durchdrehern und wurde nach einer Minute technisch überlegener Punktsieger. Im vorletzten Kampf des Abends kam es zur Wiederauflage des Vorrundenduells zwischen Michael Widmayer und Ruslan Kudrynets. Der Wackerianer war wie gewohnt vom Beginn an im Vorwärtsgang und ging mit 0:1 in Führung. Anfang der zweiten Hälfte konnte Kudrynets ausgleichen, doch Widmayer schaltete noch einmal einen Gang höher und erzielte nach gut füfn Minuten die entscheidende Wertung zum 1:4 Punktsieg. Im letzten Kampf des Abends kam es zum mittlerweile dritten Aufeinandertreffen in der laufenden Saison zwischen Rasul Altemirov und Shamil Ustaev. Nach einem erfolgreichen Beinangriff sah es lange so aus, als könnte der Wackerianer seinen Erfolg auf der Vorwoche wiederholen, doch in den letzten 10 Sekunden gelang Ustaev die entscheidende Wertung zum 3:2 Punktsieg. Damit war mit dem 9:14 Endstand der Halbfinaleinzug in trockenen Tüchern.

Bereits am kommenden Samstag trifft der SV Wacker Burghausen in der heimischen Sportparkhalle auf den KSC Germania Hösbach. "Auch gegen Hösbach wird es kein Zuckerschlecken. Wir haben zwar in er regulären Runde einmal mit 14:10 und einmal mit 14:11 gewonnen, aber Hösbach hat in der letzten Woche noch einmal drei Ringer verpflichtet, darunter den armenischen Weltmeister Malkhas Amoyan. Ich hoffe, dass wir uns mit unseren Fans im Rücken eine gute Ausgangsposition für den Rückkampf erarbeiten können", so Cheftrainer Eugen Ponomartschuk, der sich auf einen engen und spannenden Kampfverlauf im Halbfinale einstellt.



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