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02.04.2024
 
Felix Baldauf bleibt auch in der kommenden Saison „Wackerianer“
 
Von: Roman Hölzl


Selten kommt es vor, dass einem Sportler in seiner ersten Saison derart schnell die Sympathien des Burghauser Publikums zufliegen. Felix Baldauf, dem Norweger mit deutschen Wurzeln, gelang dies in der abgelaufenen Saison mit Bravour! Dank seiner sympathischen und offenen Art entwickelte sich Baldauf, der beim SV Wacker Burghausen in den hohen Greco-Gewichtsklassen bis 98 bzw. 130kg eingesetzt wird, schnell zum Publikumsliebling. Und auch auf der Matte gab der extrovertierte Modellathlet, dessen Körper von einer Unmenge an Tattoos bedeckt ist, stets eine gute Figur ab. Wenig überraschend, dass nun die erfolgreiche Zusammenarbeit um ein Jahr verlängert wurde.

Dank seiner vorbildlichen kämpferischen Ringweise und seinem unbeugsamen Willen trug Baldauf in nicht unerheblicher Weise zum letztjährigen Titelgewinn der Burghauser Ringer bei. Vor allen in den Playoffs gelangen ihm im Halbfinale gegen den KSC Germania Hösbach sowie im Finale gegen den SC Siegfried Kleinostheim zwei enorm wichtige Siege. Wenngleich seine Premierensaison im Burghauser Dress auch von einigen Verletzungsproblemen geprägt war, war er immer zur Stelle, wenn es notwendig war. Da der Faktor "Zuverlässigkeit" beim SVW seit Jahren einen wichtigen Aspekt in der Burghauser Kaderplanung darstellt, kristallisierte sich schnell heraus, dass der Norweger nicht nur auf Grund dessen hervorragend ins Team passte. Durch sein mitreißendes Wesen gelang es ihm immer wieder, mit seinen Leistungen das Burghauser Team zu motivieren und so die notwendigen "Extra-Prozente" an Leistung bei seinen Teamkameraden freizusetzen. Bestes Beispiel hierfür war seine knappe 1:3 Niederlage gegen den rund 30kg schwereren Schorndorfer Jello Krahmer - eine Niederlage, die sich am Ende durch seinen vollen Einsatz wie ein Sieg anfühlte.

Hauptberuflich leitet Felix Baldauf in Norwegen sein Unternehmen „Bror Mental Helse“, welches sich mit dem Thema mentale und psychische Gesundheit von Männern in der modernen Gesellschaft auseinandersetzt. Zusammen mit seinen Partnern setzte sich Baldauf, der in der Vergangenheit selbst in Folge von Schicksalsschlägen schwierige Zeiten zu durchleben hatte, das Ziel, die Barrieren und Stigmatisierungen im Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit von Männern abzubauen. Diese feinfühlige und emotionale Arbeit stellt im Leben des Norwegers einen Kontrast und auch einen Ausgleich zum harten, körperbetonten Leben eines Kampfsportlers dar. Aktuell befindet sich Baldauf in der harten Vorbereitung auf das erste Qualifikationsturnier zu den Olympischen Spielen, das von 05. Bis 07. April in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku ausgetragen wird. Bei den vorangegangenen Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro und 2021 in Tokyo verpasste der Norweger jeweils die Teilnahme knapp. Bei seinem dritten olympischen Anlauf soll sich nun sein großer Traum erfüllen. Bereits im Rahmen eines Interviews beim Bundesliga-Finale deutete er an, dass er seine internationale Karriere bei einer erfolgreichen Olympia-Qualifikation voraussichtlich beenden würde.

"Ich kenne Felix schon seit vielen Jahren und wir hatten schon während meiner eigenen internationalen Karriere immer wieder Kontakt. Wir hier im Verein sind sehr froh, dass wir ihn letztes Jahr verpflichten konnten und er das in ihn gesetzte Vertrauen mit hervorragenden Leistungen während der Saison zurückzahlte. Felix gehört zu der seltenen Sorte an Menschen, die sich sofort überall integrieren und positiv einbringen können. Zudem ist er vom Wesen her vollkommen unkompliziert und für alles offen - ein echter Teamplayer eben.", findet Burghausens sportlicher Leiter Matthias Maasch viele positive Worte über den letztjährigen Neuzugang.

Fest steht damit auch, dass die beiden international erfahrenen "schweren Jungs" im Burghauser Kader - der Italiener Nikolosz Kakhelashvili sowie der Serbe Mikheil Kajaia - auch in der kommenden Saison tendenziell mit keinen Einsätzen im Burghauser Bundesligateam rechnen können. Während Nikolosz Kakhelashvili in den Saisonen 2020 bis 2022 fester Bestandteil der Burghauser Mannschaft war, lief Kajaia zuletzt im Jahr 2019 für den SVW in der Bundesliga auf. Beide Sportler stehen - sollten sie in der kommenden Wechselperiode keine neuen Vereine finden - dem SVW, wenn "Not am Mann" sein sollte, weiterhin zur Verfügung. Eine der im Ringen für ausländische Sportler begrenzten Lizenzen werde aber aktuell für die beiden Halbschwergewichtler nicht gezogen, war aus Kreisen der sportlichen Leitung des amtierenden deutschen Mannschaftsmeisters zu vernehmen.



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